Was sonst noch geschah...
Ereignisse
in Berlin und im Berliner Nahverkehr
1990 - 1999
1900
| 1910 |
1920 | 1930
| 1940 |
1950 | 1960
| 1970 |
1980 | 1990 | 2000
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1991
1992
1993
1994
1995
1996 1997 1998 1999
9. Januar 1990 ![]()
Der (Ost-) Berliner Magistrat stoppt die Bauarbeiten an dem Neubaugebiet in der
Leipziger- und Wilhelmstraße, um hier keine künftigen städtebaulichen
Konzepte für eine vereinigte Stadt zu gefährden.
12. Januar 1990 ![]()
Auf der Landesdelegiertenkonferenz der SDP wird die Namensänderung in SPD
beschlossen.
15. Januar 1990 ![]()
Aufgebrachte Demonstranten stürmen die Zentrale der Staatssicherheit in der
Ost-Berliner Normannenstraße.
15. Januar 1990 ![]()
In der Friedrichstraße wird
ein SED-Gebäude den neuen Bürgerinitiativen und Parteien zur Verfügung gestellt.
Es trägt den Namen "Haus der Demokratie"
22. Januar 1990 ![]()
Zwischen Berlin-Wannsee und Potsdam fahren erstmalig Nahverkehrszüge auf den
Ferngleisen. Die S-Bahntrasse ist seit 1961 zum Teil ohne Gleise.
22. Januar 1990 ![]()
Am Leuschnerdamm beginnen
DDR-Grenztruppen mit dem Abriss der Mauer.
23. Januar 1990![]()
Am Gebäude des Zentralkomitees verschwindet das Symbol der SED: Der Händedruck.
Am selben Tag tritt Ost-Berlins Oberbürgermeister Erhard Krack zurück. Dies geschieht, nachdem ihm massive Wahlfälschungen unterstellt werden.
4. Februar 1990 ![]()
In Weißensee wird die FDP der DDR gegründet. Sie versteht sich als
Schwesterpartei der westdeutschen FDP.
19. Februar 1990 ![]()
Am Brandenburger Tor wird mit dem Abriss der Mauer begonnen.
23. Februar 1990
Die Ost-Berliner Stadtverordneten wählen Christian Hartenhauer (SED-PDS) zum
neuen Oberbürgermeister.
1. März
1990
S-Bahn-Konzept
Der Berliner Senat und die Deutsche Reichsbahn stellen der Öffentlichkeit ein
Konzept vor, nach dem das S-Bahnnetz ausgebaut werden soll und vor allem wieder
verbunden werden soll. Hier ist erstmalig auch wieder die Rede von bis in die
60er Jahre existierenden Strecken ins Berliner Umland.
18. März 1990 ![]()
In der DDR finden erstmals freie Volkskammerwahlen statt.
Die Ergebnisse:
SPD 34,9 %, SED-PDS 24,9 %, CDU
18,3 %, Freie Bürgerbewegungen 6,3 %
23. März 1990 ![]()
Die in der Silvesternacht schwer beschädigte Quadriga wird vom Brandenburger
Tor geborgen und im Museum für Verkehr und Technik restauriert.
2. April 1990
Die Havelchaussee wird für den öffentlichen Durchgangsverkehr gesperrt. Die
Havelchaussee verläuft quer durch den Grunewald
12. April 1990 ![]()
Die BVG-Ost richtet grenzüberschreitende Buslinien nach West-Berlin ein.
28. April 1990
Auf dem Kurfürstendamm werden bei den Autofahrern sehr umstrittene Busspuren eingerichtet.
6. Mai 1990 ![]()
Erstmals finden in der DDR freie Kommunalwahlen durchgeführt. In diesem
Zusammenhang findet in Ost-Berlin die Wahl zur Stadtverordnetenversammlung
statt. Die Ergebnisse:
SPD 34,0 %; PDS (ehem. SED)
30,0 %; CDU 17,7 %; Bündnis
90 9,9 %
Die Wahlbeteiligung lag bei 70,62 %
17. Mai 1990
Bundesbürger benötigen für den innerdeutschen Reiseverkehr nur noch einen
Personalausweis.
18. Mai 1990
Im obersten Stockwerk des Interhotels Stadt Berlin (heute "Park Inn")
wird eine Spielbank eröffnet.
30. Mai 1990 ![]()
Die Ostberliner Stadtverordnetenversammlung wählt Tino Schwierzina (SPD) zum
neuen Oberbürgermeister von (Ost-) Berlin. Er löst Christian Hartenhauer (PDS)
ab. Ost-Berlin wird von einer SPD/CDU-Koalition regiert.
12. Juni 1990 ![]()
Ost-Berliner Magistrat und West-Berliner Senat treffen zur ersten gemeinsamen
Sitzung im Roten Rathaus zusammen.
19. Juni 1990 ![]()
Die KWV wird in elf eigenständige Wohnungsgesellschaften umgewandelt.
22. Juni 1990
Der Checkpoint Charlie an der Kochstraße wird abgerissen.
1. Juli 1990 ![]()
Die Union: D-Mark in der DDR
Die Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion tritt in Kraft.
Dies bedeutet, dass die Mark der DDR ihre Gültigkeit als Zahlungsmittel
verloren hat und dafür nun die D-Mark gültig ist. Mit der Wirtschaftsunion entfallen alle Zoll-Beschränkungen
und damit auch die rein formell noch nötige Existenz einer wie auch immer
gearteten Grenz-Befestigung. Dies hat zur Folge, dass nun großflächig damit
begonnen werden kann, die Mauer abzureißen.
Um Mitternacht begann eine Bank in einer eigens eingerichteten Filiale am Alexanderplatz mit dem Geldumtausch: 10.000 Menschen wollten so schnell wie möglich das begehrte Westgeld in den Händen halten. Es kam zu tumultartigen Szenen.
Der Umtausch des Geldes
verlief wie folgt:
Ein Umtauschberechtigter musste Bürger der DDR sein.
Es war nur ein Konto-Umtausch möglich, kein Bar-Umtausch. Kinder bis zu 14
Jahren konnten 2000 Ostmark im Kurs 1:1 tauschen, während alle übrigen
DDR-Bürger 4000 M 1:1 wechseln konnten. Bürger, die älter als 59 waren,
durften sogar 6000 M umtauschen. Alle Vermögen, die über diese Summen hinaus
gingen, wurden nur 2:1 getauscht, also aus einer Ostmark wurden 50 Pfennig West.
Bis zum 6. Juli war es möglich, DDR-Mark auf das Konto einzuzahlen, um es
umzutauschen. Bei der gesamten
Umtauschaktion wurden aus 184,7 Milliarden Ostmark 122,8 Milliarden DM.
1. Juli 1990
Am selben Tag werden die noch
gesperrten U-Bahnhöfe der Transitstrecken (Westlinien U6 und U8)
wiedereröffnet.
2. Juli 1990 ![]()
Auf der Stadtbahn wird der durchgehende S-Bahnverkehr wieder aufgenommen. Hierzu
waren umfangreiche Umbauten im S-Bahnhof Friedrichstraße erforderlich: Die
Züge von Wannsee fahren nun nach Erkner durch.
3. Juli 1990
Der West-Berliner Senat beschließt den Verkauf eines 60.000 qm großen
Grundstücks am Potsdamer Platz an Daimler-Benz. Dort soll ein Verwaltungs- und
Dienstleistungszentrum entstehen. Daimler-Benz erwirbt dieses Grundstück für
rund 92 Mio. DM, was aufgrund der Lage im künftigen Zentrum der Stadt ein
Spottpreis ist!
6. Juli 1990 ![]()
Zwischen Vertretern beider deutschen Staaten beginnen in Ostberlin die
Beratungen zum Einheitsvertrag.
12. Juli 1990
Verkehrssenator Horst Wagner spricht sich für die Wiedereinführung der
Straßenbahn im Westteil der Stadt aus. Vorrangiges Ziel sei die Strecke
Björnsonstraße - Osloer Straße, die auf Westberliner Seite im Juli 1964
eingestellt wurde.
22. Juli 1990
Die Volkskammer der DDR beschließt die Wiedereinführung der fünf Länder auf
dem Gebiet der DDR, die 1952 zugunsten von 14 Bezirken abgeschafft wurden.
23. Juli 1990
Bürgermeister Timo Schwirzina unterzeichnet die neue Ost-Berliner Verfassung.
1. August 1990
West-Berlin wird mit angemieteten Schnelltriebwagen in das westdeutsche IC-Netz
eingebunden. Die Züge verkehren zunächst nur nach Hamburg.
23. August 1990 ![]()
Die Volkskammer der DDR beschließt den Beitritt der DDR zum Gebiet der Bundesrepublik Deutschland.
31. August 1990 ![]()
Im Palais Unter den Linden wird der Deutsche Einigungsvertrag (1148 Seiten) unterzeichnet. Er
hat zum Ziel, dass Deutschland am 3. Oktober wiedervereinigt wird und somit das
Gebiet der DDR nach Artikel 23 des Grundgesetzes der Bundesrepublik dieser
beitritt. Weiterhin werden die 14 Bezirke der DDR zu fünf neuen Bundesländern
zusammengefasst, wobei Berlin künftig vollwertig 16. Bundesland sein wird.
Weiter heißt es in diesem Vertrag: "Hauptstadt Deutschlands ist Berlin.
Die Frage des Sitzes von Parlament und Regierung wird nach der Herstellung der
Einheit Deutschlands entschieden."
1. September 1990 ![]()
Der S-Bahnhof Unter den Linden wird wiedereröffnet. Dieser Bahnhof wurde seit
1961 ohne Halt von den Zügen des westlichen S-Bahnnetzes durchfahren. Ebenso
wird der S-Bahnhof Nordbahnhof eröffnet.
12. September 1990
In Moskau wird von den Außenministern der vier Siegermächte des Zweiten
Weltkriegs sowie den beiden deutschen Außenministern der
"2+4-Vertrag" unterzeichnet. Dieser Vertrag bildet die
völkerrechtliche Grundlage für die deutsche Wiedervereinigung und erklärt den
Verzicht der Alliierten auf Sonderrechte in Berlin.
15. September 1990
Die SPD in West und Ost schließt sich zum vereinigten Landesverband zusammen.
Gleiches taten in den vergangenen Tagen auch CDU und FDP.
19. September 1990 ![]()
Aufgrund bestehender Asbest-Verseuchung wird der Palast der Republik
geschlossen.
30. September 1990
Erstmals findet der Berlin-Marathon in beiden Stadthälften statt.
Am selben Tag fahren die Vorortzüge von Falkenhagen nach Staaken (DDR) bis
Charlottenburg weiter.
Dies ist nach der Potsdamer Anbindung die zweite Vorortstrecke, die in
West-Berlin beginnt.
2. Oktober 1990 ![]()
Die in den 50er Jahren als Bestandteil der Stalinallee-Bebauung geschaffenen
Bauten entlang der Karl-Marx-Allee (zwischen Strausberger Platz und Frankfurter
Tor) werden in die Denkmalliste eingetragen.
2. Oktober 1990
Erstmals landet eine Lufthansamaschine in Tegel. Sie bringt Bundespolitiker zu
den Einheitsfeiern nach Berlin.
Wegen alliierter Vorbehalte war das Landen deutscher Fluggesellschaften in
Berlin nicht gestattet.
2. Oktober 1990 ![]()
Mit Ablauf des Tages hört die DDR auf zu existieren, womit Deutschland
wiedervereinigt wird. Des weiteren wird Deutschland ohne Einschränkungen in die
volle Souveränität entlassen, womit das seit 1945 bestehende Besatzungsstatut
ebenfalls seine Gültigkeit verliert.
3. Oktober 1990
Ein rauschendes Fest am Reichstag und Brandenburger Tor mit begleitenden
Feuerwerk begrüßt Berlin in einem wiedervereinigten Deutschland.
Deutschland ist wiedervereinigt. Der alliierte Sonderstatus Berlins ist mit dem Beitritt der 5 neuen Bundesländer und Berlins zur Bundesrepublik Deutschland aufgehoben worden.
Mit der Wiedervereinigung werden an Berlins Stadtrand Grenzkorrekturen durchgeführt: West-Staaken, seit 1957 eine eigene Gemeinde, wird dem Stadtbezirk Berlin-Spandau zugeordnet. Auch in Hellersdorf wird das Stadtgebiet vergrößert. Berlin hat jetzt eine Grundfläche von 889 Quadratkilometern.
3. Oktober 1990
Die Vorortzüge von Berlin-Wannsee nach Potsdam halten erstmalig wieder in
Potsdam-Babelsberg.
8. Oktober 1990
Fernzüge brauchen künftig in den ehemaligen Grenzbahnhöfen Staaken und
Drewitz nicht mehr halten. Der Halt in diesen Bahnhöfen war bislang aus
signaltechnischen Gründen notwendig.
15.
Oktober 1990
Baubeginn der S-Bahn-Lückenschlüsse zwischen Berlin-Frohnau und Hohen
Neuendorf sowie zwischen Lichtenrade und Blankenfelde.
28. Oktober 1990
Die Lufthansa nimmt den Liniendienst nach Berlin auf.
14. November 1990
In der Mainzer Straße (Friedrichshain) kommt es durch Häuserräumungen zu
schweren Krawallen.
1. Dezember 1990
Zwischen den Bahnhöfen Lichtenrade und Buckower Chaussee wird der neue
S-Bahnhof Schichauweg eröffnet.
2. Dezember 1990
Alle Berliner wählen das neue Abgeordnetenhaus. Die Ergebnisse:
CDU 40,4 %; SPD 30,3 %;
FDP 7,1 %; PDS 9,2 %; Grüne/AL
5,0 %;
Bündnis 90/Grüne 4,4 %; Republikaner 3,1 %
Die Wahlbeteiligung lag bei 80,8 %
22. Dezember 1990
Am sowjetischen Ehrenmal im Tiergarten findet die letzte Wachablösung durch die
Rote Armee statt. Das Ehrenmal wird dem Berliner Senat übergeben. Es steht
unter Denkmalschutz.
22.
Dezember 1990
Die BVG-S-Bahnen halten erstmalig wieder im Bahnhof Bornholmer Straße. (Linien
S1 und S2)
11. Januar 1991
In der Nikolaikirche konstituiert sich das erste Gesamt-Berliner
Abgeordnetenhaus. Es setzt die (Ost-) Berliner Verfassung außer Kraft.
Gleichzeitig wird die (West-) Berliner Verfassung auf das gesamte Stadtgebiet
ausgedehnt. Außerdem wird ein neuer Regierender Bürgermeister gewählt: Es ist
Eberhard Diepgen (CDU), der Walter Momper (SPD) ablöst. Berlin wird von einer
SPD/CDU-Koalition regiert.
22.
Januar 1991
Erstmalig kommt ein BVG-Zug der neuen Bauart 480 im S-Bahnnetz der DR zum
Einsatz.
7. März 1991
Berlin bewirbt sich um die Austragung der Olympischen Sommerspiele im Jahre 2000
beim Nationalen Olympischen Komitee der Bundesrepublik Deutschland.
13. März 1991
Erich Honecker wird von den Sowjets von Beelitz nach Moskau ausgeflogen.
23. März 1991
Der Schlosspark Niederschönhausen ist der Öffentlichkeit wieder zugänglich.
Der Schlosspark gehörte als Sperrgebiet zum Staatsgästehaus der DDR, welches
bis 1960 Sitz des Staatspräsidenten Wilhelm Pieck war.
2. April
1991
Wegen dringend erforderlicher Sanierungsarbeiten wird der Nord-Süd-S-Bahntunnel
zwischen Friedrichstraße und Gesundbrunnen gesperrt. Das Gleisbett ist seit
Streckeneröffnung in den 30er Jahren nie erneuert worden. Nach Kriegsende stand
der Tunnel Jahre unter Wasser, wodurch das Gleisbett hart wie Beton war.
15. April 1991
Die zwischen Nollendorfplatz und Bülowstraße verkehrende Museumsstraßenbahn
stellt den Betrieb ein. Auf dieser Hochbahnstrecke soll die U-Bahn reaktiviert
werden.
30. April 1991
Die Interflug (ehemalige Fluggesellschaft der DDR) stellt den Linienbetrieb ein.
16. Mai 1991
Der Schulze-Delitzsch-Platz in Mitte erhält seinen Namen zurück. 1974 ist das
Denkmal entfernt und der Platz entwidmet worden.
2. Juni 1991
Die BVB beschloss eine komplette Neuordnung des Straßenbahnnetzes: Die Linien
wurden nach einem neuen Schema durchnummeriert, E-Linien abgeschafft und durch
separate Nummerngruppen ein "Pankower" und ein "Köpenicker
Netz" geschaffen.
2. Juni
1991
Erstmalig fahren Neubauzüge
der Reichsbahn (BR 270, heute 485) im Westnetz der S-Bahn.
Die DR führt auf ihren Strecken ein S-Bahn-Liniensystem ein, welches auf das BVG-Netz abgestimmt ist.
15. Juni 1991
Auf dem Gelände des Reichssicherheits-Hauptamtes in der Niederkirchnerstraße
wird das Ausstellungsgelände "Topographie des Terrors" eröffnet.
17. Juni 1991
Abgeordnetenhaus-Präsidentin Hann-Renate Laurien gibt des Startschuss zum
Wiederaufbau des Preußischen Landtags in der Niederkirchnerstraße. Dieses
Gebäude soll nach dem Wiederaufbau das Abgeordnetenhaus beherbergen.
20. Juni 1991
Berlin wird Bundeshauptstadt und
Regierungssitz
Im Bonner Bundestag wird beschlossen, dass Berlin zukünftig wieder Hauptstadt
Deutschlands und auch der Sitz von Regierung und Parlament sein wird. Mit 338 zu
320 Stimmen wurde für Berlin und gegen Bonn votiert.
26. Juni 1991
Für 102 Millionen DM verkauft das Land Berlin ein Geländestück am Potsdamer
Platz an den Elektronik-Konzern Sony.
1. Juli 1991
Das Warenhaus Centrum am Alexanderplatz wird als "Kaufhof" wiedereröffnet.
3. Juli 1991
Eberhard Diepgen und Brandenburgs Ministerpräsident Manfred Stolpe sprechen
sich auf einer Pressekonferenz für den Zusammenschluss Brandenburgs und Berlins
aus.
15. Juli 1991
Nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten wird auf dem Brandenburger Tor wieder
die Quadriga aufgestellt. Erstmalig seit Kriegsende wieder mit Eisernem Kreuz.
31. Juli
1991
Die Magnetbahn (im August 1989 in Betrieb genommen) wird stillgelegt. Wegen des
Wiederaufbaus der U-Bahnstrecke muss die M-Bahn demontiert werden.
1. August 1991
Die Verkehrsunternehmen im Großraum Berlin führen einen Gemeinschaftstarif
ein.
2. August 1991
Die Treuhand-Anstalt stimmt dem Verkauf der Bauruine
"Friedrichstadt-Passagen" an ein internationales Investoren-Konsortium
zu. Der Rohbau aus DDR-Zeiten soll abgerissen und durch Neubauten ersetzt
werden.
5.
August 1991
Nachdem Ende 1990 für die BVG-S-Bahnlinien S1 und S2 der Bahnhof Bornholmer
Straße wiedereröffnet wurde, erfolgt nun die Eröffnung eines provisorischen
Haltepunkts auch für die östlichen Linien an der Bornholmer Straße.
13. August 1991
Der Berliner Senat beschließt die Errichtung einer Mauergedenkstätte an der
Bernauer Straße. Hierzu soll ein 70 Meter langes Stück Mauer wieder aufgebaut
werden.
17. September 1991
Der Senat beschließt, dass BVG-Busse, Taxen und Fahrräder künftig durch das
Brandenburger Tor fahren dürfen.
18.
August 1991
Nach dem im Nordabschnitt der Nord-Süd-S-Bahn der Zugverkehr wegen Bauarbeiten
eingestellt wurde, erfolgt die Einstellung nun auch zwischen Friedrichstraße
und Anhalter Bahnhof.
24. September 1991
Der Berliner Senat tagt letztmalig im Schöneberger Rathaus. Es war seit 1951
faktisch das Rathaus West-Berlins.
25. September 1991
Eberhard Diepgen, der Regierende Bürgermeister, bezieht seine neuen Amtsräume
im "Roten Rathaus".
1. Oktober 1991
Der Senat tagt erstmals nach seinem Umzug vom Rathaus Schöneberg im Roten
Rathaus.
2. Oktober 1991
Im ehemaligen Ostteil der Stadt werden diverse U-Bahnhöfe umbenannt.
Selber Tag:
Die Architekten Heinz Hillmer und Christoph Sattler werden für ihren Vorschlag
zur städtebaulichen Gestaltung der Gegend Potsdamer- und Leipziger Platz mit
dem Ersten Preis ausgezeichnet.
3. Oktober 1991
Die Schloßbrücke erhält ihren alten Namen zurück. Seit 1951 hieß sie
Marx-Engels-Brücke.
15. Oktober 1991
Der Senat beschließt, das Gebiet des Spreebogens der Bundesregierung für ihre
neuen Bauten zur Verfügung zu stellen.
8. November 1991
Trotz erheblicher Proteste beginnt die Demontage des 19 Meter hohen
Lenin-Denkmals in Friedrichshain.
31. Dezember 1991
Der Deutsche Fernsehfunk stellt seinen Sendebetrieb ein. Der DFF ging 1990 aus
dem Fernsehen der DDR hervor und betrieb bis zuletzt zwei Fernsehprogramme. Der
DFF war neben der ARD und dem ZDF seit der Wiedervereinigung die dritte
öffentlich-rechtliche Fernsehanstalt mit Sitz in Adlershof. Auf den Frequenzen
von DDR 1 kann man nun die ARD empfangen und auf DDR 2 (im Berliner Raum) den neuen Ostdeutschen
Rundfunk Brandenburg (ORB). Das 1952 gebaute Sendezentrum Adlershof wird nun
nicht mehr genutzt.
Dezember 1991
In diesem Monat wurden einige Straßen im ehemaligen Ostsektor, vor allem im
Bezirk Mitte, um- bzw. zurück benannt.
Hier einige (auch prominente) Beispiele:
Egon-Schultz-Straße : Strelitzer Straße
(Mitte)
Fritz-Heckert-Straße : Engeldamm (Mitte)
Hermann-Matern-Straße : Luisenstraße (Mitte)
Hinter dem Rathaus : Gustav-Böß-Straße (Mitte)
Ho-Chi-Minh-Straße : Weissenseer Weg (Lichtenberg)
Johannes-Dieckmann-Straße : Taubenstraße (Mitte)
Klement-Gottwald-Allee : Berliner Allee (Weissensee)
Kotikowplatz : Petersburger Platz (Prenzlauer Berg)
Marx-Engels-Platz (Nördlicher Teil) : Lustgarten (Mitte)
Otto-Nuschke-Straße : Jägerstraße (Mitte)
Platz der Akademie : Gendarmenmarkt (Mitte)
Reinhold-Huhn-Straße : Schützenstraße (Mitte)
Wilhelm-Külz-Straße : Markgrafenstraße (Mitte)
2. Januar 1992
Erstmalig können Interessenten in der so genannten "Gauck-Behörde"
ihre Stasi-Akten einsehen.
16. Januar 1992
Das ehemalige Reichsluftfahrtministerium an der Leipziger Straße (derzeit
Treuhandanstalt) erhält den Namen "Detlev-Rohwedder-Haus". Zu
DDR-Zeiten war es das Haus der Ministerien. Rohwedder wurde 1991 ermordet.
20. Januar 1992
In der Mühlenstraße existiert noch ein längeres Stück der Berliner Mauer als
Hinterlandmauer. Sie wird als "East-side-Gallery" unter Denkmalschutz
gestellt.
31. Januar 1992
Die Leninallee wird in Landsberger Allee umbenannt.
31.
Januar 1992
Umbenennung einiger S-Bahnhöfe:
Bruno-Leuschner-Straße > Raoul-Wallenberg-Straße
Karl-Maron-Straße > Poelchaustraße
Otto-Winzer-Straße > Mehrower Allee
Leninallee > Landsberger Allee
29. Februar 1992
Das Spandauer Volksblatt stellt sein Erscheinen als Tageszeitung ein. Es wird
als Wochenzeitung weitergeführt.
1. März
1992
Wiedereröffnung der Nord-Süd-S-Bahn auf gesamter Länge. Erstmalig seit 1961
wieder in Betrieb: Der S-Bahnhof Potsdamer Platz.
14. April 1992
Erstmalig seit 1961 fährt wieder eine S-Bahn von Wannsee aus weiter nach
Potsdam-Stadt. Es ist der erste Schritt zur umfangreichen Reaktivierung des
S-Bahnnetzes innerhalb des ehemaligen Berliner Westens und in das Umland hinaus.
1. Mai 1992
Das von der Klingbeilgruppe erworbene Interhotel Stadt Berlin am Alexanderplatz
wird in Forum Hotel umbenannt.
14. Mai 1992
Die Berliner Justizbehörden erheben Anklage gegen Erich Honecker wegen der
Todesschüsse an der Mauer und der innerdeutschen Grenze.
26. Mai 1992
Das Brandenburger Tor wird für BVG-Busse und Taxen geöffnet. Voran gingen
kontrovers geführte Diskussionen, ob das Tor nicht auch für den allgemeinen
Autoverkehr geöffnet werden sollte.
31. Mai 1992
Nach Hamburg wird nun auch eine IC-Strecke nach Frankfurt/M. eingerichtet.
31. Mai
1992
Zwischen Berlin-Frohnau und Hohen Neuendorf wird der S-Bahnverkehr durch die
Linie S1 aufgenommen. Die Betriebshoheit obliegt der BVG.
Einige S-Bahnhöfe werden umbenannt:
Marx-Engels-Platz > Hackescher Markt
Mariendorf > Attillastraße
Steglitz > Rathaus Steglitz
Auch einige U-Bahnhöfe werden umbenannt.
27. Juni 1992
Die Deutsche Bundespost feiert am Alexanderplatz die Zusammenfügung der beiden
Berliner Telefonnetze.
Erstmals erscheinen wieder gesamt-Berliner Telefonbücher. Die Telefonkunden
erhalten die fünf Bücher (1,4 Millionen Einträge) bei den Postämtern.
29. Juli 1992
Erich Honecker, aus Moskau zurückgekehrt, begibt sich in die Obhut der
deutschen Justiz.
1.
August 1992
Die BVG gibt die S-Bahnstrecke (Friedrichstraße -) Lehrter Stadtbahnhof -
Wannsee an die Deutsche Reichsbahn ab. Die BVG betreibt nun nur noch die Linien
S1 und S2.
17. August 1992
Architekt Helmut Jahn gewinnt die Ausschreibung um die Bebauung des Sony-Areals
am Potsdamer Platz.
31.
August 1992
Eröffnung der S-Bahnstrecke von Lichtenrade über Mahlow nach Blankenfelde.
5. September 1992
Architekt Renzo Piano gewinnt die Ausschreibung um die Bebauung des
Mercedes-Benz-Areals am Potsdamer Platz.
4. Oktober 1992
Der Senat beschließt, 17 Personen aus der Ehrenbürgerliste Berlins zu
streichen, die einst in die Liste Ost-Berlins aufgenommen wurden.
8. Oktober 1992
Im Alter von 78 Jahren verstirbt Willy Brandt. Brandt war Ehrenvorsitzender der
SPD und von 1957 bis 1966 Regierender Bürgermeister von Berlin (West) und
Ehrenbürger von Berlin.
9. Oktober 1992
In der Friedrichstraße wird der Grundstein für den Neubau der
Friedrichstadt-Passagen gelegt. Bereits 1989 fand hier eine Grundsteinlegung
durch Erich Honecker statt, diese mittlerweile entstandenen Baufragmente wurden
wieder abgerissen. Die Friedrichstadt-Passagen erstrecken sich über drei
Baublöcke und werden durch eine unterirdische Passage miteinander verbunden.
10. Oktober 1992
In den Stadtbahnbögen wird der neue Berliner Flohmarkt eröffnet. Er hatte
bisher seinen Sitz in alten U-Bahnwagen im Hochbahnhof Nollendorfplatz.
9. November 1992
Neben dem Berlin-Museum in der Lindenstraße wird der Grundstein für das
Jüdische Museum gelegt.
Am gleichen Tag werden Ronald Reagen, Michail Gorbatschow und Helmut Kohl in die
Ehrenbürgerliste Berlins eingetragen.
5. Dezember 1992
Im Beisein des Berliner Verkehrssenators werden die Umfahrungsstraßen am
Brandenburger Tor eröffnet. Der Verkehr staute sich regelmäßig vor dem Tor.
Nun gibt es neue Querverbindungen durch die ehemaligen Ministergärten.
18. Dezember 1992
Der Pariser Platz wurde historisch korrekt rekonstruiert. Zwei Springbrunnen
wurden enthüllt.
1992
In diesem Jahr wurden einige Straßen im ehemaligen Ostsektor um- bzw. zurück
benannt.
Hier einige Beispiele:
Bersarinstraße : Petersburger Straße
(Friedrichshain)
Heinrich-Rau-Straße : Märkische Allee (Marzahn)
Hermann-Duncker-Straße : Treskowallee (Lichtenberg)
Jaques-Duclos-Straße : Möllendorfstraße (Lichtenberg)
Leninallee : Landsberger Allee (Marzahn, Hohenschhsn., Friedrichshain)
Leninplatz : Platz der Vereinten Nationen (Friedrichshain)
Otto-Buchwitz-Straße : Blumberger Damm (Marzahn)
Straße der Befreiung : Alt-Friedrichsfelde (Lichtenberg)
Johannes-R.-Becher-Straße : Breite Straße (Pankow)
6. Januar 1993
Die BVG beginnt mit der Modernisierung der seit 1976 beschafften
Tatra-Straßenbahnzüge.
13. Januar 1993
Nachdem der Haftbefehl am Vortag aufgehoben wurde, verließ Erich Honecker an
diesem Tage die Haftanstalt Moabit und reiste nach Chile.
18. Februar 1993
Aus einem internationalen Architekten-Wettbewerb für das künftige
Regierungsviertel geht Axel Schultes als Sieger hervor. Er bekommt den Auftrag,
das "Band des Bundes" zu bauen. Bestandteil dieses Gebäudeensembles
ist das Bundeskanzleramt im Spreebogen.
18. März 1993
Letztmalig findet am Reichpietschufer der "Krempelmarkt" statt. Auf
dem Gelände beginnen die Bauvorbereitungen für das Potsdamer-Platz-Projekt.
März 1993
Am künftigen "Nordkreuz" beginnen die Umbauarbeiten.
2. April 1993
Die Straßenkreuzung vor dem RIAS-Gebäude in Schöneberg erhält den Namen
Hans-Rosenthal-Platz. Der 1987 verstorbene Quizmaster Hans Rosenthal war viele
Jahre Unterhaltungschef beim RIAS.
13. April 1993
An der Ecke Unter den Linden/Friedrichstraße beginnt der Abriss des 1964
gebauten "Lindencorso".
28. April 1993
Mit einem Festakt wird der wieder aufgebaute Preußische Landtag eingeweiht. Der
Bau an der Niederkirchnerstraße beherbergt künftig das Berliner
Abgeordnetenhaus, das bislang im Schöneberger Rathaus tagte.
22. Mai 1993
Berlin wird in das ICE-Netz der Deutschen Bundesbahn einbezogen. Zunächst aber
fahren die Züge noch über den Außenring nach Schönefeld und dann nach
Lichtenberg. Auf der Stadtbahn ist die Elektrifizierung noch nicht
abgeschlossen, weshalb zunächst ein Zubringerdienst ("ICE-Shuttle")
zwischen Bahnhof Zoo und Michendorf mit Diesel-Traktion eingerichtet wird.
23. Mai
1993
Der S-Bahnhof Ernst-Thälmann-Park wird in "Greifswalder Straße"
zurückbenannt.
6. Juni 1993
Nach 18 Jahren des Wiederaufbaus wird der Berliner Dom eingeweiht.
8. Juni 1993
Die Otto-Grotewohl-Straße wird wieder in Wilhelmstraße zurück benannt. (Der
gleichnamige U-Bahnhof trägt bereits seit 1991 den Namen
"Mohrenstraße".)
22. Juni 1993
Trotz erheblichster Proteste verfügt der Berliner Finanzsenat die Schließung
des Schiller-Theaters. Ursache sind die knappen Mittel im Kulturetat. Am Vortag
verkündete Diepgen einschneidende Sparmaßnahmen im Kulturbereich.
30. Juni 1993
Auf dem Marx-Engels-Platz wird vor dem (seit 1990 geschlossenen) Palast der Republik eine Planen-Attrappe
des Berliner Stadtschlosses fertig gestellt.
Am selben Tag schließt das Café Möhring am Kurfürstendamm 234 seine Pforten.
4. Juli 1993
Die Stadtbahn steht nun endlich (zunächst eingleisig bis Zoo) unter Strom: Die
ICE-Linie von München kann nun direkt über Bahnhof Zoo das Stadtgebiet
erreichen, wodurch die Umwegfahrten über den Außenring entfallen können.
16. September 1993
Mehrere Mitglieder der ehemaligen DDR-Regierung werden zu mehrjährigen
Haftstrafen verurteilt. Unter ihnen: Verteidigungsminister Heinz Keßler.
Am selben Tag gewinnt Hans Kollhoff den städtebaulichen Wettbewerb um die
Neugestaltung des Alexanderplatzes. Kollhoff sieht den Bau von bis zu 150 Meter
hohen Gebäuden vor.
23. September 1993
Das IOC vergibt die Austragung der Olympischen Spiele im Jahre 2000 an Sydney.
Berlin hatte sich ebenfalls beworben.
September 1993
Auf der Stadtbahn ist ab Zoo westwärts das zweite Fernbahngleis elektrifiziert.
1. Oktober 1993
Die Otto-Grotewohl-Straße wird in Wilhelmstraße umbenannt.
3. Oktober 1993
Das Schillertheater in der Bismarckstraße wurde geschlossen. Ursache waren die
Sparbeschlüsse des Diepgen-Senats.
10. Oktober 1993
Der Bellevue-Tower, ein Hochhaus im Tiergartenviertel, wurde gesprengt. Die
ersten Bagger sind da...
11. Oktober 1993
Der neue Potsdamer Platz
Im Beisein vom Regierenden Bürgermeister Diepgen und Vorstandsvorsitzenden von
Daimler-Benz, Edzard Reuter, wird am Potsdamer Platz der Grundstein für ein
neuen Stadtteil gelegt. Der Bau soll 3 Milliarden DM kosten.
12. Oktober 1993
In Bonn wird beschlossen, den Regierungsumzug bis Ende 2000 abzuschließen.
26. Oktober 1993
Erich Mielke, ehemals Minister für Staatssicherheit der DDR, wird wegen
Totschlags zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt. Die Urteile beziehen sich auf
Taten aus dem Jahre 1931!
13.
November 1993
Mit der Eröffnung der Streckenverbindung Wittenbergplatz - Mohrenstraße wird
das Berliner U-Bahnnetz wiedervereinigt. Diese Strecke wurde mauerbedingt 1961
außer Betrieb genommen. Dem Wiederaufbau musste die M-Bahn, eine
Museumsstraßenbahn und der Berliner Flohmarkt am Nollendorfplatz weichen.
1. Dezember 1993
In Drewitz beginnen die Abrissarbeiten am alten Autobahngrenzübergang der AVUS.
Hier soll ein Bürozentrum entstehen.
15. Dezember 1993
Der S-Bahn-Südring wird wieder in Betrieb genommen: Zunächst fahren die Züge
der Linien S 45 und S 46 nur zwischen Westend und Baumschulenweg auf der
Ringbahn. Hier wurde der Betrieb im September 1980 und (zwischen Köllnischer
Heide und Baumschulenweg) 1961 eingestellt.
22. Dezember 1993
Bundesaußenminister Klaus Kinkel bezieht seinen neuen Berliner Dienstwohnsitz
in Dahlem. Nach Bundespräsident Weizsäcker ist er der erste Bundespolitiker,
der seinen Wohnsitz in Berlin hat.
31. Dezember 1993
RIAS BERLIN stellt seinen Sendebetrieb ein. Das Programm RIAS 1 wird
Bestandteil des neu gegründeten "DeutschlandRadios", das seinen Sitz
im Rias-Funkhaus bezieht, RIAS 2 wird ausgegliedert und zu einem privaten
Rundfunksender umgewandelt. Er nennt sich seither R.S.2.
1993
In diesem Jahr wurden einige Straßen im ehemaligen Ostsektor um- bzw. zurück
benannt.
Hier einige Beispiele:
Franz-Dahlem-Straße : Ella-Kay-Straße
Helmut-Just-Straße : Behmstraße
Otto-Grotewohl-Straße : Wilhelmstraße
Werneuchener Straße : Margarethe-Sommer-Straße
Wilhelm-Florin-Straße : Lilli-Henoch-Straße
Willi-Bredel-Straße : Schivelbeiner Straße
1. Januar 1994
Die Deutsche Reichsbahn und die Deutsche Bundesbahn firmieren ab diesem Tage
unter der neu gegründeten "Deutschen Bahn". Zugleich gibt die BVG
sämtliche S-Bahn-Betriebsrechte (zuletzt noch die S1 und S2) an die DB ab.
14. Januar 1994
Der Bundestag legt die Gesamtkosten für den Regierungs-Umzug von Bonn nach
Berlin fest. Von den 20 Milliarden DM werden 16 Mrd. für den Umzug
veranschlagt, worin die Um- und Neubauten von Gebäuden enthalten sind. 4 Mrd.
DM sind für Bonn und Berlin als Ausgleichzahlungen vorgesehen.
25. Februar 1994
292 Abgeordnete des Bundestags sprechen sich für die Verhüllung durch Christo
und Jean-Claude aus. 223, unter ihnen Bundeskanzler Kohl sind dagegen. Der
Reichstag wird verhüllt. Dafür kämpft Christo seit 1971.
1. März 1994
In Wittenau wird der erste "Grüne Pfeil" in Berlins Westen
installiert.
2. März 1994
Das Bundeskabinett beschließt den Bau einer Transrapid-Magnetbahn von Berlin
nach Hamburg. Ab 2005 soll die Reisezeit nach Hamburg nur noch eine Stunde
betragen.
17. März 1994
Viele Straßen im Ostteil Berlins werden umbenannt:
Der Leninplatz wird in "Platz der vereinten Nationen" umbenannt. Die
Otto-Grotewohl-Straße erhält ihren alten Namen Wilhelmstraße zurück, wobei
auch der Name "Toleranzstraße" zur Diskussion stand. Die
Wilhelm-Pieck-Straße wird in Torstraße zurückbenannt und die Dimitroffstraße
nennt sich nun wieder Danziger Straße. Dauerhaft durchsetzen dagegen konnte
sich die Karl-Marx-Allee, die ihren Namen behielt.
22. April 1994
Dagobert, der Karstadt-Erpresser, wird in Treptow festgenommen. Dagobert zeigte
einen enormen Einfallsreichtum, wenn es um die Lösegeldübergabe ging. In einem
Falle sollten die Lösegeldgeber das Geld auf eine Schienen-Gondel packen, die
auf den S-Bahngleisen der stillgelegten Siemensbahn montiert war. Diese Gondel
verschwand dann nach drücken des Startknopfes im Dickicht der zugewachsenen
Gleise...
9. Mai 1994
Im Tiergarten beginnen die Bauarbeiten am Straßen- und Eisenbahntunnel.
29. Mai 1994
Einige (noch) stillgelegte S-Bahnhöfe erhalten als Arbeitstitel neue Namen:
Reinickendorf > Alt-Reinickendorf
Wittenau (Kremmener Bahn) > Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik
Eichbornstraße > Eichborndamm
Putlitzstraße > Westhafen
29. Mai 1994
Erich Honecker, ehemals Staats- und Parteichef der DDR, verstirbt im Alter von
81 Jahren in Chile. Das Mitgefühl der ehemaligen DDR-Bürger hält sich in sehr
engen Grenzen.
18. Juni 1994
Die Schutzmächte veranstalten in Berlin die letzte Parade.
1. Juli 1994
Das amerikanische "Berlin Document Center" in Zehlendorf wird an das
Bundesarchiv übergeben. Diese Sammlung umfasst Unterlagen aus der NS-Zeit.
13. Juli 1994
Der Senat beschließt die Verringerung der Anzahl der Berliner Stadtbezirke.
Anstatt 23 Bezirke sollen bis 1999 zwölf übrig bleiben.
19. Juli 1994
Am Gleisdreieck entstand ein Baulogistik-Zentrum. An diesem Tage wird der
Betrieb aufgenommen. Von hier aus werden die Bauarbeiten am Potsdamer Platz
versorgt.
25. Juli 1994
Die Wilhelm-Pieck-Straße (Mitte) wird in Torstraße umbenannt. Wilhelm Pieck
war Staatspräsident der DDR von 1949 bis 1960.
8. September 1994
Schutzmächte ziehen ab!
In Berlin werden feierlich die letzten alliierten Streitkräfte verabschiedet.
Ihre Präsenz ist nicht mehr erforderlich.
17. und
31. Oktober 1994
Die Stadtbahn wird für den Fernverkehr zwischen Bahnhof Zoo und Hauptbahnhof
(Ostbahnhof) gesperrt. Die bisherigen Fernbahngleise werden zunächst von der
S-Bahn genutzt, um die S-Bahntrasse grundlegend zu sanieren. Nach Abschluss
dieser Bauarbeiten ist die Fernbahntrasse an der Reihe.
29. September 1994
Der Militärbahnhof Tegel wird geschlossen. Am Vortag verließen hier die
letzten französischen Schutzmächte Berlin.
29. Oktober 1994
Auf dem Daimler-Benz-Areal am Potsdamer Platz wird der Grundstein gelegt.
9. November 1994
Am 5. Jahrestag des Mauerfalls wird die renovierte Oberbaumbrücke zwischen
Friedrichshain und Kreuzberg wieder für den Autoverkehr freigegeben. Die
Hochbahn ist noch im Bau.
15. November 1994
Der Marx-Engels-Platz (Mitte) wird in Schloßplatz umbenannt.
29. November 1994
Am Pariser Platz wird der Grundstein für das neue Hotel Adlon gelegt. Lorenz
Adlon eröffnete hier 1907 sein prunkvolles Hotel, welches kurz nach Kriegsende
ausbrannte. 1984 wurden die letzten Reste abgerissen. Der Neubau soll sich
architektonisch eng an den Vorkriegsbau anlehnen. Bauträger ist die
Kempinksi-Gruppe.
1994
In diesem Jahr erhielt die Marx-Engels-Brücke wieder ihren alten Namen
Schloßbrücke. Der verbliebene Rest des Marx-Engels-Platz, also der Teil vor
dem Palast der Republik, heißt jetzt Schloßplatz. Der Nordteil dieses Platzes
trägt bereits seit 1991 wieder den Namen Lustgarten.
Ebenso wurde die Wilhelm-Pieck-Straße in Torstraße umbenannt.
1. Januar 1995
Durch eine Steuerreform entfallen die letzten Berlin-Zulagen.
Die "S-Bahn Berlin GmbH" wird als Tochterunternehmen der Deutschen Bahn AG gegründet.
1. Januar 1995
Die Berliner S-Bahn wird aus der Deutschen Bahn ausgegliedert und seither durch
die "S-Bahn Berlin GmbH" betrieben. Dieses Unternehmen ist eine
Tochter der "Deutschen Bahn Gruppe"
17. Januar 1995
Für die Fernbahn geht die Eckverbindung Pankow-Schönhauser Allee wieder in
Betrieb. Voran gingen umfangreiche Umbauten mit zahlreichen Brücken- und
Tunnelbauwerken.
28. Mai
1995
Mit Betriebsaufnahme der S 25 werden die S-Bahnstrecken zwischen Schönholz und
Tegel sowie Priesterweg und Lichterfelde-Ost wiedereröffnet. Hier ruhte der
S-Bahnverkehr seit September 1980.
23. Juni 1995
In Berlin ist wieder mal was los: Das Künstler-Ehepaar Jeane-Claude und Christo
haben den Reichstag verhüllt. Die beiden aus Rumänien stammenden New Yorker
verfolgen dieses Projekt bereits seit 1971. 5 Millionen Menschen schauen sich
dieses 14-tägige Spektakel an! Ich bin deshalb 2x nach Berlin gefahren.
8. September 1995
Nun beginnt auch SONY mit dem Bau eines Geschäftszentrums am Potsdamer Platz. Daimler-Benz
begann bereits 1993 mit den Bauarbeiten.
11. September 1995
In Französisch Buchholz beginnt der Bau einer neuen Wohnsiedlung mit 3000
Wohnungen.
13. Oktober 1995
Für ein "Verkehrsprojekt Deutsche Einheit" wird im Tiergarten mit dem Bau eines
Tunnels begonnen.
21.
Oktober 1995
Baubeginn der S-Bahnstrecke Tegel - Hennigsdorf.
14. Oktober 1995
Neue Wege Bahnen! Auf Oberbaum und Niederflur!
Die BVG betreibt wieder die U-Bahnverbindung vom Schlesischen Tor zur Warschauer
Brücke über die Oberbaumbrücke hinweg.
Selber
Tag:
Außerdem wird in der Osloer Straße
eine neue Straßenbahnstrecke eröffnet. Somit fährt erstmals seit 1967 wieder
eine Straßenbahn im ehemaligen Westteil der Stadt.
Die Linien 23 und 24 fahren aus dem ehemaligen Osten kommend über die
Bösebrücke durch die Osloer Straße bis zum Louise-Schröder-Platz. Hier
verkehrte zuletzt im Sommer 1964 die Linie 3.
22. Oktober 1995
Berlin wählt das neue Abgeordnetenhaus. Die Ergebnisse in den westlichen
Wahlbezirken
CDU 45,4 %; SPD 25,5 %;
Grüne/AL 15,0 %; FDP 3,4 %;
PDS 2,1 %
...und im Osten der Stadt:
CDU 23,6 %; SPD 20,2 %;
Grüne/AL 10,0 %; FDP 1,1 %;
PDS 36,6 %
4. November
1995
Wegen Bauarbeiten am neuen Tiergartentunnel wird die Entlastungsstraße im
Tiergarten gesperrt. Sie entstand in den 50er Jahren als Nordsüd-Verbindung
quer durch den Tiergarten, damit man nicht mehr durch den Ostsektor fahren
musste.
14. November
1995
Den Mitarbeitern der traditionsreichen Heliowatt-Werke in Charlottenburg wird
mitgeteilt, dass das Unternehmen geschlossen wird.
14. Dezember
1995
In Karow-Nord ziehen die ersten Mieter ein. Insgesamt sind 5200 Wohnungen
geplant.
15. Dezember
1995
Ein Teilstück der A 100 wird eröffnet. Hierbei handelt es sich um die Lücke
zwischen Sachsendamm und Tempelhof, die 30 Jahre lang aufgrund bestehender
Reichsbahnbrücken nicht geschlossen werden konnte. Der Stadtring (A 100) ist
somit nun von Seestraße (Wedding) bis Gradestraße (Britz) durchgehend
befahrbar.
18. Dezember
1995
Im Bereich der ehemaligen Kontrollstelle Heiligensee wurde die Stadtautobahn A
111 begradigt. Dies war ein Unfallschwerpunkt in den letzten Jahren.
1995
Auf dem Potsdamer Platz wird mitten in der Baustellenbrache die
"Infobox" errichtet. Die Infobox, ein roter aufgeständerter
Gebäudekubus, beherbergt eine Dauerausstellung der Bauherren und des Landes
Berlin zur Umgestaltung des Potsdamer-Platz-Areals. Nach Abschluss der
Bauarbeiten soll die Infobox wieder abgerissen werden.
An der Tauentzienstraße wird das neue Kaufhaus Peek & Kloppenburg eröffnet. Das Unternehmen betrieb an dieser Stelle schon seit vielen Jahren eine Niederlassung, welches in einem wesentlich flacheren Nachkriegsbau ansässig war. Der Neubau, der vom Architekturbüro Böhm stammt, fällt durch seine wie durch Wind aufgeblähten Glasfronten auf.
1995
Karl-Marx-Allee? Stalinallee?
Karl-Marx-Allee!
In diesem Jahr wurden einige Straßen im ehemaligen Ostsektor um- bzw. zurück
benannt.
Es sind nach dieser Welle nur noch ganz wenige sozialistisch angehauchte Namen
übrig geblieben, wie etwa die Karl-Marx-Allee. Hier entzündete sich der
Streit, wie die Straße denn sonst heißen soll. Wegen ihrer baugeschichtlichen
Besonderheit war "Große Frankfurter Straße" unpassend.
"Frankfurter Allee" geht nicht, da dies wegen der bereits
existierenden Bezeichnung der fortsetzenden Straße zu sehr umfangreichen
Hausnummer-Änderungen geführt hätte. "Stalinallee", der Name, den
diese Straße zwischen 1949 und 1961 trug, schied verständlicherweise völlig
aus. Letztlich einigte man sich, diesen Namen mit einem gewissen Stolz zu
belassen. Eine gute Entscheidung, schließlich gibt es seit Jahrzehnten in
West-Berlin eine Karl-Marx-Straße! Und das ist auch gut so!
Hier einige Beispiele der Umbenennungen:
Artur-Becker-Straße : Kniprodestraße
Clara-Zetkin-Straße : Dorotheenstraße
Dimitroffstraße : Danziger Straße
1. Januar 1996
Die Energieversorgung Berlin EVB als Energieversorger Ostberlins wird in die
Berliner Kraft und Licht AG (BEWAG) eingegliedert.
2. Januar 1996
Das Hotel Berolina an der Karl-Marx-Allee wird geschlossen. Es folgt der Abriss
und der Neubau eines architektonisch ähnlichen Gebäudes als Heimstatt des
neuen Bezirksrathauses Mitte.
17. Januar 1996
Der Aufsichtsrat von AEG gibt die Auflösung des Konzerns bekannt. Die Standorte
in Berlin sollen geschlossen werden.
18. Januar 1996
Die Friedrichstraße wird für 6 Monate gesperrt. Grund sind Bauarbeiten am
U-Bahntunnel der U6.
22. Januar 1996
Telekom-Kunden, die über einen an das Telefonnetz angeschlossenen PC verfügen,
können von nun an von 6 bis 24 Uhr in der Datenbank der
Amerika-Gedenkbibliothek recherchieren.
25. Januar 1996
Das Berliner Abgeordnetenhaus wählt Eberhard Diepgen erneut zum Regierenden
Bürgermeister von Berlin.
16. Februar 1996
Das Berliner Verwaltungsgericht untersagt die Umbenennung der
Reichssportfeldstraße (Charlottenburg) in Flatowallee.
22.
Februar 1996
Pressevorstellung der neuen S-Bahnbaureihe 481/482 in Schöneweide
26. Februar 1996
In der "Milchbar Stalinallee", der derzeitigen Mokka- und Milch-Eisbar
bricht ein Feuer aus. Hoher Sachschaden, durch technischen Defekt.
28. Februar 1996
Das Bundesverwaltungsgericht gestattet den Weiterbau der Stadtautobahn A 100 in
Neukölln. Bis 1999 soll die Strecke bis zur Buschkrugallee befahrbar sein.
29. Februar 1996
In der Friedrichstraße wird das Kaufhaus "Galeries Lafayettes"
eröffnet.
Mit der Eröffnung dieses Warenhauses werden
die Quartiere 205, 206 und 207 (Friedrichstadt-Passagen) ihrer Bestimmung übergeben. Alle drei Gebäude
sind durch eine unterirdische Ladenpassage miteinander verbunden.
1. März 1996
Der Kaisersaal des alten Hotels Esplanade wurde angehoben und soll um mehrere
Meter verschoben werden. Dort entsteht derzeit das Sony-Center. Das Esplanade,
ein Luxushotel vor dem Krieg, blieb über all die Jahre als Ruine am Tiergarten
erhalten und steht nun im Weg.
7. März 1996
Es wird bekannt, dass das Traditionsunternehmen BOLLE bis zum Jahresende alle
Filialen schließen wird.
27. März 1996
An der Trebbiner Straße wird der Grundstein für eine neues Technikmuseum
gelegt.
März 1996
Seit diesen Tagen hat Berlin eine eigene Internetpräsenz: www.berlin.de
1. April 1996
Das Rathaus Friedrichshain zieht von seinem bisherigen Sitz um in die
Ringpassagen an der Frankfurter Allee.
4. April 1996
Auf der Baustelle am Potsdamer Platz eröffnet die so genannte Infobox. In dem
knallroten Gebäude können sich Besucher über die Bauarbeiten und die
geplanten Projekte informieren.
10. April 1996
Ein Teil der Lindenstraße in Kreuzberg wird in Axel-Springer-Straße umbenannt.
Dort befindet sich seit 1966 das Berliner Druck- und Verwaltungsgebäude des
Konzerns.
5. Mai 1996
Keine Länderehe!
In einer Volksabstimmung spricht sich die Mehrheit der Brandenburger und
Berliner Bevölkerung gegen die Verschmelzung der beiden Bundesländer aus.
| Die Ergebnisse: | Ja zu Berlin-Brandenburg | Nein zu Berlin-Brandenburg |
| Berliner Wähler | 53,4 % | 45,7 % |
| Brandenburgische Wähler | 36,3 % | 63 % |
8. Mai 1996
Am Lehrter Stadtbahnhof wird mit dem Bau eines neuen Zentralbahnhofs begonnen.
Dieser Bahnhof soll die Fernbahnaufgaben von den anderen Berliner Fernbahnhöfen
übernehmen. Hier soll auch der nach Hamburg fahrende Transrapid beginnen.
10. Mai 1996
In Kreuzberg wird mit dem "Willy-Brandt-Haus" die neue
Bundesparteizentrale der SPD eingeweiht.
8. Juni 1996
BILKA am Zoo schließt an diesem Tag seine Pforten. Bilka war eine
Warenhauskette des Hertie-Konzerns für das Niedrigpreis-Segment. Der
Karstadt-Konzern, der Hertie 1994 übernommen hat, plant in dem
denkmalgeschützten Gebäude eine Sport-Filiale zu eröffnen.
11. Juni 1996
Die BVG kündigt die Abschaffung von Fahrpreisermäßigungen für
Sozialhilfeempfänger und Arbeitslose an. Dies sorgt für erheblichen Unmut bei
den Betroffenen.
12. Juni 1996
Östlich des S-Bahnhofs Frankfurter Allee soll ein zweites Ringcenter entstehen.
Hierzu wurde der Grundstein gelegt.
13. Juli
1996
Die Linie U8 wird um eine Station von Leinestraße bis Hermannstraße
verlängert. Der Rohbau dieser Strecke entstand bereits 1929.
16. Juli 1996
Die Bahn beginnt mit den Arbeiten zur Elektrifizierung der Strecken
Berlin-Hannover und Berlin-Hamburg.
26.
August 1996
Zwischen Zoologischer Garten und Lehrter Stadtbahnhof verkehrt die S-Bahn wieder
auf ihren angestammten aber völlig neuen Gleisen. Der Bahnhof Tiergarten wurde
umfassend saniert.
2. Oktober 1996
Am Gendarmenmarkt wird der Deutsche Dom wiedereröffnet. In ihm findet die
ständige Ausstellung "Fragen an die deutsche Geschichte" statt. Diese
Ausstellung befand sich bis 1995 im Reichstagsgebäude und war so zu sagen
Pflichtprogramm für westdeutsche Schulklassen auf Berlinbesuch.
16. Oktober 1996
Am Zoo eröffnet Karstadt eine Karstadt-Sport-Filiale. Hierbei handelt es sich
um das ehemalige Bilka-Haus.
21.
Oktober 1996
Zwischen Lehrter Stadtbahnhof und Hauptbahnhof verkehrt die S-Bahn wieder auf
ihren angestammten aber völlig neuen Gleisen. Die meisten Bahnhöfe wurden
umfassend saniert.
26. Oktober 1996
Richtfest am Potsdamer Platz! Ein "Kranballett" unter der Leitung von Daniel Barenboim
wird aufgeführt.
28. Oktober 1996
Die letzten Ikarus-Busse werden bei der BVG ausgemustert. Die Busse ungarischer
Produktion wurden von der BVB bis 1989 beschafft.
28. Oktober 1996
Die Verkehrsunternehmen Berlins und Brandenburgs beschließen ein neues
Zonenmodell: Es soll drei Tarifzonen geben.
1. November 1996
Das Ladenschlussgesetz gestattet den Verkauf bis 20 Uhr. Bislang mussten
Geschäfte um 18.30 Uhr schließen. Nur Donnerstags war eine verlängerte
Öffnung bis 20.30 Uhr gestattet. Samstags bis 18 Uhr. Bereits in den 80er
Jahren gab es testweise in West-Berlin die Möglichkeit, Freitags bis 21 Uhr
einzukaufen.
7. November 1996
Nach Restauration und Umbau werden die Hackeschen Höfe wiedereröffnet. Sie
entwickeln sich zu einem Touristenmagneten.
11.
Dezember 1996
Die neue S-Bahnbaureihe 481 kommt erstmals zum Fahrgasteinsatz.
14.
Dezember 1996
Auf der U7 kommt der erste H-Zug zum Einsatz
30. Dezember 1996
In Berlin wird der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) gegründet.
1997
4. Februar 1997
Bundekanzler Helmut Kohl vollzieht den ersten Spatenstich zum Bau des neuen
Bundeskanzleramtes im Spreebogen.
21. Februar 1997
Die Reichssportfeldstraße wird nun endlich in Flatowallee umbenannt.
Siehe 16. Februar 1996.
15.
April 1997
Wiederaufnahme des S-Bahnbetriebs zwischen Westend und Jungfernheide.
6. Mai 1997
An der Schönhauser Allee erfolgt die Grundsteinlegung für die
Schönhauser-Allee-Arcaden.
19. Mai 1997
Umbenennung des Fern- (und zukünftigen S-Bahn-) hofes Spandau-West in Spandau.
23. Mai 1997
Aus Bautzen treffen die letzten ertüchtigten Tatra-Straßenbahnzüge ein. Das
Erneuerungsprogramm der BVG ist damit abgeschlossen.
9. Juli 1997
In einem Senkkasten des Tiergartentunnels kommt es zu einem Wassereinbruch. Der
Schaden beläuft sich auf Millionenhöhe und bringt den Zeitplan durcheinander.
21. August 1997
Am Schloßplatz Nr. 1 wird das Bundeskanzleramt fertig gestellt. Es handelt sich
um das frühere Staatsratsgebäude der DDR. Zunächst ziehen einige
Büroangestellte ein. Dieser Bau wird vom Bundeskanzler genutzt, bis das neue
Kanzleramt im Spreebogen bezugsfertig ist.
23. August 1997
Das neue Adlon
Im Beisein von Roman Herzog wird das neue Hotel Adlon am Pariser Platz
eingeweiht. Lorenz Adlon eröffnete hier 1907 sein prachtvolles Hotel. Es
brannte kurz nach Kriegsende aus. Nachdem das ruinierte Hauptgebäude in den
50er Jahren abgerissen wurde, konnte zumindest ein hinterer Gebäudeteil später
noch als HO-Gaststätte und -Hotel weitergeführt werden, bevor es 1984
endgültig abgerissen wurde. Das neue Hotel Adlon, entworfen vom Büro Patzschke, Klotz und Partner,
gehört zur Kempinski-Gruppe. Es läuft ein Rechtsstreit mit einem Restaurant
gleichen Namens am Kurfürstendamm.
18. September 1997
Richtfest am Reichstag.
23. September 1997
Auf dem Potsdamer Platz wird neben der Infobox eine Reproduktion des Ampelturms
von 1924 wieder aufgebaut. Dieser fünfeckige Turm gilt als die erste
Ampelanlage Deutschlands und regelte den Verkehr der fünf zulaufenden Straßen
auf dem damals verkehrsreichsten Platz Deutschlands.
30. September 1997
Am S-Bahnhof Gesundbrunnen wird das Gesundbrunnen-Center eröffnet. Auf drei
Ebenen befinden sich 100 Fachgeschäfte.
13.
Oktober 1997
Am Pariser Platz beginnen die Bauarbeiten für die "Kanzler-U-Bahn".
Die Linie soll vom Hauptbahnhof bis zum Alexanderplatz führen.
15. Oktober 1997
Im seit 1990 gesperrten Palast der Republik beginnen die Asbest-Arbeiten.
24. Oktober 1997
Auf dem Daimler-Benz-Gelände wird mit der Debis-Hauptverwaltung das erste
Bürogebäude bezogen.
25.
Oktober 1997
Zwischen Louise-Schröder-Platz und Virchowklinikum wird die Straßenbahn in
Betrieb genommen. Es ist die Verlängerung der ersten und bislang einzigen
Straßenbahnstrecke im ehemaligen West-Berlin.
30. Oktober 1997
Urteil um den Namen Adlon:
Sowohl das Hotel als auch das Restaurant am Kurfürstendamm dürfen den Namen
tragen. Das Restaurant, welches nichts mit dem Hotel zu tun hat, hat diesen
Namen bereits seit vielen Jahrzehnten, muss aber nun hinnehmen, dass die
Kempinski-Gruppe den Namen auch für das traditionsreiche Hotel nutzen darf.
1.
Dezember 1997
Teil-Eröffnung der neuen S-Bahnhöfe Gesundbrunnen und Bornholmer Straße. In
Gesundbrunnen wurde der alte nördliche Bahnsteig außer Betrieb genommen.
9. Dezember 1997
Im Kulturforum wird die für 190 Millionen DM gebaute Gemäldegalerie eröffnet.
Es entstand nach Plänen des Büros Hillmer & Sattler.
18.
Dezember 1997
Wiedereröffnung des S-Bahnbetriebes zwischen Treptower Park und Neukölln mit
dem Zwischenhalt am Bahnhof Sonnenallee, der seit 1980 außer Betrieb war.
21.
Dezember 1997
Die Sternfahrt der Stadtbahner
Letzter Planeinsatz von Zügen der Bauart "Stadtbahn" bei der Berliner
S-Bahn. Die Verabschiedung erfolgte in einer minutiös geplanten Sternfahrt zum
Bahnhof Ostkreuz, wo sich am Nachmittag auf allen Gleisen diese Veteranen aus
den 20er Jahren für fünf Minuten einfanden.
1997
Zwischen Kant-, Fasanen- und
Hardenbergstraße wurde unweit des Zoos das Ludwig-Erhard-Haus fertiggestellt.
Wegen seiner auffallenden Dachkonstruktion wird es von den Berlinern als
"Gürteltier" bezeichnet. In dem Gebäude hat die Berliner Industrie-
und Handelskammer ihren Sitz.
1998
16.
Januar 1998
Wiederaufnahme des S-Bahnbetriebs zwischen Westkreuz und Pichelsberg.
4. März 1998
Der Bahnhofsvorplatz in Wannsee bekommt den Namen Gustav-Hartmann-Platz, benannt
nach dem "Eisernen Gustav", der 1928 mit seiner Pferdedroschke von
Berlin nach Paris gefahren ist.
4. März 1998
Die BVG stellt stundenweise den Zugverkehr auf der U2 ein, da aufgrund eines
Sturms der Turm der Lutherkirche an der Bülowstraße umzustürzen droht. Zum
Glück passierte nichts.
7. März 1998
Für eine befristete Zeit wird das Brandenburger Tor für den allgemeinen
Autoverkehr geöffnet.
26. März 1998
Mit knapper Mehrheit beschließt das Abgeordnetenhaus die Zusammenfassung der 23
Berliner Stadtbezirke auf zukünftig 12 Bezirke.
5. April 1998
Die Mathäikirchstraße wird aufgrund des 90. Geburtstages in
Herbert-von-Karajan-Straße umbenannt. Karajan war von 1955 bis 1989
Chefdirigent der Berliner Philharmoniker. Wenige Monate vor seinem Tod trennte
sich Karajan aufgrund von Meinungsverschiedenheiten von den Berliner
Philharmonikern.
25. April 1998
Die Fernbahngleise auf der Stadtbahn werden nach deren Erneuerung für den
Verkehr freigegeben.
18. April 1998
Auf dem Moabiter Werder wird mit dem Bau von 715 Wohnungen für
Bundesbedienstete und Politiker begonnen.
3. Mai 1998
Auf der AVUS findet das allerletzte Autorennen statt. Zukünftig ist diese 1921
eröffnete Straße nur noch schlichter Bestandteil des Berliner
Stadtautobahnnetzes.
11. Mai 1998
Das "Haus der Demokratie" in der Friedrichstraße wechselt für 14,7
Millionen DM den Besitzer. Neueigentümer ist der Deutsche Beamtenbund.
22. Mai
1998
Die BVG mustert die letzten nicht modernisierten Tatra-Züge der Straßenbahn
aus.
24. Mai
1998
Um- und Rückbenennung des S- und Fernbahnhofes Hauptbahnhof in
"Ostbahnhof".
3. Juli 1998
Die Mackensenstraße in der Nähe des Nollendorfplatzes wird in
Else-Lasker-Schüler-Straße umbenannt.
24. August 1998
In der Staatlichen Münze am Molkenmarkt entstehen die ersten Probemünzen des
Euro.
28. August 1998
Auf dem Gelände des ehemaligen Görlitzer Bahnhof wird der neue Görlitzer Park
eröffnet. Er entstand in 12 Jahren Bauzeit.
2. September 1998
Sony feiert Richtfest des neuen Bürozentrums am Potsdamer Platz
3. September 1998
Nach ein Jahr Umbauzeit eröffnet Kaufhof am Alexanderplatz die Galeria Kaufhof.
9. September 1998
Auf dem Gelände des ehemaligen Lehrter Bahnhofs erfolgt die Grundsteinlegung
des neuen Hauptbahnhofes.
21. September 1998
Auf dem Gelände der ehemaligen Meierei Bolle in Moabit bezieht das
Bundesinnenministerium die neuen Räumlichkeiten. Es ist das erste Ministerium,
das von Bonn nach Berlin umzieht.
25.
September 1998
Wiedereröffnung des S-Bahnbetriebs zwischen Lichterfelde-Ost und
Lichterfelde-Süd.
27. September 1998
Die neue ICE-Strecke Berlin-Hannover wird in Betrieb genommen.
27.
September 1998
Zwischen Köpenick und Marzahn wird mit dem X69 die erste Expressbuslinie der
BVG in Betrieb genommen.
2. Oktober 1998
Debis am Potsdamer Platz
Im Beisein von Bundespräsident Roman Herzog wird am Potsdamer Platz das
Debis-Areal eingeweiht.
Am selben Tag wird der U-Bahnhof Mendelssohn-Bartholdy-Park eröffnet.
11. November 1998
Das im Debis-Viertel befindliche Weinhaus Huth wird wiedereröffnet. Es war das
einzige Haus, das auf dem Areal stehen blieb und eines der ganz wenigen, dass
den 2. Weltkrieg in dieser Gegend überstand. Der Grund: Man sieht dem Gebäude
nicht an, dass es 1912 ganz fortschrittlich mit einem Stahlskelet erbaut wurde
und dadurch sehr stabil ist.
23. November 1998
Das im Park des Schlosses Bellevue entstandene Bundespräsidialamt nimmt seine
Arbeit auf.
13. Dezember 1998
Nach drei Jahren Umbauzeit wird der Bahnhof Friedrichstraße als Regionalhalt
wieder in Betrieb genommen.
15.
Dezember 1998
Wiederaufnahme des S-Bahnbetriebs zwischen Tegel und Hennigsdorf.
18.
Dezember 1998
Zwischen dem Mollknoten und dem Hackeschen Markt wird eine neue
Straßenbahnstrecke eröffnet. Sie führt quer über den Alexanderplatz. Somit
fährt hier seit 1967 erstmalig wieder eine Straßenbahn.
30.
Dezember 1998
Wiederaufnahme des S-Bahnbetriebs zwischen Pichelsberg und Spandau. Der
ehemalige S-Bahnhof Spandau (in Betrieb bis 1980) wird umbenannt in "Stresow".
1999
17. Februar 1999
Am Ostbahnhof beginnen die Abrissarbeiten am 1987 eröffneten Empfangsgebäude.
Damals erhielt der Ostbahnhof den Namen Hauptbahnhof. Seit Mai 1998 heißt er
wieder Ostbahnhof.
3. April 1999
Die Schönhauser-Allee-Arcaden werden eröffnet. 90 Läden befinden sich in
diesem Einkaufszentum direkt am U- und S-Bahnhof Schönhauser Allee.
5. März 1999
In der Scharnhorststraße wird das Bundeswirtschaftsministerium eingeweiht.
13. März 1999
das traditionsreiche Warenhaus Hertie am Blücherplatz (Hallesches Tor)
schließt seine Pforten.
21.
März 1999
Zwischen dem Stadtzentrum und dem Flughafen Tegel nimmt die neue Expressbuslinie
TXL den Dienst auf.
1. April 1999
Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg nimmt seine Arbeit auf.
19. April 1999
Der Deutsche Bundestag versammelt sich erstmals zu einer Sitzung im fertig
gestellten Reichstagsgebäude. In den folgenden Tagen nutzen 24.000 Besucher die
Möglichkeit, den Reichstag nach seinem Umbau von innen zu sehen. Im Prinzip
sind nur noch die Außenmauern des rund 110-jährigen Gebäudes übrig
geblieben.
23. Mai 1999
Zum 50. Jahrestag der Gründung der Bundesrepublik tritt im Reichstag die
Bundesversammlung zusammen, um einen neuen Bundespräsidenten zu wählen.
Johannes Rau erhielt die Mehrheit.
28. Juli 1999
Nach mehrjähriger Bauzeit wird die Entlastungsstraße durch den Tiergarten
wieder für den Verkehr frei gegeben.
7.
August 1999
Auf dem wieder hergerichteten Bahnhof Olympiastadion begeht die Berliner S-Bahn
ihr 80. Betriebsjubiläum. Am 8. August 1924 nahm die S-Bahn den Betrieb
zwischen Stettiner Bahnhof und Bernau auf.
1. September 1999
Berlin wieder Regierungssitz
Laut einem Beschluss des Bundeskabinetts ist Berlin von diesem tage an nicht nur
Bundeshauptstadt, sondern auch Regierungssitz der Bundesrepublik
1. September 1999
Am Werderschen Markt wird der Grundstein für die Bauakademie gelegt. Zunächst
aber wird nur eine Gebäudeecke wieder aufgebaut. Die Bauakademie wurde im Krieg
erheblich beschädigt, zwar nach dem Krieg noch genutzt, schließlich aber 1961
abgerissen.
2. September 1999
Nachdem seit letztem Jahr wieder Regionalzüge am Bahnhof Friedrichstraße
halten, wird der Bahnhof mit seinem neuen Innenleben nun eingeweiht. Hierzu
gehören 50 Geschäfte, die im Bahnhof angesiedelt wurden.
6. September 1999
Der Deutsche Bundestag nimmt nach der Sommerpause in Berlin die Arbeit auf.
24. September 1999
nach knapp zweijähriger Umbauzeit wird der Lustgarten wiedereröffnet. Er wurde
einst von Kar Friedrich Schinkel entworfen.
10. Oktober 1999
Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus
Die Ergebnisse: (Klammer-Ergebnisse: 1995)
CDU: 40,8 % (34,5), SPD: 22,4
% (22,9), PDS: 17,7 % (19,4), B90/Grüne:
9,9 % (12,5), FDP: 2,2 % (2,3)
22. Oktober
1999
Das neue Bundeskanzleramt im Tiergarten feiert Richtfest.
25. November
1999
Die Firma Fassbänder & Rausch eröffnet am Gendarmenmarkt eine
Niederlassung als "größtes Schokoladenhaus" Deutschlands.
30. November
1999
Sieben Wochen nach den Wahlen beschließt das Abgeordnetenhaus die Fortsetzung
der CDU/SPD-Koalition mit Eberhard Diepgen als Regierenden Bürgermeister von
Berlin.
2. Dezember
1999
Die Berliner Museumsinsel wurde von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbe
eingetragen.
7. Dezember
1999
In der Bezirksversammlung Mitte/Wedding/Tiergarten wird beschlossen, dass der
aus diesen Bezirken gebildete Großbezirk den Namen "Mitte" tragen
soll.
9. Dezember
1999
Das Abgeordnetenhaus beschließt nach den Wahlen im Oktober die Fortsetzung der
CDU/SPD-Koalition mit Eberhard Diepgen als Regierenden Bürgermeister von
Berlin.
19.
Dezember 1999
Wiedereröffnung des S-Bahnbetriebs zwischen Jungfernheide und Westhafen (ehem.
Putlitzstraße)
2000
Rest folgt...
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2000
4. Juli
2000
Letzter Fahrplaneinsatz von Zügen der Bauart 476, den modernisierten
"Stadtbahnern".
17.
September 2001
Lückenschluss auf der Ringbahn zwischen Schönhauser Allee und Gesundbrunnen.
15. Juni
2002
Betriebswiederaufnahme auf der Ringbahn zwischen Westhafen und Gesundbrunnen.
Seit 1961 erstmalig wieder Vollringzüge!
16. Juni
2002
Einige S-Bahnhöfe werden umbenannt:
> Witzleben in "Messe Nord/ICC"
> Eichkamp in "Messe Süd"
> Lehrter Stadtbahnhof in "Lehrter Bahnhof"
3. Juli
2002
Stilllegung und beginnender Abriss des erst 1987 restaurierten Lehrter
Stadtbahnhofes.
15.
Dezember 2002
Umbenennung des S-Bahnhofes Lehrter Bahnhof in "Berlin-Hauptbahnhof Lehrter
Bahnhof"
13.
September 2003
Letzter Planeinsatz von Vorkriegszügen bei der Berliner S-Bahn.
Der Rest folgt...