U-Bahnnetz April 1954 (BVG-Ost)

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Dieser Plan wurde im Mai 1954 herausgegeben.
Bemerkenswert, wie sich die Große Politik in diesen kleinen Plänen äußert:
Einen „Ernst-Reuter-Platz“ sucht man in diesen Plänen vergebens. Die in den Westsektoren gelegene Station wird hier noch als „Knie“ bezeichnet. Fakt ist, dass dieser Bahnhof am 29. September 1953 umbenannt wurde.
Selbstverständlich dagegen werden die neuen Namen im Ostsektor lückenlos genannt. Namen wie „Stalinallee“, „Luxemburgplatz“, „Dimitroffstraße“ oder „Thälmannplatz“.
Wenn man genau hinsieht, sind sie sogar etwas größer geschrieben, als die übrigen Stationsnamen.
Besonderheit ist der kleine „Einkaufsführer“ für die Stalinallee.
Er befindet sich auf der Rückseite dieses Planes

Ungewöhnlicherweise wurde dieser Plan nicht kostenlos abgegeben, sondern für „5 Dpf“ an den U-Bahnschaltern des „Demokratischen Sektors“ verkauft.
1954 in Stichworten:
Was 1954 in Berlin passierte...
BVG-West
- Januar
- Die Entwicklungsarbeiten für einen neuen U-Bahnzug haben begonnen.
- Mai
- Bauvorbereitungen für eine U-Bahn nach Tegel
- September
- Umbauten am Innsbrucker Platz: Der U-Bahnhof erhielt eine oberirdische Eingangshalle.
- Oktober
- Neuordnung der B-Linien: B I künftig nach Uhlandstraße und B II nach Innsbrucker Platz
Neubau-Projekte:
Seit 1953: Bau der Linie C-Nord von Seestraße bis Kurt-Schuhmacher-Platz

Januar: Einführung eines Wochenend-Nachtverkehrs bei der U-Bahn
