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Berliner UntergrundbahnSeit 1902 unter der Stadt

Was sonst noch geschah 1960 – 1969

Chronik

Ereignisse in Berlin und im Berliner Nahverkehr
1960 – 1969

1960

  1. 2. Januar 1960

    Der Flughafen Tegel wird für die Zivilluftfahrt eröffnet.

  2. 2. Mai 1960

    Im Norden werden die letzten Straßenbahnlinien, die Linien 23, 24 und 36, auf Busbetrieb umgestellt.
    Hauptauslöser für die Umstellung war der Umbau der östlichen Turmstraße in Moabit, weshalb zumindest die 23 herausgenommen werden musste. Man nutzte diese Gelegenheit, auch die anderen beiden Linien stillzulegen. Die BVG betreibt nach dieser Umstellung noch 27 Straßenbahnlinien.
    (Die stillgelegten Linien bisher:
    Linie 23: Moabit, Zwinglistraße – Turmstraße – Stromstraße – Föhrer Straße – Tegeler Straße – Weddingplatz – Nettelbeckplatz – Pankstraße – Prinzenallee – S-Bhf. Wollankstraße;
    Linie 24: Bernauer- Ecke Wolliner Straße – Brunnenstraße – Bhf. Gesundbrunnen – Badstraße – Prinzenallee – S-Bhf. Wollankstraße;
    Linie 36: Bhf.Gesundbrunnen, Rügener Straße – Badstraße – Drontheimer Straße – Pankower Allee – Residenzstraße – S-Bhf. Wilhelmsruh)
    Die Straßenbahnlinien der BVG: 2, 3, 6, 15, 25, 26, 27, 35, 44, 47, 47P, 53, 54, 55, 60, 66, 73, 74, 75, 76, 77, 78, 88, 95, 96, 98, 99

  3. 18. Juni 1960

    Im Hansaviertel wird die nach Plänen von Werner Düttmann gebaute Akademie der Künste eröffnet.

  4. 22. Juli 1960

    Die Neanderstraße in Mitte wird in „Heinrich-Heine-Straße“ umbenannt.

  5. 1. August 1960

    In der Puschkinallee und der Straße Am Treptower Park (beide Treptow), also im Bereich vom Schlesischen Busch wird mit der Linie 92 der Straßenbahnverkehr eingestellt.

  6. 29. August 1960

    Vier Tage lang ist es Bundesbürgern nicht gestattet, Ostberlin zu betreten.

  7. 7. September 1960

    Wilhelm Pieck, Präsident der Deutschen Demokratischen Republik, ist verstorben.

  8. 8. September 1960

    Bundesbürger benötigen künftig für ihren Ostberlin-Besuch eine Einreiseerlaubnis.

  9. 1. Oktober 1960

    Die Straßenbahn-Querverbindung Wedding-Moabit-Siemensstadt wird stillgelegt.
    Die Linie 35 bisher: S-Bhf.Wilhelmsruh – Kopenhagener Straße – Residenzstraße – Reinickendorfer Straße – Fennstraße – Perleberger Straße – Turmstraße – Huttenstraße – Kaiserin-Augusta-Allee – Tegeler Weg – Siemensdamm – Siemensstadt, Nonnendammallee (Schaltwerk)
    Zugleich wird der Straßenbahnbetriebshof Reinickendorf stillgelegt.
    Die Straßenbahnlinien der BVG: 2, 3, 6, 15, 25, 26, 27, 44, 47, 47P, 53, 54, 55, 60, 66, 73, 74, 75, 76, 77, 78, 88, 95, 96, 98, 99

  10. 1960

    Mit den beiden Turmbauten am Frankfurter Tor wir das Bauprojekt Stalinallee abgeschlossen. Die Wohntürme entstanden nach Plänen des Ostberliner Chefarchitekten Hermann Henselmann. Seit 1949 entstanden an der heutigen Karl-Marx-Allee etwa 2200 Wohneinheiten für die werktätige Bevölkerung.

  11. 1960

    Am Ernst-Reuter-Platz (siehe 1955) wurde das Telefunken-Hochhaus fertiggestellt. Es entstand nach Plänen von Paul Schwebes und beherbergt heute Einrichtungen der Technischen Universität.

  12. Dezember 1960

    Im Laufe des Jahres 1960 flüchteten rund 199.000 DDR-Bürger in den Westen. (Vorjahr 144.000)

1961

  1. 1. März 1961

    Die Straßenbahnlinie 88 wird auf Autobusbetrieb umgestellt. Grund für die Einstellung ist die Entflechtung der Verkehrsströme an den den Landwehrkanal flankierenden Straßen, die zu Einbahnstraßen umgestaltet werden sollen. Die BVG betreibt noch 25 Linien
    Die Linie 88 bisher: Steglitz, Stadtpark – Bismarckstraße – Rheinstraße – Hauptstraße – Potsdamer Straße – Lützowstraße – Schöneberger Ufer – Schöneberger Straße – Askanischer Platz – Kochstraße – Oranienstraße – Wiener Straße – Kreuzberg, Wiener Brücke
    Die Straßenbahnlinien der BVG: 2, 3, 6, 15, 25, 26, 27, 44, 47, 47P, 53, 54, 55, 60, 66, 73, 74, 75, 76, 77, 78, 95, 96, 98, 99

  2. 19. April 1961

    Die Ost-Berliner Stadtverordnetenversammlung beschließt den Aufbau des Berliner Stadtzentrums als „Sozialistisches Stadtzentrum“. Gemeint ist hiermit der Flächenabriss noch bestehender Altbauten und der Bau von Hochhäusern und weitläufigen Fußgängerbereichen.

  3. 23. April 1961

    Ein Bauer aus Blankenfelde flüchtet mit seinen 500 Schafen nach West-Berlin.

  4. 2. Mai 1961

    Im Raum Tempelhof wird das Straßenbahnnetz neu geordnet.
    Die Linien 98 und 99 werden gekürzt und fahren nicht mehr zum Halleschen Tor. Die Linien 95 und 96 tauschen Verkehrsaufgaben. Der Tempelhofer Damm wird weitgehend straßenbahnfrei.
    Die Linien bisher:
    Linie 95: Neukölln, Sonnenallee Ecke Schwarzer Weg – Sonnenallee – Urbanstraße – Hallesches Tor – Mehringdamm – M.v.Richthofen-Str. – Manteuffelstraße – Tempelhof, Attillaplatz
    Linie 96: Bhf.Tempelhof – Attillaplatz – Kaiser-Wilhelm-Straße – Lankwitzer Straße – Berliner Straße – Lichterfelde-Süd, Schwelmer Straße
    Linie 98: Marienfelde, Daimlerstraße – Großbeerenstr. – Mariendorfer Damm – Tempelhofer Damm – Bhf. Tempelhof – Mehringdamm – Mehringplatz (Hallesches Tor)
    Linie 99: Bhf. Lichtenrade – Lichtenrader Damm – Mariendorfer Damm – Tempelhofer Damm – Bhf. Tempelhof – Mehringdamm – Mehringplatz (Hallesches Tor)

    Die Linien künftig

    Linie 95
    Neukölln, Sonnenallee Ecke Schwarzer Weg – Sonnenallee – Urbanstraße – Mehringplatz (Hallesches Tor)
    Linie 96
    Mehringplatz (Hallesches Tor) – Mehringdamm – M.v.Richthofen-Str. – Manteuffelstraße – Attillaplatz – Kaiser-Wilhelm-Straße – Lankwitzer Straße – Berliner Straße – Lichterfelde-Süd, Schwelmer Straße
    Linie 98
    Marienfelde, Daimlerstraße – Großbeerenstr. – Mariendorfer Damm – Tempelhofer Damm – Bhf. Tempelhof
    Linie 99
    Bhf. Lichtenrade – Lichtenrader Damm – Mariendorfer Damm – Tempelhofer Damm – Bhf. Tempelhof
  5. 31. Mai 1961

    Ost-Berlin, das „demokratische Berlin“, nennt sich im Selbstverständnis der DDR erstmalig „Berlin, Hauptstadt der DDR“

  6. 15. Juni 1961

    Walter Ulbricht erklärt auf einer Pressekonferenz den Teilnehmern gegenüber: „Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten!“

  7. 1. Juli 1961

    Die Straßenbahnlinie 6 wird auf Autobusbetrieb umgestellt. Anlass für diese Umstellungsmaßnahme ist der vorgesehene Baubeginn der U-Bahnstrecke Tempelhof-Mariendorf
    (Die Linie 6 bisher: Richard-Wagner-Platz, Wintersteinstraße – Otto-Suhr-Allee – Bhf. Zoo – Wittenbergplatz – Martin-Luther-Straße – Dominicusstraße – Sachsendamm – Alt-Tempelhof – Germaniastraße – Mariendorfer Weg – Silbersteinstr. – Karl-Marx-Straße – Wildenbruchstraße – Neukölln, Elsenstraße)
    Die bisher am Hermannplatz endende Linie 3 wird bis zur Elsenstraße verlängert und übernimmt dort die Aufgaben der ehemaligen Linie 6.
    Die Straßenbahnlinien der BVG: 2, 3, 15, 25, 26, 27, 44, 47, 47P, 53, 54, 55, 60, 66, 73, 74, 75, 76, 77, 78, 95, 96, 98, 99

  8. 15. Juli 1961

    Die Treskowallee in Karlshorst wird in „Hermann-Duncker-Straße“ umbenannt.

  9. 4. August 1961

    Der Magistrat erlässt eine Anordnung, wonach Grenzgänger, also Ostberliner, die in Westberlin arbeiten, ihre festen Kosten wie Miete, Strom und Wasser in DM-West zu bezahlen haben. Außerdem haben sie sich registrieren zu lassen und eine Arbeitsstelle im Ostsektor zu suchen.

  10. 13. August 1961

    Sektorengrenze wird geschlossen!
    Die Regierung in Ost-Berlin riegelt die komplette Sektorengrenze zu Westberlin mit Stacheldraht ab.
    Ostberlinern ist das Betreten West-Berlins verwehrt. Das U- und S-Bahnnetz wird getrennt.

  11. 13. August 1961

    Folgende S-Bahnstrecken werden wegen der Grenzsperrungen außer Betrieb genommen:
    Köllnische Heide – Baumschulenweg; Sonnenallee – Treptower Park; Gesundbrunnen – Schönhauser Allee; Gesundbrunnen – Pankow; Frohnau – Hohen Neuendorf; Heiligensee – Hennigsdorf; Spandau-West – Albrechtshof; Wannsee – Griebnitzsee; Wannsee – Stahnsdorf, Lichterfelde-Süd – Teltow, Lichtenrade – Mahlow. Getrennt wird der S-Bahnverkehr am Stadtbahnhof Friedrichstraße. Stillgelegt und ohne Halt durchfahren werden die S-Bahnhöfe Potsdamer Platz, Unter den Linden, Oranienburger Straße, Nordbahnhof sowie Bornholmer Straße. Der S-Bhf. Friedrichstraße bleibt für Umsteiger und den grenzüberschreitenden Verkehr geöffnet, sowie ebenfalls der Bahnhof Wollankstraße, der nur von West-Berlin aus erreichbar bleibt.

  12. 15. August 1961

    An einigen Stellen der Sektorengrenze beginnen Bautrupps mit der Errichtung einer Mauer.

  13. 16. August 1961

    „Wer mit der S-Bahn fährt, zahlt Ulbrichts Stacheldraht!“
    Westliche Gewerkschaften rufen zum Boykott der unter Ost-Regie fahrenden S-Bahn in West-Berlin auf.

  14. 21. August 1961

    In der Bernauer Straße werden Fenster von auf der Grenze stehenden Wohnhäusern vermauert. Erste Wohnungen werden zwangsgeräumt und die Bewohner umgesiedelt.

  15. 22. August 1961

    Bundeskanzler Adenauer ist in Berlin und besucht die Mauer. Vom Osten wird er mit zynischen Worten und Marschliedern aus einem Lautsprecherwagen empfangen: „Guten Tag Herr Bundeskanzler! Schauen Sie sich nur alles ganz genau an. WIR HABEN GEHANDELT, WIR WAREN SO FREI!“
    Die Antwort des Westens ließ nicht lange auf sich warten: In den Folgemonaten fuhr ein umgebauter VW-Bus an der Grenze entlang und verbreitete Nachrichten per Lautsprecher als „Studio am Stacheldraht“ über die Mauer hinweg.

  16. 23. August 1961

    In der Heinrich-Heine-Straße (Mitte) wird mit der Linie 1 der Straßenbahnverkehr eingestellt.

  17. 25. August 1961

    Erstmals seit 1939 findet in Berlin die „Internationale Funkausstellung“ statt. Weltneuheit ist das Stereoradio.

  18. 28. August 1961

    Die neue U-Bahnlinie G wird zwischen Leopoldplatz und Spichernstraße in Betrieb genommen.

  19. 1. September 1961

    Aufgrund der U-Bahneröffnung wird die Straßenbahnlinie 25 stillgelegt. Die BVG betreibt noch 23 Straßenbahnlinien.
    Die Linie 25 bisher: Gesundbrunnen, Bernauer- Ecke Wolliner Straße – Bernauer Straße – Brunnenstraße – Bhf. Gesundbrunnen – Badstraße – Schulstraße – Nettelbeckplatz – Fennstraße – Rathenower Str. – Alt-Moabit – Marchstr. – Ernst-Reuter-Platz – Bhf.Zoo – Wittenbergplatz – Martin-Luther-Straße – Hauptstraße – Kolonnenstraße – Leberstraße – Leuthener Straße – Schöneberg, Gotenstraße
    Als Ersatz der Linie 25 zur Gotenstraße wird die bislang in Neukölln endende Linie 2 nach Schöneberg verlegt.
    Die Straßenbahnlinien der BVG: 2, 3, 15, 26, 27, 44, 47, 47P, 53, 54, 55, 60, 66, 73, 74, 75, 76, 77, 78, 95, 96, 98, 99

  20. 24. September 1961

    An der Bismarckstraße wird der Neubau des Deutschen Opernhauses als „Deutsche Oper“ wiedereröffnet. Das Deutsche Opernhaus gastierte seit Kriegsende im Theater des Westens an der Kantstraße.

    Ende September 1961
    Die Deutsche Reichsbahn stellt den Betrieb auf einigen S-Bahnstrecken im Umland ein. Dies sind durchweg Inselbetriebe, die durch die Trennung am 13. August entstanden sind: Mahlow – Rangsdorf; Griebnitzsee – Potsdam-Stadt; Albrechtshof – Falkensee.

  21. 1. Oktober 1961

    Plangemäß werden die beiden Straßenbahnlinien 98 und 99 auf Autobusbetrieb umgestellt. Beide Linien sind dem U-Bahnbau nach Mariendorf im Wege.
    Das Straßenbahnnetz der BVG-West
    Die beiden Linien bisher:
    Linie 98: Marienfelde, Daimlerstraße – Großbeerenstr. – Mariendorfer Damm – Tempelhofer Damm – Bhf. Tempelhof
    Linie 99: Bhf. Lichtenrade – Lichtenrader Damm – Mariendorfer Damm – Tempelhofer Damm – Bhf. Tempelhof
    Im Zusammenhang mit dieser Straßenbahnstillegung wird der Betriebshof Tempelhof in der Kaiserin-Augusta-Straße stillgelegt.
    Die Straßenbahnlinien der BVG: 2, 3, 15, 26, 27, 44, 47, 47P, 53, 54, 55, 60, 66, 73, 74, 75, 76, 77, 78, 95, 96

  22. 14. November 1961

    Die Entstalinisierung der DDR wird nun auch im Berliner Stadtbild sichtbar: Das Stalindenkmal verschwindet von seinem Sockel, die Stalinallee wird umbenannt in Karl-Marx-Allee und in Frankfurter Allee (Ab Frankfurter Tor).

  23. 19. November 1961

    Zwischen Hohen Neuendorf und Blankenburg wurden die Gleise des Aussenrings (BAR) mit Stromschienen für die S-Bahn versehen. Somit erreichen die S-Bahnzüge aus Oranienburg wieder das S-Bahnnetz unter Umgehung der Berliner Westsektoren.

  24. 7. Dezember 1961

    Der von Egon Eiermann entworfene Neubau der Kaiser Wilhelm Gedächtniskirche wird eingeweiht. Schnell wurde der anfangs sehr umstrittene Neubau zusammen mit der erhaltenen Turmruine zum Wahrzeichen und Symbol West-Berlins.

  25. Dezember 1961

    Im Laufe des Jahres 1961 flüchteten rund 207.000 DDR-Bürger in den Westen. (Vorjahr 199.000)
    Der allergrößte Anteil dürfte bis August geflohen sein, wo die Sektorengrenzen noch offen waren. Anschließend gingen die Flüchtlingszahlen naturgemäß massiv zurück.

1962

  1. 24. Januar 1961

    28 Menschen gelingt durch einen selbst gegrabenen Tunnel die Flucht aus dem Ostteil der Stadt.

  2. 28. Januar 1962

    Im Adlergestell (Treptow, Adlershof) wird mit der Linie 84 der Straßenbahnverkehr eingestellt.
    Nicht nur im Westen der Stadt wird der Straßenbahnbetrieb eingestellt, sondern auch in einigen Bereichen des Ostsektors. Einstellungen finden derzeit vor allem im Bereich Treptow statt.

  3. 26. Februar 1962

    Inbetriebnahme der S-Bahnstrecke vom Grünauer Kreuz bis zum Flughafen Berlin-Schönefeld

  4. 1. März 1962

    Stilllegung der Straßenbahn in der Seegefelder Straße. Die Linie 55 wird nun nach Hakenfelde geführt.
    Linie 55 bisher: Spandau, Seegefelder Straße – Spandau – Gartenfelder Straße – Siemensdamm – Jakob-Kaiser-Platz – Tegeler Weg – Tauroggener Straße – Otto-Suhr-Allee – Ernst-Reuter-Platz – Hardenbergstraße – Bahnhof Zoo

  5. 2. Mai 1962

    Ursprünglich für Oktober 1961 vorgesehen werden nun die Straßenbahnlinien 60 und 73 stillgelegt.
    Die 60 stellte eine Querverbindung von Charlottenburg in Schönebergs Süden dar, während die 73 im wesentlichen der Bundesstraße 1 folgte und mit der 74 nahezu den gleichen Linienweg hatte.
    Die BVG betreibt nun nur noch 19 Straßenbahnlinien, 1954 waren es noch 38.
    Die beiden Linien bisher:
    Linie 60: Charlottenburg, Königin-Elisabeth-Straße – Spandauer Damm – Schlosstraße – Amtsgerichtsplatz – Kantstraße – Stuttgarter Platz – Wilmersdorfer Straße – Fehrbelliner Platz – Berliner Straße – Grunewaldstraße – Martin-Luther-Straße – Dominicusstraße – Sachsendamm – Alboinstraße – Eythstraße – Lindenhof
    Linie 73: Bhf.Lichterfelde-Ost – Wilhelmstraße – Hindenburgdamm – Schlosstraße – Rheinstraße – Hauptstraße – Potsdamer Straße – Potsdamer Platz, Linkstraße
    Die Straßenbahnlinien der BVG: 2, 3, 15, 26, 27, 44, 47, 47P, 53, 54, 55, 66, 74, 75, 76, 77, 78, 95, 96

  6. 13. August 1962

    Für drei Minuten ruht in West-Berlin jeder Verkehr im Gedenken an den ersten Jahrestag der Berliner Mauer.

  7. 17. August 1962

    Peter Fechter wird beim Versuch die Mauer zu überwinden von Grenztruppen angeschossen und verblutet im Todesstreifen.

  8. 7. November 1962

    Für die Großsiedlung Berlin-Buckow-Rudow wird der Grundstein gelegt. Die ursprünglichen Pläne für diese Siedlung stammen von Walter Gropius, dessen Name die Siedlung später tragen wird: Gropiusstadt.

  9. 1962

    An der Karl-Marx-Allee wird das Filmtheater Kosmos eingeweiht. Es entstand nach Plänen von Josef Kaiser und Herbert Aust.

  10. Dezember 1962

    Im Laufe des Jahres 1962 flüchteten rund 21.000 DDR-Bürger in den Westen. (Vorjahr 207.000)
    Somit sind seit Staatsgründung der DDR etwa 2,69 Millionen Deutsche von Ost nach West geflohen.

1963

  1. 17. Februar 1963

    Berlin hat gewählt.
    SPD: 61,9 % (Letztwahlen: 52,6), CDU: 28,8 % (37,3), FDP: 7,9 % (3,8)
    Somit schaffte die FDP den Wiedereinzug ins Abgeordnetenhaus. Die SED erlangt 1,4 %.

  2. 1. März 1963

    Die Lutherstraße in Schöneberg wird in „Martin-Luther-Straße“ umbenannt.

  3. 8. März 1963

    Das neu gewählte Abgeordnetenhaus bestätigt zum dritten Mal Willy Brandt als Regierenden Bürgermeister von Berlin.

  4. 2. Mai 1963

    In nie da gewesenen Maße werden an diesem Tage Straßenbahnlinien auf Busbetrieb umgestellt:
    Die Linien 44, 66, 74, 77 und 78 verschwinden aus dem Stadtbild, alles Linien, die den Steglitzer Raum erschlossen. Somit sind Steglitz und Friedenau straßenbahnfrei.
    Die eingestellten Linien bisher:
    Linie 44: Steglitz, Birkbuschstraße – S-Bhf. Steglitz – Schloßstraße – Bundesallee – Hildegardstraße – Blissestraße – Fehrbelliner Platz – Wilmersdorfer Straße – Otto-Suhr-Allee – Ernst-Reuter-Platz – Marchstraße – Alt-Moabit – Invalidenstraße – Moabit, Invaliden- Ecke Heidestraße (Sandkrugbrücke)
    Linie 66: Schöneberg, Thorwaldsenstraße – Rubensstraße – Innsbrucker Platz – Hauptstraße – Eisenacher Straße – Belziger Str. – Rudolph-Wilde-Platz – Schöneberg, Wartburgplatz
    Linie 74: Lichterfelde, Finckensteinallee – Hindenburgdamm – Schloßstraße – Rheinstraße – Hauptstraße – Potsdamer Straße – Potsdamer Platz, Linkstraße
    Linie 77: Lichterfelde-Süd, Goerzallee – Carstennstraße – Ringstraße – Drakestraße – Gardeschützenweg – Hindenburgdamm – Schloßstraße – Bundesallee – Grunewaldstraße – Martin-Luther-Straße – Wittenbergplatz – Bhf.Zoo, Hardenbergstraße
    Linie 78: Lichterfelde-Lüd, Lindenstraße – - Carstennstraße – Ringstraße – Drakestraße – Gardeschützenweg – Hindenburgdamm – Schloßstraße – Bundesallee – Grunewaldstraße – Martin-Luther-Straße – Wittenbergplatz – Bhf.Zoo, Hardenbergstraße
    Die Straßenbahnlinien der BVG: 2, 3, 15, 26, 27, 47, 47P, 53, 54, 55, 75, 76, 95, 96

  5. 26. Juni 1963

    Kennedy ist in Berlin.

  6. 28. Juni 1963

    Chruschtschow ist in Berlin.

  7. 29. September 1963

    Die U-Bahn-Neubaustrecke zwischen Grenzallee und Britz-Süd wird eröffnet.

  8. 29. September 1963

    Wegen der U-Bahneröffnung wird die Straßenbahnlinie 26 stillgelegt und die Linie 47 erheblich gekürzt. Die Karl-Marx-Straße und ein erheblicher Teil der Buschkrugallee werden hierdurch straßenbahnfrei.
    Die Linie 26 bisher: Tempelhof, Industriestraße – Gottlieb-Dunkel-Straße – Silbersteinstraße – Karl-Marx-Straße – Hermannplatz – Sonnenallee – Pannierstraße – Reichenberger Straße – Wiener Straße – Görlitzer Bahnhof, Spreewaldplatz
    Die Linie 47 bisher: Rudow, Bahnhofstraße – Rudower Straße – Buschkrugallee – Karl-Marx-Straße – Hermannplatz
    Die Linie 47 künftig: Rudow, Bahnhofstraße – Rudower Straße – Buschkrugallee – Britz, Gradestraße
    Die Straßenbahnlinien der BVG: 2, 3, 15, 27, 47, 47P, 53, 54, 55, 75, 76, 95, 96

  9. 15. Oktober 1963

    Im zukünftigen Kulturforum wird die nach Plänen von Hans Scharoun entworfene Philharmonie eröffnet.

  10. 15. November 1963

    Wegen U-Bahnbauarbeiten in Wilmersdorf und Schöneberg (Linie H) wird die lange Straßenbahnlinie 3 erheblich gekürzt. Sie endet nun am Fehrbelliner Platz.
    Die Linie 3 bisher: Wedding, Grünthaler- Ecke Osloer Straße – Osloer Straße – Seestraße – Beusselstraße – Turmstraße – Kaiserin-Augusta-Allee – Tauroggener Straße – Otto-Suhr-Allee – Wilmersdorfer Straße – Fehrbelliner Platz – Berliner Straße – Grunewaldstraße – Goltzstraße – Pallasstraße – Yorckstraße – Gneisenaustraße – Hasenheide – Hermannplatz – Erkstraße – Wildenbruchstraße – Neukölln, Elsenstraße

  11. 17. Dezember 1963

    Erstes Passierschein-Abkommen
    Westberlinern ist es erstmalig seit 1961 gestattet den Osten Berlins zu besuchen.
    Ihnen war seit Bau der Mauer der Zutritt Ostberlins von DDR-Behörden untersagt worden.
    Bis zum 5. Januar 1964 nutzten 1,2 Millionen Westberliner die Möglichkeit, den Ostteil der Stadt zu besuchen.

1964

  1. 8. Februar 1964

    Im RIAS wird die letzte Ausgabe der „Insulaner“ ausgestrahlt. Die Kabarettgruppe „Der Insulaner“ wurde im Dezember 1948 von Günter Neumann gegründet. „Der Insulaner verliert die Ruhe nicht...“

  2. 1. Juni 1964

    Umbenennung eines Teils der Teupitzer Straße sie wie der Thüringer Straße in Neukölln in „Braunschweiger Straße“.

  3. 1. Juni 1964

    Die sehr lange Straßenbahnlinie 2 wird auf Busbetrieb umgestellt. Nun werden seitens der BVG keine Begründungen für die Stillegung der Straßenbahn mehr gesucht, es heißt schlicht und einfach: „Einstellung des Reststraßenbahnnetzes“.
    Die Linie 2 bisher: Gesundbrunnen, Bernauer- Ecke Wolliner Straße – Bernauer Straße – Wattstraße – Voltastraße – Hussittenstr. – Grenzstr. – Sellerstraße – Perleberger Straße – Rathenower Straße – Alt-Moabit – Marchstraße – Ernst-Reuter-Platz – Bhf. Zoo – Wittenbergplatz – Martin-Luther-Straße – Belziger Straße – Eisenacher Straße – Hauptstraße – Kolonnenstraße – Leberstraße – Leuthener Straße – Schöneberg, Gotenstraße
    Die Straßenbahnlinien der BVG: 3, 15, 27, 47, 47P, 53, 54, 55, 75, 76, 95, 96

  4. 1. Juli 1964

    In Rudow wird der Pendelbetrieb der Linie 47 (Linie „47P“) auf Autobusbetrieb umgestellt. Der Pendelwagen fuhr in der Waltersdorfer Chaussee auf dem Gleis Richtung Berlin zwischen der Rudower „Spinne“ und der Stadtgrenze.
    Das Straßenbahnnetz der BVG-West

  5. 1. August 1964

    Die Straßenbahnlinie 3 wird auf Busbetrieb umgestellt.
    Die Linie 3 bisher: Wedding, Grünthaler- Ecke Osloer Straße – Osloer Straße – Seestraße – Beusselstraße – Turmstraße – Kaiserin-Augusta-Allee – Tauroggener Straße – Otto-Suhr-Allee – Wilmersdorfer Straße – Fehrbelliner Platz
    Bedingt durch die Stillegung der Linie 3 wird der Straßenbahnbetriebshof Moabit in der Wiebestraße geschlossen.
    Die Straßenbahnlinien der BVG: 15, 27, 47, 53, 54, 55, 75, 76, 95, 96

  6. 1. Oktober 1964

    Die Straßenbahnlinie 55, die bislang am Nollendorfplatz endete, wird bis zum Zoologischen Garten zurückgezogen. Somit fährt in der Westberliner City keine Straßenbahn mehr. Zugleich wird der Straßenbahnbetriebshof Schöneberg in der Belziger Straße geschlossen.
    Die Linie 55 bisher: Spandau, Hakenfelde – Spandau – Gartenfelder Straße – Siemensdamm – Jakob-Kaiser-Platz – Tegeler Weg – Tauroggener Straße – Otto-Suhr-Allee – Ernst-Reuter-Platz – Bhf. Zoo – Wittenbergplatz – Nollendorfplatz
    Am selben Tag wird die Straßenbahnlinie 27 im Neuköllner Raum stillgelegt.
    Die Linie 27 bisher: Kreuzberg, Wiener Straße (Spreewaldplatz) – Friedelstraße – (27E: Pannierstraße) – Reuterstraße – Hermannplatz – Hermannstraße – Britzer Damm – Buckower Damm – Buckow-West, Alt-Buckow
    Die Straßenbahnlinien der BVG: 15, 47, 53, 54, 55, 75, 76, 95, 96

  7. 9. September 1964

    DDR-Bürgern im Rentenalter ist es künftig gestattet ihre Verwandten in Westdeutschland und West-Berlin zu besuchen.

  8. 25. September 1964

    Die Wilhelmstraße in Mitte wird in „Otto-Grotewohl-Straße“ umbenannt. Otto Grotewohl, Ministerpräsident der DDR, ist am 21. September verstorben.

  9. 2. Dezember 1964

    Die DDR führt für Besuche Westdeutscher und Westberliner den Zwangsumtausch von 5 DM je Tag im Verhältnis 1:1 ein. Ausgenommen sind Kinder und Rentner. Zu Weihnachten und Jahreswechsel dürfen Westberliner im Rahmen des 2. Passierscheinabkommens in den Ostteil der Stadt.

  10. Dezember 1964

    Am Marx-Engels-Platz wird das neue Staatsratsgebäude fertiggestellt.

    In der Karl-Marx-Allee wird das Restaurant Moskau eröffnet. Es ist Bestandteil der neuen Hochhausbebauung westlich des Strausberger Platzes.

    Am Alexanderplatz wird die neue Kongresshalle und das Haus des Lehrers fertiggestellt. Das Gebäudeensemble, welches maßgeblich von Hermann Henselmann stammt, orientiert sich an den neuen Baufluchten um den Alexanderplatz, während sich der Platz selbst verkehrstechnisch noch im Zustand von 1932 befindet, aber ebenfalls völlig umgestaltet werden soll.

    Am Weissenseer Weg wird das „Sportforum Berlin“ eingeweiht.

1965

  1. 27. März 1965

    An der Beusselstraße in Moabit wird der Berliner Großmarkt eröffnet.

  2. 2. April 1965

    Das nach Plänen von Helmut Hentrich und Hubert Petschnigg gebaute Europa-Center wird eingeweiht.

  3. 2. Mai 1965

    Die Straßenbahnlinie 95 wird auf Autobusbetrieb umgestellt.
    Die Linie 95 bisher: Neukölln, Sonnenallee Ecke Schwarzer Weg – Sonnenallee – Urbanstraße – Mehringplatz (Hallesches Tor)
    Die Straßenbahnlinien der BVG: 15, 47, 53, 54, 55, 75, 76, 96

  4. 7. Oktober 1965

    Der Osten feiert den 16. Jahrestag der DDR. Hierzu fand auf einem Truppengelände westlich von West-Berlin eine Parade statt. Anlässlich dieser Parade kam letztmalig das „Studio am Stacheldraht“ in Gatow zum Einsatz: Mit einem infernalischen Krach aus einer gigantischen 5000 Watt starken Lautsprecheranlage, montiert auf LKWs, wurde diese Truppenparade musikalisch vom Westen untermalt: „Hier spricht das Studio am Stacheldraht“

  5. 14. Dezember 1965

    In der Gustav-Adolf-Straße (Weissensee) wird der Straßenbahnverkehr eingestellt. Dafür geht eine Neubaustrecke im westlichen Teil der Langhansstraße in Betrieb.

  6. 18. Dezember 1965

    Anlässlich des 3. Passierscheinabkommens dürfen West-Berliner zum Tagesbesuch nach Ost-Berlin.

  7. 1965

    Das neue Wohngebiet an der Karl-Marx-Allee westlich des Straußberger Platzes wird fertiggestellt. Hierbei handelt es sich um den sogenannten „II. Bauabschnitt“ nach den Bauten der alten Stalinallee.

1966

  1. 24. Januar 1966

    Stillegung der Straßenbahnlinien 75 und 76
    Die beiden Linien bisher:
    Linie 75: Bhf. Zoo, Kantstraße – Kantstraße – Theodor-Heuss-Platz – Heerstraße – Pichelsdorf – Wilhelmstadt – Spandau – Spandau, Hakenfelde
    Linie 76: Bhf. Zoo, Kantstraße – Kantstraße – Theodor-Heuss-Platz – Heerstraße – Pichelsdorf – Wilhelmstadt – Spandau – Spandau, Johannisstift
    Die Straßenbahnlinien der BVG: 15, 47, 53, 54, 55, 96

  2. 28. Februar 1966

    Zwei U-Bahnstrecken werden eröffnet: Mehringdamm – Möckernbrücke (Linie 7) und Tempelhof – Alt-Mariendorf (Linie 6)

  3. 7. März 1966

    Ein sowjetischer Düsenjäger stürzt bei einem Manöver über West-Berlin in den Stößensee. West-Berliner Behörden wird die Bergung untersagt. Dies bleibt eine streng alliierte Angelegenheit. Die West-Alliierten protestieren energisch gegen die Flugaktionen der Sowjets über der Stadt.

    Ostern und Pfingsten 1966
    Anlässlich des 4. Passierscheinabkommens dürfen Westberliner zu Tagesbesuchen in den Ostteil Berlins.

  4. 2. Mai 1966

    Stillegung der Straßenbahnlinie 96
    Die Linie 96 bisher: Mehringplatz (Hallesches Tor) – Mehringdamm – M.v.Richthofen-Str. – Manteuffelstraße – Attillaplatz – Kaiser-Wilhelm-Straße – Lankwitzer Straße – Berliner Straße – Lichterfelde-Süd, Schwelmer Straße
    Die Straßenbahnlinien der BVG: 15, 47, 53, 54, 55

  5. 1. Juli 1966

    Die im Umbau begriffene Neue Königstraße am Alexanderplatz wird in „Hans-Beimler-Straße“ umbenannt. (heute: Otto-Braun-Str.)

  6. 1. Juli 1966

    Stillegung der Straßenbahnlinie 15
    Das Straßenbahnnetz der BVG-West
    Die Linie 15 bisher: Neukölln, Schulenburgpark – Sonnenallee – Braunschweiger Straße – Silbersteinstraße – Gottlieb-Dunkel-Straße – Rixdorfer Straße – Alt-Mariendorf – Großbeerenstraße – Lichterfelde, Daimlerstraße
    Die Straßenbahnlinien der BVG: 47, 53, 54, 55

  7. 16. September 1966

    In der Krügerstraße (Prenzlauer Berg) wird der Straßenbahnverkehr stillgelegt und dafür in der Stahlheimer Straße eine Neubaustrecke in Betrieb genommen.

  8. 1. Oktober 1966

    Baldur von Schirach und Albert Speer werden als fast letzte Insassen im Kriegsverbrechergefängnis in Spandau aus der Haft entlassen. Letzter Häftling bleibt der zu lebenslang verurteilte Rudolf Hess.

  9. 1. Oktober 1966

    Stillegung der Straßenbahnlinie 47
    Die Linie 47 bisher: Rudow, Bahnhofstraße – Rudower Straße – Buschkrugallee – Britz, Gradestraße
    Die Straßenbahnlinien der BVG: 53, 54, 55

  10. 6. Oktober 1966

    Der Axel Springer Verlag eröffnet sein neues Verlagshochhaus „an der Mauer“ in der Kochstraße.

  11. 10. Oktober 1966

    Im Rahmen der „Rekonstruktion“ der Berliner Innenstadt wird die Straßenbahn in der Leninallee zwischen Leninplatz und Alexanderplatz stillgelegt. Notwendig wird die Stillegung wegen der Neuanlage des Straßenzuges Leninallee/Mollstraße.

  12. 1. Dezember 1966

    Willy Brandt tritt als Regierender Bürgermeister von Berlin zurück, da er nun Vizekanzler und Außenminister ist.

  13. 14. Dezember 1966

    Heinrich Albertz (SPD) wird zum neuen Regierenden Bürgermeister von Berlin gewählt.

  14. 12. Dezember 1966

    In der östlichen Mollstraße, einem völlig neuen Straßenzug, wird eine Straßenbahnstrecke eröffnet. Die neue Strecke reicht derzeit vom Leninplatz bis zur Hans-Beimler-Straße.

  15. 19. Dezember 1966

    Aufgrund der Einfädelung der Straßenbahnstrecke in der Prenzlauer Allee in die Mollstraße wird der Straßenbahnverkehr in der Prenzlauer Straße zwischen Prenzlauer Tor und Alexanderplatz stillgelegt.

  16. 1966

    Am Marx-Engels-Platz wird der Bau des Ministeriums für auswärtige Angelegenheiten der DDR eröffnet.

  17. 1966

    Axel Springer stellt sein „Verlagshochhaus an der Kochstraße“ fertig. das Druckzentrum lag direkt an der Mauer und war anfänglich bis weit in die Ostberliner Innenstadt sichtbar. Später wurden an der Ostberliner Leipziger Straße höhere Hochhäuser als Sichtblende davor gestellt.

1967

  1. 2. Januar 1967

    In den Frühen Morgenstunden überquert letztmalig eine Straßenbahn den Alexanderplatz. Stillgelegt wird die Straßenbahn in der Münz-, Memhard-, Alexanderstraße und auf dem Alexanderplatz selbst. Betroffen sind die Linien 11 und 63.

    Am selben Tag geht die Neubaustrecke im westlichen Teil der Mollstraße in Betrieb. Hierdurch werden alle aus nordöstlicher Richtung kommende Straßenbahnlinien (Leninallee, Greifswalder Straße, Prenzlauer Allee) in der Mollstraße gebündelt und vom Alexanderplatz ferngehalten. Bereits am 12. Dezember wurden einige Strecken in neuer Form in Betrieb genommen. Die Umgestaltung des Straßenbahnnetzes in der nördlichen Innenstadt ist damit abgeschlossen.

  2. 12. März 1967

    Berlin wählt!
    Die SPD erhält mit 56,9 % (Letztwahlen: 61,9) die absolute Mehrheit. CDU: 32,9 % (28,8), FDP: 7,1 % (7,9)

  3. 6. April 1967

    Heinrich Albertz wird in seinem Amt als Regierender Bürgermeister von Berlin durch das neugewählte Abgeordnetenhaus bestätigt.

  4. 1. Mai 1967

    Stillegung der Straßenbahnlinien 53 und 54
    Die beiden Linien bisher:
    Linie 53: Richard-Wagner-Platz – Spandauer Damm – Spandau – Spandau, Hakenfelde
    Linie 54: Richard-Wagner-Platz – Spandauer Damm – Spandau – Spandau, Johannisstift
    Letzte verbleibende Straßenbahnlinie ist die Linie 55.

  5. 6. Juli 1967

    Herbert Fechner (SED) ist neuer Oberbürgermeister von (Ost-) Berlin. Er löst den seit 1949 amtierenden und wegen seines Alters zurückgetretenen Friedrich Ebert ab.

  6. 26. September 1967

    Der Regierende Bürgermeister Heinrich Albertz tritt zurück.

  7. 2. Oktober 1967

    Die letzte West-Berliner Straßenbahnlinie 55 wird auf Autobusbetrieb umgestellt.
    Die Linie 55 bisher: Spandau, Hakenfelde – Spandau – Gartenfelder Straße – Siemensdamm – Jakob-Kaiser-Platz – Tegeler Weg – Tauroggener Straße – Otto-Suhr-Allee – Ernst-Reuter-Platz – Hardenbergstraße – Bahnhof Zoo

  8. 19. Oktober 1967

    Klaus Schütz (SPD) wird zum Regierenden Bürgermeister von Berlin gewählt.

  9. 12. Dezember 1967

    In der Stralauer Allee und dem Markgrafendamm wird die Straßenbahn (Linie 82) stillgelegt.

1968

  1. 6. März 1968

    Der Ostberliner Abschnitt der Markgrafenstraße in Mitte wird in „Wilhelm-Külz-Straße“ umbenannt.

  2. 13. April 1968

    Ministern und Leitenden Beamten der Bundesrepublik ist bis auf Weiteres die Durchreise durch die DDR untersagt.

  3. 11. Juni 1968

    Die DDR führt auf den Transitwegen die Visapflicht ein. Westberliner und Bundesbürger müssen nun 5 DM Benutzungsgebühr bezahlen, die ihnen von der Bundesrepublik (über die Postämter) erstattet werden.

  4. 15. September 1968

    Im Kulturforum wird die Neue Nationalgalerie eröffnet. Die Pläne des Baus stammen von Ludwig Mies van der Rohe.

  5. 9. Oktober 1968

    In Steglitz wird das Klinikum der Freien Universität eröffnet.

  6. 1968

    Die nach Plänen von Ludwig Mies van der Rohe entworfene Neue Nationalgalerie wird im Kulturforum eingeweiht.

    In der Wohnsiedlung Britz-Buckow-Rudow wird die Walter-Gropius-Gesamtschule eröffnet. Sie entstand, wie im wesentlichen die ganze Siedlung, nach Plänen des Bauhaus-Architekten Gropius. Die Siedlung wurde 1972 in „Gropiusstadt“ umbenannt.

1969

  1. 21. Juni 1969

    Im Kammergerichtsgebäude an der Lindenstraße wird das Berlin-Museum eröffnet.

  2. 1. Juli 1969

    In der Mühlenstraße und am Stralauer Platz (nähe Ostbahnhof) wird die Straßenbahn stillgelegt. Hier verkehrte zuletzt die Linie 4.

  3. 3. Oktober 1969

    Am Alexanderplatz wird der neue 365 Meter hohe Fernsehturm eingeweiht.

    Fortsetzung: Stadtchronik 70er Jahre

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