Über 100 Jahre U-Bahn im Zeitraffer
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| Seit
über 100 Jahren gibt es in Berlin eine U-Bahn. Damals sprach man aber
noch nicht von der "U-Bahn", man sagte damals Hochbahn,
weil die ersten Strecken fast ausnahmslos auf stählernen Viadukten
verliefen. Erst als die ersten Strecken mit Rücksicht auf öffentliche
Interessen und auch dem allgemeinem Widerwillen der Anwohner
unterirdisch verlegt wurden, setzte sich der Begriff "Untergrundbahn"
durch. In späteren Jahren setzte sich der unterirdische Bahnbau immer
mehr durch, so dass der Begriff "Hochbahn" zumindest in Berlin
immer mehr verdrängt wurde. Viel später dann, es war in den 20er
Jahren, begann die Deutsche Reichsbahn ihre "Stadt- Ring- und
Vorortbahn" zu elektrifizieren, es war die Zeit der "Großen
Elektrisierung". Es wurde für dieses neuartige Verkehrsmittel ein
Kurzbegriff gesucht: Es war eine Stadtbahn, doch auch das war zu lang.
So entstand der Begriff "S-Bahn" mit dem Markenzeichen weisses
S auf grünem Grunde.
Schnell setzte sich auch für die Untergrundbahn der Kurzbegriff "U-Bahn" bei den Berlinern durch. Offiziell wurde dieser Begriff seitens der BVG 1930 eingeführt, unerheblich, ob es eine Hochbahn, eine Untergrund- oder Unterpflasterbahn oder eine Bahn im Geländeeinschnitt war. Seit 1929 wurden die U-Bahnhöfe äusserlich durch das weiße U auf dunkelblauen Grund kenntlich gemacht. |
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| 1880 | Nun, wie kam Berlin zu seiner U-Bahn? Berlin war Ende des letzten Jahrhunderts eine aufstrebende Stadt, die zunehmend mit Verkehrsproblemen konfrontiert war. Es wurden zig Straßenbahnlinien und Pferdebahnen betrieben, die damals ausnahmslos in privaten Händen waren. Dann gab es natürlich noch die Vorortbahnen, die oben schon beschrieben wurden, doch die versorgten ehr eben die Vororte, lösten die Probleme in der Stadt aber nicht. Es war Werner Siemens, der den Anstoß zu neuen Verkehrswegen gab. Er stellte sich eine Hochbahn auf Stahlviadukten in der Friedrichstraße vor, vom Halleschen Tor bis zum Weddingplatz, eben eine auf "Viadukte gestellte elektrische Straßenbahn". Die Friedrichstraße schien damals einen guten Nährboden für so eine Bahn zu sein, doch hatte die zwei Nachteile: erstens war sie recht schmal, und zweitens kreuzte sie die Linden. Für Staat und Regierung und nicht zuletzt dem König selbst Grund genug, die 1880 beantragten Bauanträge von Siemens zu versagen. Man hielt es damals für ein Unding, eine Stahlbrücke quer über die Linden zu bauen. |
| 1882 | 1882 stellte
Siemens wieder einen Bauantrag für eine Hochbahn. Diesmal allerdings
sollte sie in der Leipziger Straße verlaufen. Es war also das selbe
Projekt vom Wesen her aber an anderem Ort. Eines unterschied die beiden
Bahnen dennoch: Die erste Bahn, die in der Friedrichstraße, sollte über
dem Straßenrand verlaufen, während die in der Leipziger Straße auf
Portalstützen über der Straßenmitte verlaufen sollte. Doch da dies
das Gleiche war, wurde auch dieser Plan nicht genehmigt.
Siemens sah ein, dass die Zeit für ein vernünftiges und leistungsfähiges Verkehrssystem in Berlin noch nicht gekommen war. In anderen Städten dachte man da schon weiter: In London zum Beispiel fuhr seit 1863 eine Fernbahn unterirdisch als "metropolitain Railway" durch die Stadt. Damals war sogar der Bau einer Röhren-Untergrundbahn in Planung. in Überseestädten gab es erste Hochbahnen, die sich mit den Planungen von Siemens weitgehend glichen. Auch in Paris und Budapest dachte man ernsthaft über den Bau unterirdischer Verkehrswege nach. Es sollten fast 10 Jahre vergehen, ehe in der Berliner
Stadtverwaltung ein Umdenken eintrat. |
| 1891 | 1891 stellte
er einen neuen Bauantrag, diesmal für eine Hochbahn, die auf der
Reichsbahnspur fahren sollte und am südlichen Stadtrand in der Nähe
des Landwehrkanals verlaufen sollte. Damals waren dies Neubaugebiete -
die Stadt geriet damals aus ihren Fugen.
Nach einigem hin und her bekam er 1895 die Baugenehmigung. |
| 1896 | Juli 1896 Bauvorbereitende Maßnahmen in der Gitschiner Straße 1. September 1896 |
| 1897 | Siemens hatte auch einen Finanzier gefunden: Die
Deutsche Bank. Beide Firmen, die Deutsche Bank und Siemens & Halske
gründeten 1897 eine
Beteibergesellschaft, die den Bau und späteren Betrieb dieser Hochbahn
durchführen sollte. Es war die "Gesellschaft für Elektrische
Hoch- und Untergrundbahnen in Berlin" kurz:
"Hochbahngesellschaft".
Dieses privatwirtschaftliche Unternehmen trat in alle mit dem Hochbahnbau stehenden Verträge ein und verfolgte die bauliche Fertigstellung der ersten Strecken, der sogenannten Stammstrecke. Sie sorgte auch für die nötige Infrastruktur: Dem bahneigenem Kraftwerk, sowie einer Remiese und dem beweglichem Anlagekapital. |
| 1899 | 1899 schließlich
war die erste Strecke soweit fertiggestellt, dass erste Testfahrten
aufgenommen werden konnten. Nun sahen die Berliner, dass das Ganze
Formen annahm. Es begannen sich nun auch die Vorortgemeinden für diese
Bahn zu interessieren. Die Nachbarstadt Charlottenburg sollte ohnehin
mit dieser Bahn erschlossen werden, doch wehrte sie sich gegen die
"Verschandelung des Stadtbildes durch die Stahlgerüste"
Schnell war man sich einig, dass die Strecke in Charlottenburg im
Bereich der Gedächtniskirche als unterirdische Hochbahn weitergeführt
werden sollte. Durch das Romanische Haus (heute Standort des
Europa-Centers) sollte die Bahn fahren und närdlich der Gedächtniskirche
im Untergrund verschwinden. Doch Charlottenburg wollte überhaupt keine
Hochbahn! Die Folge war, dass die Pläne massiv umgearbeitet werden
mussten, und so entstand der Gedanke, die Hochbahn bereits an der
Stadtgrenze zu Charlottenburg, nämlich in der Kleiststraße im
Untergrund verschwinden zu lassen. Charlottenburg war zufrieden, doch
jetzt machten die Anlieger in der vornehmen Bülowstraße Stress: Sie
sahen in einem Hochbahnhof auf dem Nollendorfplatz und der Strecke in
ihrer prachtvollen Straße eine empfindliche Störung des Stadtbildes. Nun, es blieb bei der Hochbahn auf dem Nollendorfplatz und bei der Rampe in der Kleiststraße. Auch am Potsdamer Bahnhof wurde die Hochbahn unter die Erde gedrängt, doch dort waren es Platzgründe, die eine Hochbahn nicht zuließen. |
| 1902 Das erste Betriebsjahr |
Anfang
1902 war die Bahn baulich fix und fertig, doch es fehlten noch
Hochbahnwagen in ausreichender Anzahl. Daher setzte man zunächst nur
einzelne Abschnitte in Betrieb.
Doch vorher wurde gefeiert: 15. Februar 1902 Die
Ministerfahrt Drei Tage später war es dann endlich so weit: 18. Februar 1902 Wenige Tage später wurde die zweite Strecke in Betrieb genommen, die Strecke nach Charlottenburg: 11. März 1902 25. März 1902 17. August 1902 14. Dezember 1902 Nach Fertigstellung dieser Strecken fand einstweilen kein weiterer
U-Bahnbau statt. |
| 1903 | In diesem Jahr befördert die U-Bahn bereits 29 Millionen Fahrgäste |
| 1904 | Charlottenburg
gibt grünes Licht für den Bau der U-Bahn zum Wilhelmplatz Am Charlottenburger Knie, dem heutigen Ernst-Reuter-Platz beginnt der Bahnbau unter der Bismarckstraße entlang und dann weiter durch die heutige Richard-Wagner-Straße bis zum Charlottenburger Rathaus. |
| 1905 | Baubeginn der U-Bahn in die Innenstadt zum Spittelmarkt. Die am Potsdamer Platz beginnende Strecke führt kurvenreich durch die Friedrichstadt. |
| 1906 | 14. Mai
1906 Charlottenburger U-Bahn Die Stadt Charlottenburg finanzierte den Weiterbau innerhalb ihres Stadtgebietes: Knie - Bismarckstraße (h. Deutsche Oper) - Wilhelmplatz (später: Richard-Wagner-Platz) Die Strecke zwischen Deutscher Oper und Richard-Wagner-Platz wurde 1970 stillgelegt. Gesamte Betriebslänge: 12,5 km |
| 1907 | 29.
September 1907 Lange Zeit war man sich nicht schlüssig, wie die Bahn in der Innenstadt weitergebaut werden sollte. Aus diesem Grund wurde der alte (heute nicht mehr existierende) U-Bahnhof Potsdamer Platz nur provisorisch erstellt. Zwischenzeitlich wurde entschieden, dass die Bahn Richtung Spittelmarkt erweitert werden sollte. Als erster Abschnitt wurde der neue Bhf. Leipziger Platz fertig (heute: Potsdamer Platz); Der alte U-Bhf. Potsdamer Platz aus dem Jahre 1902 wurde stillgelegt. Über dem U-Bahnhof Potsdamer Platz wurde das Hotel Fürstenhof errichtet. Es wurde so konstruiert, dass sich der Betriebslärm der U-Bahn nicht auf das Hotel überträgt. Dies war eine Bauauflage des Hotels an die Bahn. Das Hotel drohte, wenn ein Gast durch die Bahn gestört werden sollte, würde das Hotel die Übernachtung der Hochbahn in Rechnung stellen. Die Hochbahn musste nicht eine Rechnung bezahlen... |
| 1908 | 16. März
1908 Die Kaiserfahrt Kaiser Wilhelm II besichtigt die neue Westendstrecke. 29. März 1908 26. September 1908 1. Oktober 1908 Dezember 1908 |
| 1909 | September
1909 Die Stadt Wilmersdorf beginnt mit dem Bau einer Untergrundbahn am Hohenzollernplatz. Im gleichnamigen U-Bahnhof kann man heute noch den Grundstein bewundern. |
| 1910 | 1.
Dezember 1910 Seit 1904 setzte die kleine aber reiche Stadt Schöneberg alles daran, ein eigenes U-Bahnprojekt zu verfolgen. 1908 wurde mit dem Bau der eigenen U-Bahn begonnen. Die Stadt Schöneberg war stolz darauf, diese U-Bahnstrecke ohne Zuhilfenahme fremder Beteiligungen (etwa der Hochbahngesellschaft) finanziert und gebaut zu haben. Fertigstellung der Schöneberger U-Bahn: Nollendorfplatz - Bayerischer Platz - Hauptstraße (heute: Innsbrucker Platz) Am Nollendorfplatz entstand ein provisorischer Bahnhof, der allerdings bereits über einen direkten Übergang zur Hochbahn verfügte. Gesamte Betriebslänge: 20,0 km. |
| 1911 | Gründung der "Zweckverbandes Groß-Berlin",
einem freiwilligen Zusammenschluss der Vororte, um infrastrukturelle Maßnahmen
zu koordinieren.
1. Dezember 1911 |
| 1912 | 15.
Februar 1912 Die Berliner U-Bahn ist 10 Jahre alt. In Hamburg wird die Hochbahn eröffnet. Für über 55 Jahre bleiben Berlin und Hamburg die einzigen U-Bahnstädte Deutschlands. 27. März 1912 3. November 1912 1. Dezember 1912 2. Dezember 1912 |
| 1913 | 8. Juni
1913 Westlich der Stadt Charlottenburg erwarb die Hochbahn ein größeres Gelände. Dort entstand eine neue Betriebswerkstatt. Hierzu entstand unter der Reichsstraße ein zweigleisiger U-Bahntunnel für die Zufahrt. Bei der Betriebswerkstatt entstand ein U-Bahnhof für den Gelegenheitsverkehr: Der Bahnhof Stadion. Dieser Bhf. wird nur bei besonderen Veranstaltungen geöffnet. Gelegenheitsverkehr Reichskanzlerplatz - Stadion Gesamte Betriebslänge: 21,4 Km. 1. Juli 1913 27. Juli 1913 12. Oktober 1913 Dezember 1913 |
| Bilanz bis 1913 |
Abschluß der 1. Ausbaustufe
Bis Oktober 1913 war ein Streckennetz von 37,3 Kilometer Länge entstanden. Es erschloss das heutige Kreuzberg, die Innenstadt, sowie den Prenzlauer Berg. Des weiteren sorgten die Vorstädte Charlottenburg, Schöneberg und Wilmersdorf und nicht zuletzt die Domäne Dahlem dafür, dass ihre Gebiete ebenfalls erschlossen wurden. Bedingt durch den Ausbruch des Ersten Weltkrieges kam der weitere
Streckenneubau nur noch schleppend voran. 1917 schließlich stand der
Bau still. Zu diesem Zeitpunkt baute die Hochbahn eine
"Entlastungsstrecke" vom Nollendorfplatz zum Gleisdreieck. Der
Bau einer U-Bahn nach Friedrichshain wurde nicht mehr begonnen, obwohl
die Genehmigungen bereits erteilt waren. |
| 1914 | 1.
August 1914 Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Der für 1914 vorgesehene Baubeginn einer U-Bahn nach Friedrichshain fand aufgrund des begonnenen Krieges nicht statt, obwohl die Baugenehmigungen erteilt waren. |
| 1915 | Juli
1915 Baubeginn der "Entlastungslinie" zwischen Nollendorfplatz und Gleisdreieck über Kurfürstenstraße durch die Hochbahngesellschaft. |
| 1917 | Einstellung aller laufenden U-Bahnbauarbeiten! |
| 1918 | 9.
November 1918 Der Erste Weltkrieg ist zu Ende. Das Kaiserreich hat abgedankt. |
| 1919 | Wiederaufnahme der U-Bahnbauarbeiten: Bau eines U-Bahntunnels durch die Stadt Neukölln für die AEG-Bahn unter der Hermannstraße. |
| 1920 | 1.
Oktober 1920 Das "Groß-Berlin-Gesetz" tritt in Kraft: 7 Vorstädte, 59 Landgemeinden und 27 Gutsbezirke werden mit Berlin zu einer Kommune vereinigt. Unter anderem sind Charlottenburg, Wilmersdorf, Schöneberg und Neukölln nun Berliner Stadtteile. Gleichzeitig gehen die U-Bahnstrecken dieser ehemaligen Städte in städtisches Eigentum über. Berlin hat rund 890 qkm Grundfläche mit über 3 Millionen Einwohnern. |
| 1921 | Wiederaufnahme der Bauarbeiten der Nord-Süd-Bahn in der Friedrichstraße durch die neugegründete städtische "Nord-Süd-Bahn-AG". |
| 1922 | 20. Mai
1922 An diesem Tage wurde der Bahnhof "Neu-Westend" zwischen den Bahnhöfen Reichskanzlerplatz und Stadion fertig. Seither fahren die Züge der Westendlinie regelmäßig zum Stadion, wo seit 1913 nur ein Gelegenheitsverkehr bestand. November 1922 |
| 1923 | 30.
Januar 1923 Die Stadt Berlin eröffnet die erste eigene U-Bahnstrecke. Erste Großprofil-U-Bahn eröffnet: Nord-Süd-Bahn Hallesches Tor - Friedrichstraße (heute: Stadtmitte) - Oranienburger Tor - Stettiner Bahnhof (heute: Zinnowitzer Straße) Den Betrieb führte die Hochbahngesellschaft zunächst mit eigenen alten Kleinprofil-Wagen durch, da der Stadt das Geld für geeignete Großprofilwagen fehlte. Heute ist dies die Linie U6. Netzlänge: 39,4 km. 8. März 1923 November 1923 |
| 1924 | 19.
April 1924 Auch nach Süden ging es nun weiter. Die Nord-Süd-Bahn wird Richtung Neukölln erweitert: Der Neuköllner Zweig der Nord-Süd-Bahn wird fertig: Hallesches Tor - Belle-Alliance-Straße (heute: Mehringdamm) - Gneisenaustraße Der Neuköllner Zweig gehört heute zur Linie U7. Netzlänge: 43,5 km. 14. Dezember 1924 |
| 1926 | 14.
Februar 1926 Schon zu Zeiten der selbständigen Gemeinde Tempelhof entstand der Gedanke, das Tempelhofer Feld, ein ehemaliges Kaiserliches Exerzierfeld, als Neubaugebiet zu erschließen. Der Erste Abschnitt des Tempelhofer Zweigs wird fertig. Belle-Alliance-Straße - Kreuzberg (heute: Platz der Luftbrücke) Netzlänge: 45,3 km. 11. April 1926 24. Oktober 1926 Die städtische Nord-Süd-Bahn-AG übernahm von der AEG die GN-Bahn-Baustelle.
Sie nimmt den Bau an dieser Strecke wieder auf. Die AEG-Schnellbahn-AG
wurde 1918 vom Reichsgericht zur Fertigstellung der seit 1913 im Bau
befindlichen GN-Bahn verurteilt. Da sich dieses Unternehmen
wirtschaftlich nicht in der Lage sah, die Bahn fertig zu stellen, trat
es in Liquidation. Die Hochbahngesellschaft als Betreiber aller U-Bahnstrecken geht in den Besitz der Stadt Berlin über. |
| 1927 | 1.
Februar 1927 Bei der U-Bahn wird das 2-Klassensystem abgeschafft. 15. Februar 1927 17. Juli 1927 Mit Eröffnung der GN-Bahn wurden bei der Hochbahngesellschaft Linienbezeichnungen eingeführt. Es wurden nun vier Linien betrieben (Linien A, B, C, D) , wovon sich drei Linien verzweigten. Die U-Bahnlinien: 10. September 1927 |
| 1928 | 12.
Februar 1928 Laufend wurden weitere Strecken fertiggestellt: GN-Bahn (Linie D) Schönleinstraße - Kottbusser Tor 6. April 1928 |
| 1929 | 1.
Januar 1929 Gründung
der BVG Die Berliner Verkehrs-AG (BVG) wurde als städtisches Unternehmen gegründet und übernimmt die Aufgaben der Hochbahngesellschaft und aller anderen Berliner Verkehrsträger. Die städtische Nord-Süd-Bahn AG als bauausführendes Unternehmen aller Großprofilstrecken geht ebenfalls in der BVG auf. Die BVG mustert erstmalig viele U-Bahn-Triebwagen der ersten Beschaffungsjahre aus. Sie wurden durch die neuen A-II-Wagen ersetzt, die zahlreich beschafft wurden. 4. August 1929 22. Dezember 1929
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| 1930 |
1. März 1930 18. April 1930 29. Juni 1930 21. Dezember 1930
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| 1931 | August
1931 Im Spätsommer 1929 begann die Stadt mit dem Bau weiterer U-Bahnstrecken in Neukölln und auf dem Wedding. Doch die Weltwirtschaftskrise machte sich nun auch in Berlin bemerkbar. Streckenneubau aus finanziellen Gründen abgebrochen (Linien C-Nord und D-Süd) Die "Zweite Ausbaustufe" ist beendet. Das U-Bahnnetz hat eine Betriebslänge von knapp 80 Kilometern. Die BVG testet den ersten aus Aluminium gefertigten U-Bahnzug. Die Gewichtseinsparung gegenüber den bisherigen aus Stahl gefertigten Zügen beträgt 12 %. |
| Bilanz bis 1931 |
In den Jahren zwischen 1923 und 1930
wurde das U-Bahnnetz von 35 km auf fast 80 Kilometer ausgebaut. Bei den
Kleinprofilstrecken gab es nur einige Ergänzungen, insbesondere nach
Pankow, Ruhleben und Zehlendorf.
Völlig neu dagegen war das Großprofilnetz mit seinen mittlerweile drei Linien: Diese Strecken erschlossen Stadtteile, in denen bislang keine U-Bahn fuhr, wie den Wedding, Neukölln, Tempelhof, aber auch Gesundbrunnen, Friedrichshain, Lichtenberg und Friedrichsfelde. Alles Stadtteile mit einem hohen bis sehr hohen Verkehrsaufkommen. So ist es kein Wunder, dass die erst drei Jahre alte Linie D eine der wichtigsten U-Bahnlinien überhaupt ist. Von enormer Wichtigkeit war auch die neue Linie E, die erst Ende 1930 in Betrieb ging, allerdings war sie, im Gegensatz zur Linie D, keine Durchmesserlinie, sondern eine reine Radiallinie, die am Alex endete. Dies sollte sich ändern, so die damalige Planung. In einem 7-Jahres-Plan sollte die Linie E Richtung Südwesten verlängert werden. Außerdem sollten die Linien F und H völlig neu entstehen. Doch wegen der allgemeinen Wirtschaftslage wanderten die U-Bahnprojekte 1931 in die Schubladen. Mit dem Jahresende 1930 hörte das stürmische Wachstum des U-Bahnnetzes für die nächsten 26 Jahre auf. |
| 1933 | Die Hitler-Diktatur erlangt am 30. Januar 1933 die Macht in Deutschland. Anstatt neue Strecken zu bauen, werden einige U-Bahnhöfe in diesen Jahren umbenannt. Aus dem Reichskanzlerplatz wird der "Adolf-Hitler-Platz"... |
| 1936 | Vom 28. Juli bis 16. August finden in
Berlin die Olympischen Spiele statt. Die U-Bahn stellt ihre Leistungsfähigkeit
unter Beweis.
Nach der Olympiade mustert die BVG weitere alte U-Bahnwagen aus, die überzählig sind. Die ältesten Triebwagen sind nun von 1907. |
| 1938 | 1938 Unter der Herrschaft der Nazi-Diktatur wurde an mehreren Stellen mit dem Bau von U-Bahnstrecken begonnen. Nachdem im Folgejahr der Zweite Weltkrieg angezettelt wurde, konnte an die Fertigstellung der Strecken nicht mehr gedacht werden. 1941 wurde der Bau abgebrochen. |
| 1939 | Am 1. September 1939 bricht der Zweite Weltkrieg aus. |
| 1940 | August
1940 Erste Fliegerangriffe auf die Stadt. Auch bei der U-Bahn gibt es erste Schäden. |
| 1945 | 3.
Februar 1945 Die schwerste Angriffswelle auf die Stadt. Der U-Bahnverkehr kam zum Erliegen, und wurde in den Folgewochen nur auf sehr wenigen Strecken wieder aufgenommen 10. März 1945 26. April 1945 2. Mai 1945 14. Mai 1945 Noch im selben Jahr kann das fast gesamte U-Bahnnetz wieder betrieben werden. Nur wenige Streckenabschnitte und Bahnhöfe sind noch ausser Betrieb. Vielfach wird aber eingleisig gefahren, von einem normalen U-Bahnbetrieb kann keine Rede sein. |
| 1947 | Die letzten Netzlücken werden im April geschlossen. Allerdings sind drei U-Bahnhöfe kriegsbedingt noch geschlossen: Hausvogteiplatz, Mohrenstraße (damals: Kaiserhof) und Rathaus Schöneberg (damals: Stadtpark) Der Hochbahnhof Hallesches Tor ist ebenfalls noch geschlossen, aber östlich des Bahnhofs wurde ein hölzerner Bahnsteig auf dem Viadukt errichtet. |
| 1948 | 21 Juni
1948 Mit Einführung der neuen D-Mark in Westdeutschland und Berlin wurden die Land- und Wasserverbindungen in die Westzonen Deutschlands unterbrochen: Die Berlin-Blockade begann. Die Alliierten richteten eine Luftbrücke zur Versorgung der Berliner Bevölkerung ein. Die Berliner U-Bahn hatte unter Stromsperren zu leiden: Um 18 Uhr war Betriebsschluss. Unter Verkehrsstadtrat Ernst Reuter wird erstmalig über den weiteren Ausbau von U-Bahnstrecken nachgedacht. Seit 1931 ruht der U-Bahnbau. |
| 1949 | 12. Mai
1949 Die Blockade wurde beendet. Die Sowjets gaben die Wege nach Westdeutschland wieder frei. Mit den Waren und Gütern kam allmählich das westdeutsche Wirtschaftswunder nach Berlin. West-Berlin sollte in den folgenden Jahren das "Schaufenster des Westens" werden... 1. August 1949 BVG
wird geteilt |
| 1951 | 15. Mai
1951 Der letzte kriegsbedingt geschossene U-Bahnhof (Rathaus Schöneberg) wurde wieder eröffnet. Mitte Oktober 1951 12. Dezember 1951 |
| 1952 | 15.
Februar 1952 Die Berliner U-Bahn feiert ihr 50. Betriebsjubiläum 16. Februar 1952 |
| 1953 | 28.
Oktober 1953 Im Westen der Stadt wurde der U-Bahnbau wieder aufgenommen: Baubeginn der Linie C von Seestraße zum Kurt-Schumacher-Platz Ein Teil des Streckentunnels entstand in den Jahren 1929/31. Es sollte der Beginn der sogenannten 3. Ausbaustufe des Netzes sein. Im August 1953 beschloss die BVG im Westteil der Stadt die Umsetzung eines neuen Verkehrskonzeptes: Es sieht den massiven Ausbau des U-Bahnnetzes vor. Das Busnetz soll auf die U-Bahn stärker als bisher ausgerichtet werden und zusätzlich das (noch) ausgedehnte Straßenbahnnetz ersetzen. |
| 1955 | 23. Juni
1955 Baubeginn der Linie G als dritte Nord-Süd-Verbindung von Wedding zum Zoo. Der West-Berliner Senat verabschiedet ein sehr umfangreiches U-Bahnbauprogramm, das zielstrebig verwirklicht werden soll. (Sogenannter "200-km-Plan") Der U-Bahnhof Seestraße wird umfassend modernisiert. |
| 1956 | 3. Mai
1956 Fertigstellung der ersten Neubau-U-Bahn nach dem Krieg: Eröffnung des ersten Abschnittes der Linie C-Nord: Linie C Seestraße - Kurt-Schumacher-Platz Netzlänge (Gesamtnetz): 78,2 km. Die BVG-West erhielt vom Herstellerwerk den ersten U-Bahnzug einer neuen Nachkriegs-Generation. |
| 1957 | 18.
November 1957 Die Linie B IV (Wittenbergplatz - Uhlandstraße) wurde für mehrere Jahre außer Betrieb genommen. Der Grund sind Bauarbeiten (U-Bahnbau) im Bereich des Kranzlerecks am Kurfürstendamm. Der U-Bhf. Uhlandstraße war daher bis auf weiteres mit der U-Bahn nicht erreichbar. |
| 1958 | 31. Mai
1958 Der zweite Abschnitt der C-Nord wurde fertig: Linie C Kurt-Schumacher-Platz - Tegel (heute: Alt-Tegel) Netzlänge: 82,6 km |
| 1959 | 1. Juni
1959 Der 1913 gebaute U-Bhf. Nürnberger Platz wurde geschlossen. Dieser Bahnhof lag zwischen den heutigen Bahnhöfen Spichernstraße und Augsburger Straße. 2. Juni 1959 2. November 1959 |
| 1961 | 8. Mai
1961 U-Bhf. Augsburger Straße eröffnet 13. August 1961
Mauerbau Der Osten betreibt nur noch zwei U-Bahnlinien: 28. August 1961 2. September 1961 |
| 1962 | Baubeginn der U-Bahnen unter der Bundesallee nach Steglitz und von Mehringdamm zum Fehrbelliner Platz (Linie G-Süd und Linie H-West) |
| 1963 | 28.
September 1963 Der Senat von Berlin (West) setzt alles in den zügigen Ausbau des U-Bahnnetzes. Eröffnung der Linie H-Süd. (Aus der nur auf dem Papier existierenden Linie H wurde 1966 die Linie 7) Linie C I Grenzallee - Britz-Süd Betriebene Strecken: 89,2 km. |
| 1964 | Februar
1964 Am U-Bahnhof Mehringdamm (bisher dreigleisig) begannen umfangreiche Umbauarbeiten. Er wurde in den Folgejahren zu einem viergleisigen Kreuzungspunkt zweier Linien ausgebaut. |
| 1965 | 30 Juni
1965 Zwischen den Bahnhöfen Zoo und Hansaplatz ereignete sich ein schweres Zugunglück. Zwei Züge krachten ineinander, weil an der Signalanlage manipuliert wurde. 99 Verletzte! Die BVG beginnt mit der Ausmusterung zahlreicher U-Bahnwagen aus der Vorkriegszeit. Derzeit sind auch noch vereinzelt Züge von 1907 im Einsatz. Den Anfang machen die hölzernen A1-Wagen aus der Zeit bis 1913. |
| 1966 | 28.
Februar 1966 Zwei U-Bahnstrecken im Großraum Tempelhof wurden eröffnet: Linie H "Linie 7" Mehringdamm - Möckernbrücke Linie C-II-Süd "Linie 6" Tempelhof - Alt-Mariendorf Betriebenes Gesamtnetz: 93,2 km. Die Umbauarbeiten am Bahnhof Mehringdamm wurden abgeschlossen. Entstanden ist ein völlig neuer leistungsfähiger U-Bahnhof. Mit Eröffnung der vorgenannten Strecken wurden bei der Berliner U-Bahn Linienziffern eingeführt: Linien 1, 2, 3, 4 und 5 sind Kleinprofil- , Linien 6, 7, 8 und 9 sind Großprofilstrecken. Die Linien im Westen Berlins: |
| 1967 | 2.
Oktober 1967 Im Westteil Berlins wird die letzte Straßenbahnlinie stillgelegt. (Linie 55: Bahnhof Zoo - Richard-Wagner-Platz - Spandau, Hakenfelde) |
| 1968 | Im Dezember 1968 sind im West-Berliner Kleinprofilnetz die letzten alten A1-Wagen abgestellt worden. Sie stammten aus den Jahren 1924 bis 1926. Die ältesten Kleinprofilwagen sind nun von 1928. |
| 1969 | Im Sommer mustert die BVG alle noch vorhandenen Großprofilwagen der 13-Meter-Bauart aus. Nur einige 18-Meter-Wagen der Bauart C von 1929 und 30 sind noch als Altbauwagen im Großprofil im Einsatz. |
| 1970 | 2.
Januar 1970 Zur Erschließung der späteren Gropiusstadt wurde während des Baues dieser Siedlung die U-Bahn gleich mit erstellt. Diese Strecke wird nun fertig: Linie 7 Britz-Süd - Lipschitzallee - Zwickauer Damm Betriebenes Gesamtnetz: 96,6 km. 2. Mai 1970 |
| 1971 | 29.
Januar 1971 Um fast 9 Kilometer wurde das Netz an diesem Tage erweitert. Linie 7 Möckernbrücke - Kleistpark - Bayerischer Platz - Berliner Straße - Fehrbelliner Platz Linie 9 Spichernstraße - Berliner Straße - Bundesplatz - Walther-Schreiber-Platz Betriebenes Gesamtnetz: 104,7 km. 31. Dezember 1971 |
| 1972 | 1. Juli
1972 Die Linie 7 wird um eine Station erweitert: Zwickauer Damm - Rudow Betriebenes Gesamtnetz: 103,4 km. 4. Oktober 1972 |
| 1973 | 25. Juni
1973 Bislang fand der Streckenneubau nur im Westen Berlins statt. Nun wurde auch im Osten eine neue Strecke fertig. Linie E (Ostsektor) Friedrichsfelde - Tierpark Betriebenes Gesamtnetz: 104,6 km. Im Westberliner Kleinprofilnetz wurden die letzten Vorkriegswagen (Baureihe A2 von 1928/29) abgestellt. Die ältesten Kleinprofilwagen stammen nun aus dem Jahre 1960. 2. September 1973 Auf der Linie 9 kommt ein U-Bahnzug einer völlig neuen Generation zum Einsatz: Der F-Zug. |
| 1974 | 30.
September 1974 Die Linie 9 wurde um zwei Bahnhöfe nach Süden erweitert: Walther-Schreiber-Platz - Rathaus Steglitz Betriebenes Gesamtnetz: 105,8 km. |
| 1975 | 30.
April 1975 Letzter planmäßiger Einsatz von Vorkriegszügen in Westberlin auf der Linie 8 (Baureihe C) Im U-Bahnhof Gesundbrunnen, in dem die Zeit seit 1930 stehen geblieben schien, wurden die letzten hölzernen Rolltreppen Berlins durch modernere ersetzt. |
| 1976 | 30.
April 1976 Die Linie 9 wurde um zwei Bahnhöfe nach Norden erweitert: Leopoldplatz - Osloer Straße Betriebenes Gesamtnetz: 107,4 km. |
| 1977 | 15.
Februar 1977 75 Jahre Berliner U-Bahn Die BVG feiert den ersten U-Bahnzug Europas mit der modernen Drehstrom-Antriebstechnik. (Ein Zug der Großprofil-Bauart F-76) Sommer 1977 5. Oktober 1977 |
| 1978 | 28.
April 1978 Die Linie 7 wurde um fünf Stationen verlängert: Fehrbelliner Platz - Adenauerplatz - Bismarckstraße - Richard-Wagner-Platz Gleichzeitig wurde auf der Linie 1 der U-Bhf. Bismarckstraße eingefügt. Er befindet sich zwischen den Bahnhöfen Deutsche Oper und Sophie-Charlotte-Platz. Betriebenes Gesamtnetz: 111,9 km. |
| 1979 | 1.
Januar 1979 50 Jahre BVG "...zum Nutzen aller" Auf der Linie 9 fahren die U-Bahnzüge vollautomatisch mit Fahrgästen. |
| 1980 | 1.
Oktober 1980 Die Linie 7 wurde um sieben Stationen bis nach Siemensstadt erweitert: Richard-Wagner-Platz - Jungfernheide - Rohrdamm Betriebenes Gesamtnetz: 116,6 km. 28. Dezember 1980 |
| 1983 | 1983 Der U-Bahnhof Wittenbergplatz wurde von der BVG restauriert. Er präsentiert sich seither wieder im Zustand von 1913, nachdem das kriegszerstörte Gebäude 1951 nur vereinfacht wieder aufgebaut wurde. Dies war der Anfang einer ganzen Reihe von Restaurierungsarbeiten an den Anlagen der U-Bahn. 1985 folgte der Bahnhof Schlesisches Tor aus dem Jahre 1902. |
| 1984 | 9.
Januar 1984 Die BVG übernimmt von der Deutschen Reichsbahn den S-Bahnbetrieb West-Berlins. Das S-Bahnnetz befand sich zuletzt in einem äußerst desolaten Zustand. Die DDR-Reichsbahn drohte den Betrieb entgegen den alliierten Anweisungen einzustellen, nachdem bereits im September 1980 eine massive Betriebseinschränkung statt fand. Für den Bau von U-Bahnstrecken bereit stehende Gelder flossen nun in die S-Bahnrenovierung. Die zum Bau vorgesehene neue Linie 10 (Kulturforum - Hauptstraße - Steglitz) wurde zu den Akten gelegt. Ihr Bau sollte 1985 begonnen werden. 1. Oktober 1984 |
| 1987 | 28.
April 1987 Die Linie U8 wird um drei Bahnhöfe nach Reinickendorf verlängert. Osloer Straße - Franz-Neumann-Platz - Paracelsus-Bad Betriebenes Gesamtnetz: 124,0 km. |
| 1988 | 1. Juli
1988 Zur Erschließung des Ostberliner Wohnungsbaustandortes Hellersdorf wird die Linie E in zwei Abschnitten erheblich verlängert. Tierpark - Elsterwerdaer Platz Betriebenes Gesamtnetz: 127,0 km. |
| 1989 | 1. Juli
1989 Linie E (Ostsektor) Elsterwerdaer Platz - Wuhletal - Hellersdorf - Hönow Betriebenes Gesamtnetz: 134,1 km. 28. August 1989 5. November 1989 9. November 1989 Das U-Bahnnetz bis zur Öffnung der Grenzen: 11. November 1989 18. Dezember 1989 |
| 1990 | April
1990 U-Bhf. Bernauer Straße wiedereröffnet Auf den Linien U1 und U9 wird ein regelmäßiger Wochenend-Nachtverkehr geboten. Dies ist seit dem Fall der Mauer üblich. Nun ist es ein offizielles Angebot. 1. Juli 1990 Die beiden Ostberliner U-Bahnlinien wurden umbenannt: 3. Oktober 1990 |
| 1991 | April
1991 Die BVG und BVB begannen mit den Arbeiten zur Reaktivierung der alten U-Bahnverbindung Wittenbergplatz - Gleisdreieck - Potsdamer Platz - Alexanderplatz 31. August 1991 Im Oktober 1991 wurden einige U-Bahnhöfe
im Osten umbenannt: |
| 1992 | 1.
Januar 1992 Die beiden Betriebsteile der BVG, die BVG-West und die BVG-Ost (seit 1969 BVB genannt) werden wieder zu einem Betrieb vereinigt: Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), Eigenbetrieb von Berlin |
| 1993 | 13.
November 1993 "Ab durch die
Mitte!" Zwischen Wittenbergplatz und Mohrenstraße wird der U-Bahnverkehr wieder aufgenommen. Bei dieser Gelegenheit wird das Kleinprofilnetz völlig neu geordnet. Betriebenes Gesamtnetz: 138,2 km |
| 1994 | 1.
Januar 1994 Die Berliner Verkehrsbetriebe werden in eine Anstalt des öffentlichen Rechts umgewandelt. Gleichzeitig wurden die letzten noch von der BVG verwalteten S-Bahnstrecken an die Deutsche Bahn zurückgegeben. 28. September 1994 |
| 1995 | 16.
Oktober 1995 Wiedereröffnung der U1-Verbindung Schlesisches Tor - Warschauer Straße ( -Brücke) über die Oberbaumbrücke. Seit diesem Tage gibt es wieder eine Straßenbahnstrecke im ehemaligen Westen Berlins. (Linien 23 und 24 zum Louise-Schröder-Platz) Gesamtnetz: 142,5 km. Die BVG stellt der Presse einen völlig neuartigen U-Bahnzug vor: Den durchgehend begehbaren aus sechs Wagen bestehenden H-Zug. |
| 1996 | 16. Juli
1996 Die Linie U8 wird um eine Station verlängert: Leinestraße - Hermannstraße Der Tunnelrohbau ist seit 1931 fertig. Gesamtnetz: 143,2 km. 28. September 1996 |
| 1998 | 1.
Oktober 1998 Zwischen den Bahnhöfen Gleisdreieck und Potsdamer Platz wurde der U-Bahnhof Mendelssohn-Bartholdy-Park eröffnet. |
| 1999 | 1999 Die BVG mustert alle "Stahdoras" aus. Dies sind die zwischen 1956 und 1965 beschafften Züge der Bauart D, die im Großprofilnetz eingesetzt wurden. Sie wurden nach Nordkorea verkauft. |
| 2000 | 14. Juli
2000 Im U-Bahnhof Deutsche Oper brennt ein U-Bahnzug aus 16. August 2000 |
| 2001 | 6.
Januar 2001 netzspinnen-berlin.de geht mit den ersten Seiten online. In den ersten 12 Monaten wird die Seite von über 17.000 Lesern besucht! 20. Juni 2001 |
| 2002 | 15.
Februar 2002 100 Jahre Berliner U-Bahn Als Geburtstagsgeschenk erhält der Hochbahnhof Nollendorfplatz seine im Krieg zerstörte Glaskuppel zurück. Auf der ältesten U-Bahnstrecke wird die Ministerfahrt wiederholt. Über das Jahr verteilt gibt es im Netz immer wieder Veranstaltungen, die dieses Jubiläum würdigen. |
| 2003 | 25. März
2003 Am Kurt-Schumacher-Platz kommt es aufgrund menschlichen Versagens zu einem Unfall, als ein von Tegel kommender Zug einem vom Kehrgleis kommenden Zug in die Flanke fährt. Der Bund verlangt vom Land Berlin die Bundeszuschüsse zurück, die für den Bau der "Kanzler-U-Bahn" bereits in Anspruch genommen wurden. Um dieses vorzubeugen, wird der Weiterbau an dieser umstrittenen U-Bahnlinie beschlossen. Juni 2003 2003 |
| 2004 | 2004 Der Berliner Senat verkündet den Weiterbau an der Kanzler-U-Bahn: Die Strecke soll als Pendellinie U55 zunächst nur zwischen Lehrter Bahnhof und Brandenburger Tor ausgebaut werden. Voraussichtlich 2006 soll diese Linie fertiggestellt werden. Erst zu einem späteren Zeitpunkt ist die Anbindung an die U5 am Alexanderplatz vorgesehen. September 2004 Dezember 2004
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| 2005 | Februar
2005 Bei der BVG endet der Einsatz der DL-Züge. Sie wurden zwischen 1965 und 1972 beschafft. Februar 2005 |