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Berliner UntergrundbahnSeit 1902 unter der Stadt

Netzspinne 1964

Netzpläne

Historische Netzspinne der Berliner U-Bahn

Netzplan 1964
Netzplan 1964
Netzplan 1964

Netzplan April 1964 (BVG-West)

Netzspinne 1964

Ab April 1964 bekam man an den U-Bahnschaltern diesen überarbeiten Plan der U-Bahn.
Er wies gegenüber dem 63er Plan nur eine Änderung auf: Die Linie C fuhr nun über Grenzallee bis nach Britz-Süd.
Die Eröffnung dieser Strecke erfolgte am 29.September 1963 und war die vierte Streckenneueröffnung nach dem Krieg.

1964 in Stichworten:
Was 1964 in Berlin passierte...

BVG-West

Januar
Umbaubeginn am U-Bahnhof Mehringdamm unter laufendem Betrieb
Mai
Die BVG erhält die ersten Serienzüge der Bauart A3-64 für das Kleinprofil
Mai
Zwei Kleinprofillinien werden im Einmannbetrieb mit A2-Zügen betrieben.

Projekte

C-Süd
Tempelhof – Mariendorf
G-Süd
Spichernstraße – Schloßstraße
H-West
Mehringdamm – Fehrbelliner Platz

Umbau U-Bhf. Mehringdamm

U-Bahnnetz im „BVG Liniennetz“ Oktober 1964

Netzspinne 1964

Konsequent alle halbe Jahr im Mai und im Oktober brachte die BVG (West) ein Fahrplanheft und ein „Liniennetz“ heraus. Aus dem Liniennetz von Oktober 1964 stammt der oben dargestellte Netzplan der U-Bahn.

Im Gegensatz zu den kleinen bunten Netzspinnen wirkt dieser Plan sehr unübersichtlich und gedrungen. Aus drucktechnischen Gründen ist der Plan nur einfarbig gehalten.Dieser Plan war nur auf der Rückseite des Hauptplanes abgebildet. Die „Liniennetze“ konnten damals für eine Mark erworben werden. Ein Teil der Auflage jeweils war „Unverkäuflich“, dies waren Netzpläne für den internen Dienstgebrauch der BVG.

Netzspinne 1964 Netzspinne 1964

Ausschnitt aus dem „Liniennetz“ von Oktober 1964

Der Hauptplan war ein mehrfarbiger Stadtplan im Maßstab 1: 50.000. Die S-Bahn war, wie übrige Eisenbahnanlagen, konsequent nicht dargestellt.
Aus dem Plan selbst geht ebenso nicht hervor, dass die Züge der West-Berliner U-Bahn im Osten nicht halten:
Dies ist als politischer Hinweis zu werten. Die BVG (West) nämlich wollte mit ihren Zügen auf den Bahnhöfen symbolisch halten, auch wenn kein Fahrgast einsteigen würde. Das Halten wurde von Ostberliner Dienststellen untersagt, womit die BVG ihr Zugpersonal anwies, mit langsamen Tempo durch die Bahnhöfe zu rollen.
Es sind also weniger schikanöse Aktionen, warum die U-Bahnzüge so langsam durch die Transitbahnhöfe fuhren.
So ist zu erklären, warum die Ostbahnhöfe als „in Betrieb“ dargestellt werden.