Das U-Bahn-Netz Berlin umfasst heute neun Linien mit 175 Bahnhöfen auf 155,6 Kilometern Streckenlänge. Es besteht aus zwei betrieblich getrennten Teilnetzen, dem Kleinprofil der Linien U1 bis U4 und dem Großprofil der Linien U5 bis U9, und liegt vollständig innerhalb der Stadtgrenze, also in den Tarifzonen A und B. Diese Seite fasst den heutigen Stand zusammen; die Entwicklung dorthin zeigen die historischen Netzpläne und die Chronik.
Die neun Linien im Überblick
| Linie | Verlauf | Profil | Bahnhöfe | Erste Eröffnung |
|---|---|---|---|---|
| U1 | Uhlandstraße – Warschauer Straße | Kleinprofil | 13 | 1902 |
| U2 | Pankow – Ruhleben | Kleinprofil | 29 | 1902 |
| U3 | Warschauer Straße – Krumme Lanke | Kleinprofil | 24 | 1913 |
| U4 | Nollendorfplatz – Innsbrucker Platz | Kleinprofil | 5 | 1910 |
| U5 | Hauptbahnhof – Hönow | Großprofil | 26 | 1930 |
| U6 | Alt-Tegel – Alt-Mariendorf | Großprofil | 29 | 1923 |
| U7 | Rathaus Spandau – Rudow | Großprofil | 40 | 1924 |
| U8 | Wittenau – Hermannstraße | Großprofil | 24 | 1927 |
| U9 | Osloer Straße – Rathaus Steglitz | Großprofil | 18 | 1961 |
Bahnhöfe je Linie, Streckenlänge und Gesamtzahl nach Angaben der BVG, Stand 2026; Umsteigebahnhöfe zählen in jeder Linie mit. Frühere und geplante Namen führt das Verzeichnis der Bahnhofsnamen.
Kleinprofil und Großprofil
Die vier Kleinprofillinien U1, U2, U3 und U4 gehen auf die Hochbahngesellschaft zurück, deren Wagen 2,30 Meter breit sind und deren Stromschiene von oben bestrichen wird. Die fünf Großprofillinien U5 bis U9 entstanden ab 1923 nach dem Vorbild der städtischen Nord-Süd-Bahn mit 2,65 Meter breiten Wagen und von unten bestrichener Stromschiene. Zwischen beiden Netzen gibt es nur Betriebsverbindungen, keinen Linienverkehr; der Wagenpark ist entsprechend zweigeteilt, vom Kleinprofil-Neubau bis zum Großprofil-Neubau.
Umsteigebahnhöfe
An neun Bahnhöfen kreuzen sich mindestens zwei Linien der U-Bahn; am Alexanderplatz und am Nollendorfplatz treffen sich drei beziehungsweise vier. Dazu kommen die Übergänge zur S-Bahn an Gesundbrunnen, Ostkreuz-nahen Bahnhöfen wie Warschauer Straße, an Zoologischer Garten, Friedrichstraße, Hauptbahnhof, Südkreuz, Westkreuz und Hermannstraße.
Alexanderplatz
- Linien
- U2U5U8
Wittenbergplatz
- Linien
- U1U2U3
Nollendorfplatz
- Linien
- U1U2U3U4
Hermannplatz
- Linien
- U7U8
Kottbusser Tor
- Linien
- U1U3U8
Zoologischer Garten
- Linien
- U2U9
Mehringdamm
- Linien
- U6U7
Osloer Straße
- Linien
- U8U9
Bismarckstraße
- Linien
- U2U7
Tarif und Betrieb
Für jede Fahrt im U-Bahn-Netz Berlin genügt ein Ticket für den Tarifbereich AB; die Einzelfahrt kostet 4,00 €, die Kurzstrecke über drei Stationen 2,80 € (Stand September 2026, alle Tarife auf der Ticketseite). Betreiberin ist die BVG, die U-Bahn fährt tagsüber im Fünf- bis Zehn-Minuten-Takt und in den Wochenendnächten durchgehend.
Häufige Fragen zum heutigen Netz
Wie viele Bahnhöfe hat das U-Bahn-Netz Berlin?
175 Bahnhöfe auf neun Linien, davon 144 unterirdisch. Die Zahl zählt jeden Bahnhof einmal; Umsteigebahnhöfe wie der Alexanderplatz mit drei Linien gehen als ein Bahnhof in die Rechnung ein, in den Linienlisten dagegen je Linie.
Welche Linie ist die längste, welche die kürzeste?
Die U7 von Rathaus Spandau nach Rudow ist mit 31,8 Kilometern und 40 Bahnhöfen die längste Linie; die U4 vom Nollendorfplatz zum Innsbrucker Platz ist mit fünf Bahnhöfen die kürzeste.
Warum gibt es zwei Wagenbreiten im Netz?
Die Hochbahngesellschaft baute ab 1902 im Kleinprofil mit 2,30 Meter breiten Wagen; die Stadt Berlin legte ihre Nord-Süd-Bahn ab 1923 im Großprofil mit 2,65 Metern an. Beide Teilnetze sind bis heute betrieblich getrennt: U1 bis U4 fahren im Kleinprofil, U5 bis U9 im Großprofil.