Berlins U-Bahnhöfe


 

Ernst-Reuter-Platz
U2 < Deutsche Oper (817 m) <
Richtung Ruhleben
U2 > Zoologischer Garten (995 m) >
Richtung Pankow

eröffnet als

Knie

Westliche Stammstrecke

BVG-Kürzel: EP
14. Dezember 1902 eröffnet als Knie
Bezirk
Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin (Charlottenburg)

Dies ist ein U-Bahnhof des ersten Betriebjahres 1902

Der heutige Ernst-Reuter-Platz war früher ein Straßenknick zwischen Berlin und Charlottenburg, der damals die Bezeichnung "Am Knie" erhielt. Erst in späteren Jahren wurde dieser Bereich zu einer sternförmigen Kreuzung ausgebaut. Um 1900 war dies ein Verkehrsbrennpunkt in Charlottenburg geworden. Als die Pläne zum Bau der Hoch- und Untergrundbahn aktuell wurden, überlegte man, die Strecke aus Richtung Berlin nicht am Zoologischen Garten enden zu lassen, sondern bis zum Knie weiter zu führen mit der Option, die Strecke später bis zum damaligen Wilhelmplatz weiter zu führen. 

Um 1900 wurde mit dem Bau der U-Bahn begonnen. Im Bereich der Hardenbergstraße, also südlich der Kreuzung, entstand der Haltepunkt für die U-Bahn mit zwei Seitenbahnsteigen. Am Nordende des Bahnhofs wurden die beiden Zugänge geschaffen. Am 14. Dezember 1902 wurde der Bahnhof als Endpunkt der so genannten Stammstrecke eröffnet. Von hier aus fuhren die Züge entweder über Potsdamer Platz oder direkt nach Warschauer Brücke.


Das Knie um 1900

Im Sommer 1905 wurde auf Veranlassung der Stadt Charlottenburg mit der Weiterführung dieser U-Bahnstrecke zum Wilhelmplatz begonnen, einer Strecke, die im Mai 1906 eröffnet wurde.

1928/29 wurde der Bahnhof Knie umgebaut, in dem er längere Bahnsteige erhielt, sowie eine neue weiße Verfliesung der Bahnsteighalle. Bei dieser Gelegenheit wurden am Südende der Station weitere Zugänge geschaffen.

Am 3. Oktober 1953 wurde das Knie in Ernst-Reuter-Platz umbenannt, der beliebte Bürgermeister war am 29. September verstorben. Der Bedeutung dieses SPD-Politikers entsprechend wurde dieser wichtige Verkehrsknotenpunkt gewählt, der bis zum Bau der Stadtautobahnen einer der wichtigsten Verkehrsplätze in den Westsektoren war.

Ab 1957 wurde die Sternkreuzung zu einem großzügigen Kreisverkehr umgestaltet. Den 1955 ausgelobten städtebaulichen Wettbewerb gewann Bernhard Hermkes. In der Zeit um 1958 wurde auch der U-Bahnhof komplett umgestaltet: Die Zugänge an den Bahnsteigenden wurden geschlossen und durch Zugangsbauwerke in Bahnsteigmitte ersetzt. Hierzu gehört auch eine Treppenunterführung unter dem Gleiskörper hindurch. Die Bahnsteighalle erhielt hellblaue Fliesen.

Im Jahre 1996 wurde der Bahnhof renoviert, wobei die alten blauen Fliesen gegen neue Riemchen ausgetauscht wurden. Sie sind auch blau, variieren aber im Farbton.



Die alten Zugänge am Knie von 1902


Neubauzugänge in der Hardenbergstraße von 1929

U2 < Deutsche Oper (817 m) <
Richtung Ruhleben
U2 > Zoologischer Garten (995 m) >
Richtung Pankow