Berlins U-Bahnhöfe
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U7
< Konstanzer
Straße (587 m) < Richtung Rathaus Spandau |
U7
> Blissestraße
(703 m)
> Richtung Rudow |
| Übergang zur U-Bahnlinie U3 | |
Schöneberg-Wilmersdorfer Strecke
BVG-Kürzel: Fpu (für
Fehrbelliner Platz unten)
29. Januar 1971 eröffnet
Bezirk Wilmersdorf von
Berlin

Dieser Bahnhof bildete bei seiner Eröffnung Anfang 1971 den Endpunkt dieser enorm gewachsenen Linie. Diese besondere Position wurde architektonisch betont, denn hier erreichte die Pop-Art-Kultur in einem U-Bahnhof ihren ersten Höhepunkt: Farben und geschwungene Formen, wie sie damals typisch waren. Damals allerdings waren die heruntergezogenen Deckenbereiche ebenfalls gelb gestrichen, die Bahnsteigaufbauten mit roten Elementen versehen und mit Aluminiumpaneelen verkleidet. In den 90er Jahren allerdings sah man dem Bahnhof sein Alter von über 20 Jahren deutlich an, weshalb die BVG in den Jahren 2001/02 die Bahnsteighalle umfassend renovierte. Die meisten Stilelemente aber blieben erhalten.
Der Bahnsteig hat eine Breite von 11,5 Metern und nur in der Mitte Zugangstreppen. Sie führen in ein großzügiges Zwischengeschoss, welches über zahlreiche Treppen und Rampen mit der Straßenebene verbunden ist. Direkte Treppenverbindungen von der U7 zur heutigen U3 hingegen aber gibt es nicht. Es gibt lediglich eine Treppenverbindung von der Vorhalle der U7 zum Bahnsteig der U3. Die Vorhalle wurde ebenfalls 2001 umfassend erneuert. Hier aber ist das Design der 70er Jahre völlig verschwunden.
Der Fehrbelliner Platz selber wurde bis zum Bau der U7, der hier von 1967 bis 1970 stattfand, nur von grauen Verwaltungsgebäuden umfasst, die in den 30er Jahren entstanden waren. Mit dem Bau der U7 wurde auf der Platzmitte ein Zugangsgebäude geschaffen, welches durch seine rote und grüne Farbgebung auffällt und einen deutlichen Kontrast zu den monumentalen NS-Bauten schafft. Es umfasst als Dominante einen rotgrünen Uhrturm, der die ansonsten nüchterne Platzanlage völlig beherrscht und belebt. Der Berliner Volksmund taufte das verwinkelte und zerklüftete Zugangsgebäude recht treffend als "Bohrinsel".
Die Bahnsteighalle der Linie 2 (heute U3) aus dem Jahre 1913 dagegen wurde nur sehr geringfügig und behutsam verändert: Zum Beispiel mussten für die umsteigenden Fahrgäste Ende der 60er Jahre zusätzliche Treppen eingebaut werden. Um zeitgenössische Geländer zu erhalten, bediente man sich der Geländer der alten Kaiserdammbrücke, die in den 60er Jahren umgebaut wurde. Diese Geländer fügen sich hervorragend in das historische Erscheinungsbild des Bahnhofes ein.
Hinter dem U7-Bahnhof schließt sich eine ausgedehnte Kehrgleisanlage an, die erst kurz vor dem nächsten Bahnhof ihr Ende findet: Am Bahnhof Konstanzer Straße, der erst 7 Jahre später in Betrieb ging.

Bahnsteighalle der U7


Neugestaltete Vorhalle


Zugang am Hohenzollerndamm

Die "Bohrinsel" als Zugang zur U-Bahn
| U7 < Konstanzer Straße (587 m) < | U7 > Blissestraße (703 m) > |
| Übergang zur U-Bahnlinie U3 |
Alle Aufnahmen:
Berliner-Untergrundbahn.de
Januar 2008