U-Bahn zum Wilhelmplatz
Am 14.Mai 1906 wurde die Strecke zum Wilhelmplatz fertig. Sie schließt am Knie (heute Ernst-Reuter-Platz) an die vorhandene Stammstrecke an. Diese Strecke entstand auf Veranlassung der Stadt Charlottenburg unter Bauregie der Hochbahngesellschaft. Die Strecke verläuft zunächst unter der Bismarckstraße und schwenkt dann in die Richard-Wagner-Straße ein. Am Wilhelmplatz (heute: Richard-Wagner-Platz) wird die Strecke im Kopfbahnhof beendet.
Die Bahnhöfe:
U-Bhf Deutsche Oper
Dieser Bahnhof wurde 1906 mit dem Namen „ Bismarckstraße “ eröffnet, erhielt 1929 den Namen „ Städtische Oper (Bismarckstraße) “, 1934 den Namen „ Deutsches Opernhaus (Bismarckstraße) “ und 1961 schließlich den heutigen Namen. Auf den Zusatznamen „ (Bismarckstraße) “ aber verzichtete man erst im April 1978.
Es handelt sich hierbei um einen viergleisigen Untergrundbahnhof mit zwei Mittelbahnsteigen. Die Zugänge befinden sich am westlichen Ende und mündeten ursprünglich in den Straßenbereich. 1929 erfolgte ein Umbau des Bahnhofes, wobei unterirdische Vorhallen eingebaut wurden. Hierzu musste die Decke über den westlichen Gleisstutzen abgesenkt werden. Seither münden die Ausgänge nicht mehr direkt in die Bismarckstraße sondern in deren Straßenrand. 1983 wurde der Bahnhof geringfügig modernisiert. Hierbei verlor er seine ursprüngliche hellgraue Fliesenverkleidung. Die neuen Fliesen waren auf Panel-Platten befestigt. Es waren weiße und gelbe Fliesen im Mauerwerksverband. Außerdem wurde eine neue Beleuchtung installiert. Die neuen Neonlampen waren in gitterartige Leuchtkörper integriert, die unter der alten offenen Trägerdecke eingehängt wurden. Bei dieser Gelegenheit wurde zusätzlich die Vorhalle komplett renoviert.
Als der Zugverkehr im Jahre 1906 aufgenommen wurde, waren nur die beiden mittleren Gleise im Betrieb. Erst 1908 wurden für die neue Westendstrecke auch die äußeren Gleise hinzugezogen. Östlich des Bahnhofes befindet sich eine Kehrgleisanlage: Dort wendeten die Züge aus Richtung Westend. Dies änderte sich erst 1931, als die Züge von Pankow Richtung Westend/Ruhleben weiter fuhren.
Seit 1945 wird die Strecke zum Richard-Wagner-Platz, wie der Wilhelmplatz seit 1935 heißt, autonom betrieben. Mit anderen Worten: Die Züge vom Richard-Wagner-Platz endeten hier. Das blieb so fast 25 Jahre: Aus der Linie A III ist im Jahre 1966 die Linie 5 geworden. Am Abend des 1. Mai 1970 fuhr hier der letzte Zug zum Richard-Wagner-Platz ab: Die Strecke wurde stillgelegt. An der Bahnsteigkante des nördlichen Bahnsteigs entstand ein Dienstraum, außerdem wurde ein Geländer entlang der Bahnsteigkante montiert. Heute wird die Strecke zum Richard-Wagner-Platz nur noch für interne Zwecke genutzt.
Am 15. Juli 2000 kam es in diesem U-Bahnhof zu einer Katastrophe, als ein aus Ruhleben kommender G-Zug brennend in diesen Bahnhof einfuhr. Er brannte vollkommen aus. Hierbei wurde der Bahnhof schwer beschädigt. In den folgenden Monaten wurde der Bahnhof komplett renoviert, wobei er wieder dem Zustand von 1906 angeglichen wurde. Auf die Einbauten des Jahres 1982 verzichtete die BVG. Der Wiederaufbau war im Mai 2001 weitgehend beendet.
Der Entwurf für diesen Bahnhof im ursprünglichen Sinne stammt von Alfred Grenander.
Anschlussbericht: Die Westend-Linie U2
U-Bhf Richard-Wagner-Platz
Dieser Bahnhof, der mit den Namen „ Wilhelmplatz “ im Mai 1906 eröffnet wurde, existiert nicht mehr. Er wurde im Mai 1970 geschlossen.
Es war ein Kopfbahnhof mit drei Gleisen, einem Mittelbahnsteig und einem Seitenbahnsteig sowie vorgelagertem Kopfbahnsteig nebst Vorhalle. Die Wände waren mit weißen Fliesen verkleidet. Der Entwurf für diesen Bahnhof stammte von Alfred Grenander. 1936 erfolgte die Umbenennung in Richard-Wagner-Platz. 1970 wurde dieser Bahnhof geschlossen und 1974 abgerissen. An seiner Stelle befindet sich heute der gleichnamige 1978 eröffnete U-Bahnhof der Linie 7.
Einige Stützpfeiler konnten wiederverwendet werden: Sie befinden sich heute auf dem Bahnsteig des U-Bahnhofs Innsbrucker Platz. Außerdem wurde einer der alten Zugänge gerettet. Er dient heute, etwas in der Lage versetzt, als Zugang zum neuen U-Bahnhof der Linie 7.
U2 Pankow – Ruhleben
Weitere Abschnitte dieser Linie:
- U2: Pankower Erweiterungen
- Nordringstrecke
- Centrumslinie
- Spittelmarktlinie
- Westliche Stammstrecke
- Charlottenburger U-Bahn
- Westendstrecke
