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Berliner UntergrundbahnSeit 1902 unter der Stadt

U-Bahnhof Richard-Wagner-Platz

Bahnhöfe

  1. Mierendorffplatz1096 m · Richtung Rathaus SpandauU7Bismarckstraße590 m · Richtung Rudow
Strecke
Adenauerplatz-U-Bahn
BVG-Kürzel
Rw
Eröffnet
28. April 1978
Bezirk
Charlottenburg von Berlin
U-Bahnhof Richard-Wagner-Platz

Zwischen 1973 und 1978 wurde dieser Bahnhof gebaut. Bevor er gebaut werden konnte, musste ein bestehender U-Bahnhof restlos abgerissen werden. Dabei handelte es sich um den gleichnamigen 1906 eröffneten Kleinprofilbahnhof der damaligen Linie 5 (zuvor A III), die 1970 eingestellt wurde. Der neue Bahnhof wurde in einer etwas größeren Tiefe angelegt und erhielt einen Mittelbahnsteig. Südlich des Bahnhofs schließen sich Röhrentunnel an, um einen geschlossen bebauten Straßenblock zu unterqueren.

Der Bahnhof, der von Rainer G. Rümmler entworfen wurde, weist gestalterische Parallelen zum Bahnhof Wilmersdorfer Straße auf: Auch hier wurden die Hintergleiswände mit aufwändiger Keramik verkleidet. Sie bssteht aus den Farben Gelb und Dunkelblau. Einzelne Wandbereich wurden durch Bildnisse aus den Opern Richard Wagners ergänzt.

An beiden Bahnhofsenden wurden Zugänge mit Vorhallen im Zwischengeschoss geschaffen. Es wurden Mosaikbildnisse installiert, die zuvor aus dem Bayernhof geborgen wurden. Jenes Restaurant befand sich in einem Gebäude an der Potsdamer Straße, das um 1975 abgerissen wurde. Eine weitere Besonderheit befindet sich an der Otto-Suhr-Allee gegenüber des Charlottenburger Rathauses: Dort wurde einer der alten U-Bahneingänge von 1906 wieder aufgebaut, der sich zuvor für den alten Bahnhof nur wenige Meter entfernt befand. Er entstammt einem Entwurf von Alfred Grenander.

Neben dem Bahnsteigtunnel der U7 befindet sich ein weiterer Tunnel: Es handelt sich um einen Verbindungstunnel zum Kleinprofilnetz, der am U-Bhf. Deutsche Oper in die U2 einmündet. Über dieses Gleis können somit seit 1978 Arbeitszüge zwischen den beiden Netzen wechseln. Nördlich des U7-Bahnsteigs mündet dieses Gleis in die U7. Ein gleichartiges Verbindungsgleis existiert seit 1952 an der Klosterstraße, dort allerdings für die damalige BVG-West ohne Wert, da es sich in Ost-Berlin befand.

U-Bahnhof Richard-Wagner-Platz
U-Bahnhof Richard-Wagner-Platz
U-Bahnhof Richard-Wagner-Platz
Hier mündet das Betriebsgleis von der Deutschen Oper (Kleinprofil) ein.
Hier mündet das Betriebsgleis von der Deutschen Oper (Kleinprofil) ein.
Nördliche Vorhalle
Nördliche Vorhalle
Eine Tafel vermerkt folgendes: "Diese Mosaiken wurden aus dem ehemaligen Vergnügungsetablissement und Hotel Bayernhof Potsdamer Straße 24 (Architekt: Walther, erbaut 1903) vor der Sprengung 1975 ausgebaut."
Eine Tafel vermerkt folgendes: „Diese Mosaiken wurden aus dem ehemaligen Vergnügungsetablissement und Hotel Bayernhof Potsdamer Straße 24 (Architekt: Walther, erbaut 1903) vor der Sprengung 1975 ausgebaut.“
Alter U-Bahneingang von 1906, damals gebaut für den U-Bahnhof Wilhelmplatz (seit 1935: Richard-Wagner-Platz)
Alter U-Bahneingang von 1906, damals gebaut für den U-Bahnhof Wilhelmplatz (seit 1935: Richard-Wagner-Platz)

Alle Aufnahmen:
Berliner-Untergrundbahn.de
Januar 2008