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Berliner UntergrundbahnSeit 1902 unter der Stadt

U1Linie U1 Berlin: alle Stationen, die Strecke und die Chronik der ältesten Hochbahn

Uhlandstraße – Warschauer Straße · Kleinprofil

Die U1 Berlin ist die Stammstrecke der Berliner Hochbahn: Ihr östlicher Abschnitt zwischen Warschauer Straße und Gleisdreieck ging am 18. Februar 1902 in Betrieb. Diese Seite führt durch die Strecke, alle Stationen der Linie U1 und ihre Chronik.

Die Linie U1 der Berliner U-Bahn verläuft auf ihrem östlichen Abschnitt über die älteste U-Bahnstrecke Berlins. Die U1 hat 13 Stationen und fährt auf 8,8 km in Ost-West-Richtung, verbindet hierbei Friedrichshain und Kreuzberg mit der Gegend um den Zoo und dem Kurfürstendamm in Charlottenburg. Ein erheblicher Teil dieser Linie verläuft als Hochbahn oberirdisch. Die U1 ist eine Kleinprofil-Linie.

Zu den einzelnen Bahnhöfen der U1

Oberbaumbrücke
Oberbaumbrücke
Linie U1 Berlin: alle Stationen, die Strecke und die Chronik der ältesten Hochbahn

Der Bau des ersten Abschnitts dieser Linie begann 1896 an der Prinzenstraße in Kreuzberg. Dort entstand im Verlauf der Gitschiner- und Skalitzer Straße Berlins erste Hochbahnstrecke. Im Februar 1902 wurde die Strecke schließlich zwischen Stralauer Tor (östliches des heutigen Bahnhofs Schlesisches Tor) und dem heutigen Gleisdreieck eröffnet. Damals war es wirklich noch ein Gleisdreieck, ohne Bahnhof. Die Züge fuhren damals ohne Halt zum Potsdamer Platz weiter. Noch im selben Jahr wurde die Strecke vom Bahnhof Stralauer Tor, der heute nicht mehr besteht, bis zur Warschauer Straße fertig. Dieser Bahnhof hieß damals noch Warschauer Brücke.

U-Bhf. Warschauer Straße
U-Bhf. Warschauer Straße
Oberbaumbrücke: Hier überquert die U1 die Spree
Oberbaumbrücke: Hier überquert die U1 die Spree
U-Bhf. Schlesisches Tor
U-Bhf. Schlesisches Tor
Die erste U-Bahnlinie Berlins am Halleschen Tor, um 1902
Die erste U-Bahnlinie Berlins am Halleschen Tor, um 1902
U-Bhf. Möckernbrücke
U-Bhf. Möckernbrücke

Im Jahre 1909 begann die damals noch eigenständige Stadt Charlottenburg mit dem Bau einer U-Bahn vom Wittenbergplatz unter dem Kurfürstendamm Richtung Halensee. Zunächst erfolgte der Bau nur bis zur Uhlandstraße. Im Oktober 1913 war diese Linie fertig, wobei der Bau ab Uhlandstraße nach Halensee noch nicht begonnen wurde und bis heute nicht erfolgte. Die Stadt Charlottenburg wollte damals den Kurfürstendamm der Länge nach mit einer U-Bahn erschließen und so ganz nebenbei den Bau der Wilmersdorfer U-Bahn (heutige U3) ab dem Wittenbergplatz verhindern, was ihr aber nicht gelang.

U-Bhf. Wittenbergplatz
U-Bhf. Wittenbergplatz
U-Bhf. Uhlandstraße
U-Bhf. Uhlandstraße

Was nun fehlte, war das Zwischenstück vom Gleisdreieck bis zum Wittenbergplatz. 1915 begann die Hochbahngesellschaft mit dem Bau dieser verbindenden Strecke mitten im Ersten Weltkrieg. Um 1917 war die Strecke zwar weitestgehend fertig, aber eröffnet wurde sie erst im Oktober 1926, daran waren die wirtschaftlichen Umstände nach dem Ersten Weltkrieg schuld. Seither konnten die Züge von der Warschauer Straße bis zur Uhlandstraße durchfahren: Der heutige Linienverlauf der U1 war nun vollständig in Betrieb.

U-Bhf. Gleisdreieck
U-Bhf. Gleisdreieck
U-Bhf. Nollendorfplatz
U-Bhf. Nollendorfplatz

Ab 1928 wurde diese Zuggruppe als Linie B II bezeichnet. Sie verkehrte bis gegen Kriegsende in dieser Form. Nach Behebung der schweren Kriegsschäden konnte die Linie B II ab 1947 wieder diese Strecke bedienen.

Ab 1954 wurde es dann komplizierter, als die Strecke linienmäßig geteilt wurde, da sich die Verkehrsströme im damaligen West-Berlin verschoben hatten. Die Strecke zur Warschauer Straße wurde betrieblich mit der Ruhleben-Strecke zur Linie AB-I verbunden, während die Uhlandstraßen-Strecke verselbständigt wurde. Darüber hinaus musste der Abschnitt Warschauer Straße – Schlesisches Tor im August 1961 stillgelegt werden, da diese Strecke an der Oberbaumbrücke in den Ostsektor führte. Im Oktober 1995 wurde die Strecke erst wieder eröffnet.

Die Uhlandstraßen-Strecke wurde 1957 wegen umfassender Bauarbeiten stillgelegt und erst im September 1961 wiedereröffnet. Neu war seither ein Zwischenhalt am Bahnhof Kurfürstendamm. Über viele Jahre nannte sich diese kurze Linie U3, über die es immer wieder Stilllegungsgerüchte gab.

1993 wurde die Gesamtstrecke wieder in der U15 verbunden und durchgehend betrieben. 1995 wurde die Linie über die restaurierte Oberbaumbrücke bis zur Warschauer Straße verlängert. Die Verlängerung war erst nach dem Fall der Mauer möglich, da der heutige Endbahnhof in Ostberlin lag. 2004 erhielt die U15 die heutige Bezeichnung U1.

U1 Warschauer Straße – Uhlandstraße

Ausführlichere Darstellungen zu dieser Linie:

U1 Östliche Stammstrecke – Entlastungslinie – Kurfürstendamm-U-Bahn

Ausbaupläne für die Strecke der U1

Diese Linie soll eines (fernen) Tages in beide Richtungen erweitert werden. Beide Erweiterungen aber haben keine vordringliche Priorität.
Richtung Osten ab Warschauer Straße ist zunächst nur eine geringfügige Erweiterung bis zum S-Bahnhof gleichen Namens vorgesehen. Der neue U-Bahnhof soll auf Höhe des Straßenniveaus im rechten Winkel über dem S-Bahnhof angelegt werden, womit der Umsteigeweg für die Fahrgäste erheblich verkürzt werden könnte. Der alte U-Bahnhof Warschauer Straße würde dann stillgelegt werden. In einer zweiten Stufe wäre eine Erweiterung unter der Warschauer Straße bis zum Frankfurter Tor möglich. Somit würde die U1 dort auf die U5 treffen, dies wäre sicher eine sinnvolle Linienverlängerung. Der U5-Bahnhof ist baulich vorbereitet.

Richtung Westen ergibt sich eine Verlängerung unter dem Kurfürstendamm, die nach wie vor vorgesehen ist. Die U1 soll nach den aktuellen Planungen lediglich bis zum Adenauerplatz verlängert werden, wo unter dem U7-Bahnsteig ein Rohbaufragment für die U1 existiert. Ein Zwischenhalt ist an der Wielandstraße vorgesehen.

Gs gab Pläne, diese Strecke über den Adenauerplatz hinaus bis zum Theodor-Heuss-Platz zu verlängern. Diese Pläne sind nicht mehr aktuell, wobei die Trassenplanung aber immer noch Bestandsschutz hat.

Keine der vorgenannten Planungen hat Aussicht, in den nächsten Jahren verwirklicht zu werden.

Häufige Fragen zur U1 Berlin

Wie viele Stationen hat die U1 Berlin?

Die U1 Berlin hat 13 Stationen auf 8,8 Kilometern zwischen Uhlandstraße und Warschauer Straße; ein großer Teil davon liegt als Hochbahn über der Straße. Das Streckenband auf dieser Seite führt alle Stationen der Linie U1 mit Kilometrierung.

Warum gilt die U1 als älteste Linie Berlins?

Ihr östlicher Abschnitt zwischen Warschauer Straße und Gleisdreieck ist die Stammstrecke der Hochbahngesellschaft von 1902; der Bau begann 1896 an der Prinzenstraße in Kreuzberg. Die Chronik der Linie U1 rechts nennt die Eröffnungsdaten aller Abschnitte.

Ist die U1 eine Kleinprofillinie?

Ja. Die U1 fährt wie U2, U3 und U4 mit 2,30 Meter breiten Wagen des Kleinprofils; die Unterschiede zum Großprofil erklärt die Seite zu Klein- und Großprofil.

Wo kreuzt die U1 andere Linien?

Am Wittenbergplatz mit U2 und U3, am Nollendorfplatz zusätzlich mit der U4, am Gleisdreieck mit der U2, am Kottbusser Tor mit der U8 und an der Warschauer Straße mit der U3 und der S-Bahn; das Streckenband zeigt die Umsteigelinien an jeder Station.