Die Adenauerplatz-U-Bahn
Konstanzer Straße
- Richard-Wagner-Platz

Mit dem Bau der Streckenverlängerung unter der Brandenburgischen- und Wilmersdorfer Straße wurde 1969 begonnen. Sie fügt sich am 1971 eröffneten Bahnhof Fehrbelliner Platz an und wurde am 28. April 1978 eröffnet.
Zunächst folgt die
U-Bahn der Brandenburgischen Straße und erreicht am Preussenpark
den Bahnhof Konstanzer Straße, einem Bahnhof, der nur am
Südende über einen Zugang verfügt. Im weiteren Verlauf
schwenkt die U-Bahn an den Ostrand der Straße um Platz für
einen Straßentunnel zu halten: Den "Tunnel am
Adenauerplatz". So heißt dann auch der Bahnhof, der
rechtwinklig unter dem Kurfürstendamm liegt. Dieser Bahnhof
liegt direkt neben dem 1972 eröffneten Straßentunnel. Unter
diesem Bauwerk befindet sich ein weiterer Bahnsteig: Er ist
vorgesehen für eine spätere Streckenverlängerung der Linie 3
von Uhlandstraße Richtung Theodor-Heuss-Platz.
Im weiteren Verlauf folgt die U-Bahn der verkehrsberuhigten
Wilmersdorfer Straße. Es folgt in Höhe der Kantstraße der
Bahnhof Wilmersdorfer Straße. In diesem Bereich wurde die
Straße selbst zur ersten Fußgängerzone West-Berlins
umgestaltet. An der Bismarckstraße wurde ein Kreuzungsbahnhof
mit der Linie 1 völlig neu eingefügt: Der Bahnhof
Bismarckstraße. Auch für die Linie 1 wurde dieser Bahnhof am
28.April 1978 eröffnet. Hinter diesem Bahnhof folgt eine
Schildvortriebsstrecke wobei die Linie 7 von der Wilmersdorfer
Straße hinüber zur Richard-Wagner-Straße schwenkt. Nach
Erreichen jener Straße beginnt der neue Endbahnhof dieser Linie:
Richard-Wagner-Platz. Bevor dieser Bahnhof gebaut werden konnte,
musste der aus dem Jahre 1906 stammende Kleinprofil-Bahnhof
gleichen Namens abgerissen werden. Er wurde bis 1970 von der
Linie 5 bedient, die vom Bahnhof Deutsche Oper kam.
Die Bahnhöfe im Einzelnen:
| U-Bhf Konstanzer Straße |
Dies ist wie alle weiteren Bahnhöfe ein Bahnhof mit Mittelbahnsteig. Die Besonderheit liegt darin, dass dieser Bahnhof nur über Zugänge am südlichen Ende verfügt. Die Wände wurden in den Wappenfarben der Stadt Konstanz gehalten: Schwarz, Orange, Rot, Gelb und Weiß. Diese Farben sind waagerecht an den Wänden in Form von Mosaikfliesen angebracht und sollen so etwas wie die Schnelligkeit der U-Bahn symbolisieren.
Die Mittelstützen sind mit blanken Aluprofilen ummantelt. Die dunkel gehaltene Decke ist hinter eingehängten gelben Deckenelementen verborgen.
| U-Bhf Adenauerplatz |
Dieser Bahnhof liegt mittig unter dem gleichnamigen Platz. Die
vorherrschenden Farben sind gelb, schwarz und weiß. Die Decke
erhielt dunkelbraune Lamellen. Die Mittelstützen und Bahnsteigaufbauten sind
mit gelben Kleinmosaik verblendet.
Wie schon erwähnt, befindet sich unter dem U7-Bahnsteig ein im
rechten Winkel liegender Bahnsteig für die zu verlängernde
Linie U3.
| U-Bhf Wilmersdorfer Straße |
Der Architekt Rümmler versah die Wände mit einer neuartigen
Form von Fliesen. Was sie letztendlich darstellen sollen, bleibt
ein Rätsel, von Adlern ist die Rede.
Jedenfalls wirkt das Ganze sehr dekorativ und ist in den
vorherrschenden Farben Grau, Rot und Gelb gehalten. Über dem
Bahnhof wurde eine großzügige Vorhalle angeordnet, die wiederum
unter der zur Fußgängerzone umgestalteten Wilmersdorfer Straße
liegt. Die Zugänge waren großzügig mit gewölbten Glaskappen
überdacht, die so zu sagen das Tor zur Wilmersdorfer Straße
bildeten. Das Ganze war verbunden mit einer Vielzahl von
Verkaufsbuden. Im Rahmen einer Sanierung der Fußgängerzone
wurde diese Überdachung um 1998 beseitigt.
| U-Bhf Bismarckstraße |
Dieser Bahnhof liegt im rechten Winkel unter der gleichnamigen Straße und der U-Bahnlinie 1. Somit besteht dieser Bahnhof aus dem Mittelbahnsteig für die Linie 7 und zwei Seitenbahnsteigen für die Linie 1. Die Bahnsteighalle für die Linie 7 erhielt eine Verkleidung mit alu-farbenen und schwarzen Blechprofilen. Die Mittelstützen sind ebenfalls mit blanken Aluprofilen verkleidet. So herrschen in diesem Bahnhof zurückhaltend nur die Töne Schwarz und Silber vor. Einziger Farbpunkt ist die rot gehaltene Decke.
Anschlussbericht:
Die Westendstrecke
![]()
| U-Bhf Richard-Wagner-Platz |
Dieser Bahnhof erhielt eine Verkleidung mit waagerecht angeordneten dunkelblauen
und senkrechten gelben
Fliesen, sowie eine rot gehaltene Decke. In die Wandbereiche sind Bildnisse aus
dem Schaffenswerk Richard Wagners eingelassen.
Hinter dem Bahnhof mündet der A-H-Verbindungstunnel in die
Kehrgleisanlagen der Linie 7. Der A-H-Tunnel (auch
Richard-Wagner-Tunnel genannt) ist der einzige
Kleinprofil-Großprofil-Verbindungs-Tunnel in West-Berlin. Über
ihn können Arbeitswagen zwischen beiden Netzteilen ausgetauscht
werden.
Anschlussberichte:
Die Wilmersdorf-Schöneberger Strecke
, Die
Rohrdammstrecke ![]()
Zum alten Bahnhof Richard-Wagner-Platz (Wilhelmplatz): Die
Charlottenburger U-Bahn ![]()
Rudow - Rathaus Spandau
Weitere Abschnitte dieser Linie:
| U7: U-Bahn nach Gropiusstadt - Britzer U-Bahn - Neuköllner Zweig - S´bg-Wilmersdorfer Strecke - Adenauerplatz-U-Bahn - Rohrdammstrecke - Spandauer U-Bahn |