Was sonst noch geschah...

Ereignisse in Berlin und im Berliner Nahverkehr
1900 - 1909


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1900


1. Januar 1900
Die Große Berliner Straßenbahn übernimmt die „Neue Berliner Pferdebahngesellschaft“ 

6. März 1900
Der Klavierfabrikant Carl Bechstein (geb. 1826 in Gotha) ist in Berlin verstorben.
1853 gründete er in Berlin eine Klavierfabrik.

4. Mai 1900
Kaiser Franz-Joseph I von Österreich ist für einen mehrtägigen Besuch in Berlin

19. Mai 1900
Die Arbeiter der Großen Berliner Straßenbahn streiken für einen 10-stündigen Arbeitstag

1. Juni 1900
In der Pankower Allee nimmt die GBS den Betriebshof Reinickendorf in Betrieb.

13. Juli 1900
Auf der Wannseebahn wird ein elektrischer Versuchsbetrieb aufgenommen.
(Potsdamer Wannseebahnhof – Steglitz – Zehlendorf) 

1. August 1900
Der elektrische Versuchsbetrieb wird mit Fahrgästen aufgenommen

7. August 1900
In Charlottenburg stirbt der sozialdemokratische Politiker Wilhelm Liebknecht im Alter von 74 Jahren.  

26. September 1900
Oskar Tietz eröffnet in der Leipziger Straße ein Warenhaus. 
Kleine "Tietz-Kunde":
Oskar war der Neffe von Hermann Tietz, sie beide eröffneten Warenhäuser vornehmlich im Süden des Reiches, während Leonhard Tietz seine Häuser vor allem im Westen Deutschlands baute. Während aus den Geschäften von Oskar und Hermann später die Hertie-Gruppe wurde, wurde aus den Geschäften von Leonhard später das Unternehmen Kaufhof. Diese Umbenennungen erfolgten zwangsweise während der Nazi-Herrschaft.

28. September 1900
Betriebsaufnahme der Rixdorf-Mittenwalder Eisenbahn.
(Eröffnung der auf heutigem Berliner Gebiet gelegenen Bahnhöfe Hermannstraße, Britz, Buckow und Rudow der NME.

1. Oktober 1900
Die Stadt Berlin beschließt den Aufbau eines eigenen Straßenbahnnetzes.

1. Dezember 1900
Laut Volkszählung leben 1.888 Millionen Einwohner in Berlin.
Das Stadtgebiet Berlins umfasst das Gebiet von Wedding bis zum Hermannplatz und von der heutigen TU bis etwa zum heutigen Frankfurter Tor.

22. Dezember 1900
In Gegenwart des Kaisers wird im Schlosspark von Babelsberg (Potsdam) mit dem Bau des Teltowkanals begonnen.

29. Dezember 1900
August Scherl bringt eine neue Tageszeitung namens "Der Tag" heraus. Das Besondere: Sie ist zweifarbig. Im Volksmund wird sie bald "Der rote Tag" genannt.

1900
Die GBS nimmt in Tegel einen neuen Straßenbahn-Betriebshof in Betrieb 

1901
1. Januar 1901
Eröffnung des Ringbahnhofs Papestraße

1. März 1901
Eröffnung des Betriebshofes Wiebestraße in Moabit für die Große Berliner Straßenbahn 

1. April 1901
Die Stadt Charlottenburg ist derart gewachsen, dass es für die Stadtverwaltung nötig ist, Stadtbezirke einzurichten. 14 Stadtbezirke entstehen.

21. Mai 1901
Die „Heidekrautbahn“ (Reinickendorf-Liebenwalde-Groß-Schönebecker Eisenbahn AG) nimmt ihren Betrieb auf.
Die Bahnhöfe auf heutigem Berliner Gebiet: Reinickendorf-Rosenthal (Heute Wilhelmsruh), Rosenthal, Blankenfelde und Schildow  

26. Mai 1901
Die GBS nimmt in Niederschönhausen einen neuen Straßenbahn-Betriebshof in Betrieb

16. Juni 1901
Vor dem Reichstagsgebäude wird im Beisein Kaiser Wilhelms das Bismarck-Denkmal enthüllt.

5. August 1901
In Berlin stirbt die preußische Königin und Deutsche Kaiserin Viktoria im Alter von 60 Jahren. Viktoria war Gattin von Kaiser Friedrich III.

August 1901
Die Berliner Ostbahnen, eines der vielen Berliner Straßenbahnbetriebe, nehmen in der Nalepastraße einen neuen Betriebshof in Betrieb. 

1. Oktober 1901
Die Hochbahngesellschaft eröffnet den Betrieb auf der Flachbahn von der Warschauer Brücke bis zum Centralviehhof.

23. Oktober 1901
Georg von Siemens, Bankier und nationalliberaler Politiker stirbt zwei Tage nach seinem 60. Geburtstag in Berlin.

1. Dezember 1901
Der Vorortbahnhof Papestraße (Zossener Bahn) wird eröffnet und bietet nun eine Umsteigemöglichkeit zur Ringbahn.

18. Dezember 1901
Im Tiergarten wird die Siegesallee vollendet. Diese Allee besteht aus 32 Standbildern brandenburgischer Herrscher.

1901
Der Betriebshof Uferstraße der GBS wird in dieser Form geschlossen und nur noch als Werkstatt weiter betrieben.
Heute befindet sich dort die Omnibus-Hauptwerkstatt der BVG.

In der Baerwaldstraße wird eine Volksbadeanstalt fertiggestellt. Architekt war Ludwig Hoffmann.

In Berlin werden aufgrund der zunehmenden Zahl der Kraftfahrzeuge KFZ-Kennzeichen eingeführt. Die In Berlin zugelassenen Autos tragen das Kennzeichen "Berlin". mit einer fortlaufenden Zahl.

1902
8. Februar 1902
Auf Anordnung des Berliner Bürgermeisters Martin Kirschner wird eine Kommission gebildet, die mit Stralau, Treptow, Lichtenberg und Rummelsburg Eingemeindungsverhandlungen führen soll.

15. Februar 1902
Hochbahn eingeweiht
Bei der neuen Hochbahn findet die Ministerfahrt statt. Eingeladen sind Personen des öffentlichen Lebens.

18. Februar 1902
Betriebaufnahme der Hochbahn auf der "Östlichen Stammstrecke" zwischen Stralauer Tor und Potsdamer Platz

11. März 1902
Betriebsaufnahme der Westlichen Stammstrecke zwischen Gleisdreieck und Zoologischer Garten

25. März 1902
Betriebsaufnahme des durchgehenden Stammstrecken-Verkehrs unter Umgehung des Potsdamer Platzes

1. Mai 1902
Der Bahnhof Nikolassee wird eröffnet.

Mai 1902
Die GBS führt bei ihren Straßenbahnlinien Linienbezeichnungen mit Nummern und Buchstaben ein.

1. Juli 1902
Der elektrische Vorortbahnbetrieb auf der Wannseebahn wurde eingestellt.

17. August 1902
Fertigstellung der Hochbahnstrecke Stralauer Tor - Warschauer Brücke

22. August 1902
Letzte Pferdebahn eingestellt
Die letzte innerstädtische Pferdebahnlinie (Wedding – Großgörschenstraße) wurde auf elektrischen Oberleitungsbetrieb umgestellt.

5. September 1902
Der Mediziner Rudolf Virchow ist im Alter von 81 Jahren in Berlin verstorben.

1. Oktober 1902 
An der Ostbahn wird der Bahnhof Rummelsburg-Ost eröffnet. (heute: Nöldnerplatz)

14. Dezember 1902
Betriebseröffnung der U-Bahn zwischen Zoologischen Garten und dem Knie.
Die "Stammstrecke" steht nun komplett in Betrieb.

15. Dezember 1902
Die letzte Pferdebahnlinie im Großraum Berlin wird auf elektrischen Betrieb umgestellt. (Tegeler Chaussee – Dalldorf)   

19. Dezember 1901
Auf der verkehrsreichen Kreuzung Unter den Linden/Friedrichstraße wir der Verkehr mit Handzeichen geregelt.

1901 wurden in Berlin KFZ-Kennzeichen eingeführt. Anstatt des Schriftzuges "Berlin" tragen die Schilder vor einer Zahlenkombination den Buchstaben A.

1903
1. April 1903
Die Teltower Kreisschifffahrt nimmt auf der Havel den Schiffsverkehr auf.

1. Mai 1903
Mehrere Vorortbahnhöfe werden eröffnet: „Yorckstraße“ auf der Zossener Bahn, auf der Bernauer Vorortbahn der Bahnhof „Röntgental“ und der Vollringbahnsteig im Bahnhof „Stralau-Rummelsburg“ (heute Ostkreuz)

27. Mai 1903
In Berlin wird die AEG-Telefunken gegründet.

Sommer 1903
Der Magistrat beauftragt Stadtrat Hamburger mit der Ausarbeitung einer Denkschrift über die Eingemeindung Berliner Vororte.

1. Juli 1903
Elektrische Vorortbahn nach Lichterfelde
Zwischen dem Potsdamer Ringbahnhof und Groß-Lichterfelde Ost wird der elektrische Vorortbahnbetrieb aufgenommen. Die Züge fahren mit einer Betriebsspannung von 550 V. 

1. Juli 1903
Die Neue Berliner Omnibus-AG wird mit der ABOAG vereinigt.

15. Juli 1903
An der Wriezener Bahn wird der neue Bahnhof „Magerviehhof“ eröffnet. 

11. August 1903
Die Cöpenicker Straßenbahn eröffnet die erste elektrifizierte Straßenbahnstrecke

11. August 1903
An der Wendenschlosstraße wird der Betriebshof der Städtischen Straßenbahn Cöpenick eröffnet. 

15. August 1903
Auf der Vorortstrecke Niederschöneweide-Johannisthal – Spindlersfeld werden Versuche mit Einphasen-Wechselstromzügen durchgeführt. 

1. Oktober 1903
In Berlin wird der Wriezener Bahnhof eröffnet. Am selben Tag geht auf der Wriezener- und Ostbahn der Bahnhof Friedrichsfelde-Ost in Betrieb.

27. Oktober 1903
Tempo-Rekord mit Drehstrom
Auf der Militär-Eisenbahn Berlin-Zossen werden Versuchsfahrten mit schnellfahrenden Triebwagen durchgeführt. Ein Triebwagen erreicht die Spitzengeschwindigkeit von 210,2 km/h. 

1. November 1903
Theodor Mommsen, Historiker und liberaler Politiker, stirbt im Alter von 86 Jahren in Charlottenburg.

1903
in Berlin wird der Ullstein-Buchverlag gegründet.  

In Moabit wird der Erweiterungsbau des Kriminalgerichtes fertiggestellt. Architekten waren Rudolf Mönnich und Carl Vohl.

1904
April 1904
Die ABOAG führt für ihre Autobuslinien nummerische Linienbezeichnungen ein. 

21. Mai 1904
Hakenfelde wird an das Netz der Spandauer Straßenbahn angeschlossen. 

31. Juli 1904
Die Gemeinde Französisch-Buchholz eröffnet einen gemeindeeigenen Pferdebahnbetrieb. 

22. Oktober 1904
Die "B.Z. am Mittag" wird als erste Zeitung im Straßenverkauf vom Ullstein-Verlag herausgegeben.

1. November 1904
Auf der Wannseebahn wird der Bahnhof „Zehlendorf Beerenstraße“ eröffnet. (Heute: Mexikoplatz)

5. Dezember 1904
Zwischen Niederschöneweide-Johannisthal und Johannisthal wird die erste Versuchs-Obus-Linie eröffnet. 

1904
In Halensee wird der Lunapark gegründet.

Das Krankenhaus Westend wird baulich vollendet.

Am Leipziger Platz wird das Warenhaus Wertheim eröffnet. Alfred Messel entwarf den aufsehenerregenden Bau. Es handelt sich um einen Erweiterungsbau des Stammhauses an der Leipziger Straße.

Auf der Museumsinsel wird das heutige Bode-Museum eröffnet. Damals war dies das Kaiser-Friedrich-Museum, das unter der Leitung von Wilhelm von Bode stand.  

In der Brunnenstraße wird das Warenhaus Jandorf eröffnet. Die Pläne dieses heute noch erhaltenen Gebäudes stammen von Lachmann und Zauber. Bis 1990 beherbergte dieses Gebäude das Modeinstitut der DDR, heute steht es leer.

1905
1. Januar 1905
Die Gemeinden Weißensee und Neu-Weißensee werden vereinigt.

27. Februar 1905
Der Neubau des Berliner Doms wird geweiht.

Februar 1905
Die im Dezember 1904 eröffnete O-Buslinie in Johannisthal wird wieder stillgelegt. 

21. Mai 1905
In Charlottenburg wird das neue Rathaus seiner Bestimmung übergeben.
Die Entwürfe stammen von Heinrich Reinhardt und Georg Süßenguth.

1. Juni 1905
Auf der Lehrter Bahn wird der Bahnhof Fürstenbrunn eröffnet. 

Juni 1905
Inbetriebnahme der ersten Automobil-Omnibuslinie im Bereich des heutigen Berlin
(Lichtenrade – Buckow)

1. Oktober 1905
Die Lichterfelde-Stahnsdorfer Dampfstraßenbahn erreicht als neuen Endpunkt die Machnower Schleuse
Als Linie 96 wurde diese Strecke 1961 stillgelegt.

7. Oktober 1905
In Köpenick wird das neue Rathaus eingeweiht.

19. November 1905
Zwischen dem Halleschen Tor und der Chausseestraße wird die erste Kraftomnibuslinie in Berlins Innenstadt eröffnet. 

3. Dezember 1905
Eröffnung der „Straßenbahn Steglitz-Grunewald“ zwischen dem Steglitzer Bahnhof und der Königin-Luise-Allee.
Als Linie 40 wurde diese Strecke 1959 stillgelegt. 

31. Dezember 1905
Zwei Millionen Einwohner in Berlin
Mit 2.040.148 Einwohnern hat Berlin im Jahre 1905 die 2-Millionengrenze überschritten.

1905
Die Stadt Charlottenburg errichtete dieses Jahr über den Landwehrkanal die Charlottenburger Brücke und das Charlottenburger Tor als Gegenpol des Berliner Brandenburger Tores.  

An der Friedrichstraße in Berlins Mitte wird ein aufsehen erregendes "Automaten-Restaurant" eröffnet. In der tonnengewölbten Halle des Restaurants befanden sich Speise- und Getränkeautomaten. Dieses Restaurant war damals ohne Vorbild!

Am Lustgarten wird der von Julius von Raschdorf entworfene Berliner Dom fertiggestellt.

1906
14. Mai 1906
Eröffnung der U-Bahnstrecke vom Knie bis zum Wilhelmplatz

17. April 1906
In Moabit wird das neue Kriminalgericht eingeweiht.

2. Juni 1906
Der Teltowkanal wird für den Schiffsverkehr freigegeben. 

20. August 1906
Der Gemeinde Wilmersdorf werden die Stadtrechte verliehen.

1. Oktober 1906
Im Deutschen Reich tritt eine Verordnung über die Vereinheitlichung der Kraftfahrzeug-Kennzeichen in Kraft.

1. Oktober 1906
Auf dem Wedding wird das Rudolf-Virchow-Krankenhaus als viertes städtisches Krankenhaus eröffnet. Mit 1600 Betten war es das größte Krankenhaus Deutschlands.

16. Oktober 1906
Der Schustermeister Wilhelm Voigt beschlagnahmt mit Hilfe einer Hauptmanns-Uniform die Stadtkasse von Köpenick.

14. Dezember 1906
Im ehemaligen Hamburger Bahnhof wird das Verkehrs- und Baumuseum eröffnet. 

1906
Der elektrische Versuchsbetrieb auf der Niedeschöneweide-Johannisthal – Spindlersfelder Strecke wird eingestellt. 

Im Jahre 1902 wurde in Preußen des KFZ-Kennzeichen Pflicht. In Berlin ist es bereits seit 1901 Vorschrift. Nun wird das KFZ-Kennzeichen reichsweit zur Pflicht. Der Deutsche Bundesrat beschloss eine Vereinheitlichung bereits bestehenden Systeme. In Berlin war "A" üblich. In Gesamt-Preußen wird dem Anfangs-Buchstaben eine römische Eins vorangestellt. Somit lautet das Berliner Kennzeichen fortan "I A" für Landespolizeibezirk Berlin.

1907
10. März 1907
Zwischen Cöpenick und Mahlsdorf nimmt die Städtische Straßenbahn Cöpenick eine neue Straßenbahnstrecke in Betrieb. 

30. März 1907
Die letzte Dampfstraßenbahnlinie im Großraum Berlin (Lichterfelde – Stahnsdorf) wird auf elektrischen Betrieb umgestellt.

Frühjahr 1907
In Wannsee wird das neue Strandbad eröffnet. 

27. März 1907
Neues Kaufhaus im Westen Berlins
Am Wittenbergplatz eröffnet das vom Kommerzienrat Adolf Jandorf gebaute "Kaufhaus des Westens" erstmals seine Pforten. Das KaDeWe, dessen Pläne von Johann Emil Schaudt stammen, förderte dieses Stadtviertel, den "Neuen Westen", von der reinen Wohngegend zum zweiten großen Geschäftszentrum Berlins nach der alten Innenstadt.

In der Spandauer Vorstadt werden die "Hackeschen Höfe" fertiggestellt. Kurt Berndt und August Endell schufen einen Gebäudekomplex mit neun Höfen für Wohn- und Gewerbezwecke.

2. Mai 1907
In Rixdorf wird die erste städtische Pferdeomnibuslinie eröffnet. 

19. Mai 1907
Die „Große Berliner Motoromnibus-Gesellschaft“ nimmt den Ausflugsverkehr auf. 

1. Juli 1907
Die Große Berliner Motoromnibus-Gesellschaft nimmt mit zwei Linien den Linien-Omnibusverkehr auf. 

Sommer 1907
Die ABOAG nimmt erstmals einen Ausflugsverkehr auf. 

15. August 1907
Boxhagen und Rummelsburg werden an das Straßenbahnnetz der GBS angeschlossen 

30. August 1907
Das Spandauer Straßenbahnnetz wurde abschließend auf Normalspur umgestellt.

27. September 1907
Unter dem Leipziger Platz wird der gleichnamige von Alfred Grenander entworfene U-Bahnhof eröffnet.

10. Oktober 1907
Der Berliner Magistrat beschließt für Dienstfahrten die Beschaffung eines Automobils.

15. Oktober 1907
Die neueröffnete Stadtbibliothek hält 90.000 Bücher für die lesehungrigen Berliner bereit.

17. Oktober 1907
Der Gemeinde Lichtenberg werden die Stadtrechte verliehen. Zugleich ist Lichtenberg kreisfrei geworden.
Lichtenberg ist somit eine weitere Stadt im Umfeld Berlins. Weitere Städte: Charlottenburg, Wilmersdorf, Schöneberg, Rixdorf, Spandau und Cöpenick.

8. Dezember 1907
Die Berliner Straßenbahn AG (BESTAG) übernimmt die Straßenbahn in Französisch-Buchholz 

16. Dezember 1907
Zwischen Friedrichsfelde und Tegel wird die Industriebahn in Betrieb genommen. 

1907
In der Schwedenstraße (Wedding) wird ein Pferdebus-Betriebshof eröffnet.   

Am Pariser Platz wird das noble Hotel Adlon feierlich eröffnet.

1908
30. März 1908
Die Hochbahngesellschaft nimmt die Westendstrecke zwischen Bismarckstraße und Reichskanzlerplatz in Betrieb.

April 1908
In der Kniprodestraße (Prenzlauer Berg) wird ein Betriebshof der „Straßenbahnen der Stadt Berlin“ eröffnet. 

April 1908
In der Baruther Straße (nähe Hallesches Tor) wird ein Autobusbetriebshof der ABOAG eröffnet. 

1. Mai 1908
Auf den Fernbahngleisen der Wannseebahn werden durchfahrende Vorortzüge eingerichtet. (sog. „Bankierzüge“ zwischen Potsdamer Bahnhof und Wannsee mit Halt in Zehlendorf)   

10. Juni 1908
Das nach Plänen von Ludwig Hoffmann gebaute Märkische Museum wird eröffnet.

1. Juli 1908
Die „Straßenbahnen der Stadt Berlin“ nehmen den Betrieb auf der ersten Linie auf. (Elbinger Straße – Weddingplatz bzw. Stettiner Bahnhof) 

26. September 1908
Bei der Hochbahn schweres Zugunglück auf dem Gleisdreieck

30. September 1908
Die „Elektrische Straßenbahn Spandau-Nonnendamm“ wird zwischen Spandau und Haselhorst eröffnet. 

1. Oktober 1908
Die Spandauer Straßenbahn wird bis zum Johannisstift erweitert.

1. Oktober 1908
Die U-Bahn erreicht am Spittelmarkt einen neuen Endpunkt in der Berliner Innenstadt.

In der Friedrichstraße wird das "Passagekaufhaus" fertiggestellt. Es entstand nach Entwürfen von Franz Ahrens. Hierbei handelt es sich heute um die "Tacheles-Ruine".

1909

24. März 1909
Alfred Messel verstarb in Berlin im Alter von 56 Jahren. Der Architekt entwarf u.a. Warenhäuser des Wertheim-Konzerns. (Vor allem bekannt durch das Haus am Leipziger Platz)

1. Mai 1909
Zwischen Johannesstift und Bötzow wird die Spandau-Bötzower Kleinbahn eröffnet. 

1. Mai 1909
Auf der Wannseebahn wird der Bahnhof Botanischer Garten eröffnet. 

Mai 1909
Für die „Elektrische Straßenbahn Spandau-Nonnendamm“ wird der neue Betriebshof Grenzstraße eröffnet. 

5. Juni 1909
Altglienicke wird an das Straßenbahnnetz der Teltower Kreisbahn angeschlossen. 

1. Juli 1909
Die Spandauer Straßenbahn, bisher ein Privatunternehmen, wird in städtische Obhut genommen. 

1. Oktober 1909
Die Stadt Spandau erwirbt die Elektrische Straßenbahn Spandau-Nonnendamm

1. November 1909
Auf der Spandauer Vorortstrecke wird der Bahnhof Heerstraße eröffnet.

15. Dezember 1909
Die Bötzowbahn wird vom Johannesstift bis nach Spandau für den Personenverkehr eröffnet.

1909
Zwischen dem Buschkrug (Anschluss an die Rixdorfer Straßenbahn) und dem Krankenhaus Rixdorf wird ein Pferdeomnibusbetrieb aufgenommen.

Nach Plänen von Peter Behrens wird die AEG-Turbinenhalle aus Stahl und Glas vollendet. Diese Halle gilt als Meilenstein in der Architekturgeschichte.


Fortsetzung: Stadtchronik 10er Jahre

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